Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Der Name klingt nach einem sehr weiten Feld: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Nun beschäftigen sich die Forscher in Garching tatsächlich mit allen möglichen Objekten außerhalb der Erde – setzen aber Schwerpunkte. So untersuchen sie unsere Milchstraße, in deren Zentrum sie vor einigen Jahren ein gigantisches schwarzes Loch dingfest gemacht haben, studieren Physik und Dynamik des interstellaren Mediums oder die Entwicklung von Galaxien, beobachten unvorstellbar weit entfernte Gammablitze und ergründen die Theorie komplexer Plasmen. Das Besondere: Die Wissenschaftler nutzen das gesamte Fenster des elektromagnetischen Spektrums, arbeiten also mit Teleskopen für das sichtbare und infrarote Licht ebenso wie mit Satelliten, die das Universum im Röntgen- oder Gammabereich abbilden. Für diese Instrumente entwickelt das Institut ausgeklügelte Empfänger für neue Einblicke in die „extraterrestrische Welt“.

Kontakt

Gießenbachstraße
85748 Garching
Telefon: +49 89 30000-0
Fax: +49 89 30000-3569

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Astrophysics

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Optische und Interpretative Astronomie

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Abteilung Zentrum für astrochemische Studien

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Abteilung Infrarot- und Submillimeter-Astronomie

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Abteilung Hochenergie-Astrophysik

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Die ersten Daten des eROSITA-Röntgenteleskops werden für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

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eRosita beobachtet, wie bisher unauffällige Galaxien plötzlich im Röntgenlicht leuchten

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Das Weltraumteleskop eROSITA entdeckt den größten Supernova-Überrest, der jemals im Röntgenlicht gefunden wurde

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Sterne sammeln sich in Galaxien mit völlig unterschiedlichen Formen und Größen. Es gibt elliptische, kugel-, linsen- und spiralförmige Galaxien, manche haben gar keine regelmäßige Gestalt. Nach den Ursachen dieser Vielfalt suchen Nadine Neumayer am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und Ralf Bender am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching

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Sterne sammeln sich in Galaxien mit völlig unterschiedlichen Formen und Größen. Es gibt elliptische, kugel-, linsen- und spiralförmige Galaxien, manche haben gar keine regelmäßige Gestalt. Nach den Ursachen dieser Vielfalt suchen Nadine Neumayer am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und Ralf Bender am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Einen entscheidenden Akteur haben sie bereits ausgemacht: dunkle Materie.

Reinhard Genzel

MaxPlanckForschung Heft 3/2020 Nobelpreis für Physik 2020

Der Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching erhält den Nobelpreis für seine Forschungen an schwarzen Löchern, insbesondere für den Nachweis eines solchen Massemonsters im Herzen der Milchstraße. Reinhard Genzel teilt sich den Preis mit Andrea Ghez und Roger Penrose.

Die Reise ins All beginnt mit einer langen Anfahrt: Ungefähr 24 Stunden ist unterwegs, wer von München nach Baikonur gelangen will – irgendwo im Nirgendwo, etwa 200 Kilometer östlich des Nördlichen Aralsees. Nahe der Stadt mit ihren 60 000 Einwohnern, einigen brauchbaren Hotels und guten Restaurants liegt das Kosmodrom, von dem aus seit 1957 Raketen starten – erst sowjetische, jetzt russische. Über die Jahre zerplatzte an diesem Ort buchstäblich so mancher Traum, viele Träume aber wurden wahr. So etwa am 13. Juli 2019, als um 14.31 Uhr Mittel­europäischer Sommerzeit eine dreistufige Rakete vom Typ Proton­M in den makellos blauen Himmel über der 43 Grad heißen kasachischen Steppe donnerte. Am Boden: Wissenschaftler aus dem Max­Planck­Institut für extraterrestrische Physik. In der Raketenspitze: eRosita.

Sie sahen aus wie überdimensionierte Garnrollen, steckten voller Technik aus mehreren Max-Planck-Instituten und sollten unser Verständnis der Sonne und des interplanetaren Mediums erheblich erweitern: Vor mehr als 40 Jahren wurden die beiden Helios-Sonden gestartet und auf eine gewagte Mission in die Hitze unseres Heimatsterns geschickt. Die beiden Raumfahrzeuge stehen aber auch für eine erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.

Ausbildung zum/zur Industriemechaniker*in (m/w/d)

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching 12. Juli 2021

ASIC Entwickler*in (m/w/d) für das ATHENA-WFI Satellitenprojekt

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching 7. Juli 2021

Elektronik-System-Ingenieur*in (w/m/div) für Satelliten-Instrumentierung (Projekt ATHENA WFI)

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching 7. Juli 2021

Industriemechaniker*in (m/w/d) oder vergleichbare Qualifikation

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching 6. Juli 2021

Physiker*in (m/w/d) zur Modellierung und Analyse von Satelliten-Instrumentierung

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching 16. Juni 2021

Holm 15A und das massereichste Schwarze Loch im nahen Universum

2020 Kianusch Mehrgan, Jens Thomas

Astronomie Astrophysik

Galaxien werden zum Zentrum hin heller. Dennoch zeigen einige besonders massereiche Galaxien  ein relatives Sterndefizit im Zentrum. In der Riesengalaxie Holm 15A haben wir gleichzeitig ein besonders lichtschwaches Zentrum entdeckt. und mit 40 Milliarden Sonnenmassen das größte bisher beobachtete Schwarze Loch gefunden. Diese Entdeckung bietet die Möglichkeit, die Masse von Schwarzen Löchern in Riesengalaxien aus dem Sterndefizit abzuschätzen. Vermutlich sogar bis in Entfernungen, in denen die direkte Messung der Masse eines Schwarzen Lochs im Moment nicht möglich ist.

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eROSITA und die Dunkle Energie

2019 Predehl, Peter

Astrophysik

Das Röntgenteleskop eROSITA ist der deutsche Beitrag zur gemeinsam mit Russland durchgeführten Satellitenmission Spektrum-Roentgen-Gamma (SRG). eROSITA wird vier Jahre lang den gesamten Himmel systematisch im Röntgenbereich mit beispielloser Empfindlichkeit kartieren. Das wissenschaftliche Hauptziel ist es, die großräumige Struktur des Universums und deren Wachstum über kosmische Zeiten zu vermessen, um die Geheimnisse der rätselhaften Dunklen Energie zu entschlüsseln. Erste Ergebnisse zeigen, dass wir unsere Missionsziele erreichen können.

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Ganz nah am Punkt ohne Wiederkehr

2018 Eisenhauer, Frank; Genzel, Reinhard

Astronomie Astrophysik Komplexe Systeme

Rund hundert Jahre nach Albert Einsteins Vollendung der Allgemeinen Relativitätstheorie hatten wir 2018 ein herausragendes Jahr für die Erforschung schwarzer Löcher. Mit dem unter Leitung des MPE gebauten Instruments GRAVITY konnten wir erstmalig die Gravitationsrotverschiebung im Schwerefeld eines massereichen schwarzen Lochs messen, die Kreisbahnen nahe dem Punkt ohne Wiederkehr verfolgen und die Masse von schwarzen Löchern bestimmen, die Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Mit seiner einzigartigen Bildschärfe und Empfindlichkeit wird GRAVITY die Astronomie revolutionieren.

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Lange Zeit gab es im Verständnis der Entstehung von protostellaren Scheiben Probleme. In einer rotierenden, gravitativ kollabierenden Molekülwolke müsste eigentlich das Magnetfeld, das die Molekülwolke durchdringt, mit ins Zentrum gezogen werden und Drehimpuls vom Zentrum nach außen transportieren, sprich die entstehende Scheibe abbbremsen. Deswegen könnte sich eine rotationsgestützte Scheibe nur schwer bilden – es sei denn, winzige Staubkörner verschwinden aus der Wolke. Das würde die magnetische Bremse lockern.

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Beobachtung der Entstehung der massereichsten Galaxien im Universum

2016 Beifiori, Alessandra; Mendel, J. Trevor

Astronomie Astrophysik

Die vielfältigen Formen von Galaxien ergeben sich aus komplexen physikalischen Prozessen, die die Sternentstehung und das zeitliche Anwachsen der stellaren Massen steuern. Neue Nahinfrarot-Messungen ermöglichten es die Verteilung der Sterntypen und die chemischen Eigenschaften von fernen massereichen Galaxien zu untersuchen. Die gemessenen Absorptionsmerkmale in den Galaxienspektren erlaubten es ihre Entstehungszeiten einzuschränken, eine verbesserte Verteilung ihrer Sternmassen zu erzeugen und ihren dynamischen Zustand zu bestimmen, als das Universum weniger als 4 Milliarden Jahre alt war.

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