Jahrmarkt der Kulturen

Max-Planck-Nachwuchsforscher auf der Cultural Week in Asturien

29. Oktober 2013

Eine Woche im Jahr erstrahlt Oviedo: vor der Verleihung der Prinz-von-Asturien-Preise durch den spanischen Kronprinzen. Dann verwandeln sich die Marktplätze in ein buntes Straßenfest und die Preisträger – Künstler, Wissenschaftler, karitative Organisationen und Sportler – präsentieren sich und ihre Arbeit. In diesem Jahr verbrachten auch vier Max-Planck-Forscher, je zwei Nachwuchsgruppenleiter und Doktoranden, eine spannende Woche in der nordspanischen Provinz: als Repräsentanten der Max-Planck-Gesellschaft um Präsident Peter Gruss.

„Während dieser fünf aufregenden Tage hat mich vor allem die Herzlichkeit der Bürger und der Preisträger beeindruckt“, sagt Ali Shahmoradi, Doktorand des Max-Instituts für experimentelle Medizin aus Göttingen. „Letztlich haben wir als Gäste den Preis gar nicht bekommen, aber wir wurden genauso behandelt: Ob bei einem kurzfristigen Ausflug ans Meer oder bei leckerem spanischen Essen, unsere Betreuung war erstklassig.“

 

Ali Shahmoradi bei einer Audienz mit Prinz Felipe von Spanien und seiner Frau.

Doch nicht nur Entspannung stand auf dem Programm. Mit drei weiteren Nachwuchswissenschaftlern der MPG aus Spanien, Österreich und Südkorea war Ali Shahmoradi direkt in die offiziellen Veranstaltungen der Cultural Week eingebunden: zum Beispiel bei einer Podiumsdiskussion mit Studenten im vollen Hörsaal der Universität Oviedos. „Dort haben wir mit dem spanischen Institutsdirektor Ignacio Cirac die Forschung der Max-Planck-Gesellschaft vorgestellt und Fragen zu unseren Instituten und Bewerbungsprozessen beantwortet.“ Eine besondere Bühne fand sich auch für die Bilder der Wissenschaft aus der Max-Planck-Gesellschaft: Sie präsentierten sich den Spaziergängern in kupfernen Rahmen auf den Straßen.

Weil alle im selben Hotel untergebracht waren, traf Ali den Kronprinzen nicht nur bei der Audienz, sondern „er schritt morgens gut gelaunt über die Flure und unterhielt sich mit den Gästen.“ So war es praktisch unmöglich, nicht mit ihm oder den Preisträgern ins Gespräch zu kommen. „Auf einer Wanderung in den Bergen Asturiens sprachen wir mit Regisseur Michael Haneke über die Filmindustrie und Peter Higgs hatte sogar noch am Gepäckband im Flughafen ein paar Minuten Zeit für meine Fragen.“  

Höhepunkt war wie jedes Jahr natürlich die Preisverleihung vor 1200 Zuschauern im Teatro Campoamor. „Immer, wenn ich gefragt werde, was mir dort am besten gefiel, sage ich etwas anderes“, so Ali. „Aber bei traditioneller asturischer Musik über den blauen Teppich zu gehen, gehörte sicher zu den Highlights.“ Vielleicht auch der Moment am Morgen nach der Gala, als es sich die Max-Planck-Forscher noch in der Hotellobby gemütlich machten. Da war es die Frühaufsteherin und Starfotografin Annie Leibovitz, die verwundert fragte: „Wow, habt ihr etwa durchgearbeitet?“ „Das ist bei der Max-Planck-Gesellschaft immer so“, lachte Ali.

bia

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