Max-Planck-Institut für Astronomie

Max-Planck-Institut für Astronomie

Die Astronomie ist eine der ältesten Naturwissenschaften – und gleichzeitig eine der modernsten. Das beweist das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Dort entschlüsseln Forscher die Rätsel des Universums mit Hightech-Geräten, bauen trickreiche Zusatzgeräte und Detektoren für Teleskope und Satelliten, die das Licht aus kosmischen Quellen nach allen Regeln der physikalischen Kunst untersuchen. Zu den Objekten wissenschaftlicher Neugierde zählen etwa junge Sterne und die Geburt von Planetensystemen. „Ist die Erde der einzige belebte Ort im Weltall?“, so lautet eine der brennenden Fragen der Forschung. Aber auch in den Tiefen von Raum und Zeit sind die Max-Planck-Astronomen unterwegs, untersuchen aktive Galaxien und Quasare, um sich ein Bild von Beginn und Entwicklung des heute so reich strukturierten Universums zu machen.

Kontakt

Königstuhl 17
69117 Heidelberg
Telefon: +49 6221 528-0
Fax: +49 6221 528-246

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS for Astronomy and Cosmic Physics

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren bzw. Direktorinnen und in den Forschungsgruppen.

Abteilung Planeten und Sternentstehung

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Abteilung Atmosphärenphysik der Exoplaneten

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Abteilung Galaxien und Kosmologie

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Abteilung Stern- und Planetenentstehung

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Eine Person mit Brille und verschränkten Armen, der Astronom Geoffrey Andama aus Uganda, steht vor einer Wand, auf der ein deutlicher Schatten zu sehen ist. Die Beleuchtung ist warm.

Seit September 2025 leitet Geoffrey Andama die Max-Planck-Humboldt-Forschungsgruppe an der Muni University in Uganda. Die neue Gruppe widmet sich dem Aufbau der Astrophysik und Astronomie auf dem afrikanischen Kontinent

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Wissenschaftliche Visualisierung einer Sammlung von Trümmerscheiben (debris discs) um Sterne, gezeigt in vielen Einzelansichten und in unterschiedlichen Orientierungen. Zu sehen sind ringförmige und scheibenartige Staubstrukturen, teils frontal als helle Ringe, teils schräg oder von der Seite als längliche, spindelförmige Gebilde. Die Scheiben weisen unregelmäßige Helligkeitsverteilungen, Lücken und asymmetrische Verdichtungen auf, die auf Staub und Gesteinstrümmer in Umlaufbahnen hinweisen. Die Farben reichen von Gelb und Orange bis Blau und stehen für unterschiedliche Darstellungsarten oder physikalische Eigenschaften. Alle Objekte sind in einem regelmäßigen Raster vor schwarzem Hintergrund angeordnet.

Alma-Teleskopnetzwerk in Chile liefert hochaufgelöste Einblicke in die dynamische und komplexe Entstehungsphase ferner Planetensysteme

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Künstlerische Darstellung einer Kollision zweier Planetesimale – also kleiner Himmelskörper – im jungen Planetensystem rund um den Stern Fomalhaut. Im Vordergrund prallen zwei dunkle, unregelmäßig geformte Objekte mit großer Wucht aufeinander. An der Aufprallstelle entstehen leuchtende, orangefarbene Risse und herausgeschleuderte Gesteinsbrocken. Im Hintergrund ist eine helle Sonne zu sehen, umgeben von einer staubigen Trümmerscheibe mit vielen kleinen Gesteinsbrocken. Die Szene zeigt ein dynamisches Stadium der Planetenentstehung, ähnlich wie es sich einst im frühen Sonnensystem abgespielt haben könnte.

Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop zeigen Parallelen zu Prozessen in der frühen Entstehungsphase unseres Sonnensystems

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Orange leuchtender Ring in violettem Hintergrund

Sphere‘s Bilder von Staub in der Umgebung ferner Sterne liefern Informationen zu Asteroiden und Kometen in anderen Sonnensystemen

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Gibt es in den Weiten des Weltalls einen Planeten wie unseren – nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu heiß, nicht zu kalt, aus Gestein und mit einer Atmosphäre, die Leben ermöglicht? Laura Kreidberg und ihr Team am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg suchen mit dem James Webb-Weltraumteleskop nach einer zweiten Erde. Am überraschendsten ist, was sie dabei nicht finden.

Die Säulen der Schöpfung in neuem Licht: Das James-Webb-Weltraumteleskop wirft einen Blick auf die Wiege der Sterne inmitten unserer Milchstraße.

Galaxien, wie wir sie heute kennen, blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Es gab schwungvolle Kollisionen, mächtige Gasströme und Phasen heftiger Sternentstehung – auch in unserer Heimatgalaxie. Deren Geschichte rekonstruiert ein Team um Hans-Walter Rix am Max-Planck-Institut für Astronomie und betreibt damit eine Art kosmischer Archäologie.

Ein halbes Jahr nach dem Start hat das James-Webb-Teleskop erste Bilder geliefert. Sie zeigen faszinierende Einblicke in ferne Galaxien ebenso wie turbulente Szenarien von Geburt und Tod der Sterne. Zudem hat die Weltraumsternwarte Spektren von Exoplaneten aufgenommen. Das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg war am Bau der Instrumente beteiligt.

Seit zwei Jahren verfügt das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg über eine neue Abteilung, in der Forschende die Atmosphären von extrasolaren Planeten untersuchen. Ihre junge Direktorin Laura Kreidberg hat mit aufsehenerregenden Beobachtungen von sich reden gemacht und gehört zu den Glücklichen, die mit dem neuen James-Webb-Weltraumteleskop beobachten werden.

Sterne sammeln sich in Galaxien mit völlig unterschiedlichen Formen und Größen. Es gibt elliptische, kugel-, linsen- und spiralförmige Galaxien, manche haben gar keine regelmäßige Gestalt. Nach den Ursachen dieser Vielfalt suchen Nadine Neumayer am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und Ralf Bender am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Einen entscheidenden Akteur haben sie bereits ausgemacht: dunkle Materie.

Personalsachbearbeiter/in (m/w/d)

Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg 3. März 2026

Konstruktionsingenieur*in (m/w/d)

Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg 17. Februar 2026

Systemingenieur*in oder Physiker*in (m/w/d) - Glasfasertechnik

Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg 17. Februar 2026

Systemingenieur*in oder Physiker*in (m/w/d) - Spektrographen

Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg 17. Februar 2026

Missing Link der schwarzen Löcher

2024 Häberle, Maximilian; Neumayer, Nadine; Pössel, Markus; Nielbock, Markus

Astronomie Astrophysik

Wir haben im Sternhaufen Omega Centauri schnell bewegte Sterne ausgemacht, die zeigen: Im Zentrum des Sternhaufens befindet sich ein schwarzes Loch mit mindestens 8200 Sonnenmassen. Die Existenz solcher schwarzen Löcher mittlerer Masse galt in der Astronomie lange als ausgemacht. Zuverlässige Beobachtungen dazu hatte es aber bisher nicht gegeben. Der Fund bestätigt außerdem, dass Omega Centauri die Kernregion einer Galaxie ist, die vor Milliarden Jahren von der Milchstraße verschluckt wurde. Ohne seine äußeren Sterne hat sich der Galaxienkern seither kaum weiterentwickelt.

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Gesteinsplaneten könnten bereits bei ihrer Geburt Wasser beherbergen

2023 Markus Nielbock, Giulia Perotti, Thomas Henning

Astronomie Astrophysik

Wasser ist für das Leben zumindest auf der Erde unerlässlich. Daher ist die Frage nach seiner Herkunft auch für die Chance auf Leben auf anderen erdähnlichen Planeten zentral. Durch Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop James Webb haben wir nun Hinweise auf einen Mechanismus gefunden, der potenziell lebensfreundliche Planeten schon während ihrer Entstehung mit Wasser versorgt. Die JWST/MIRI-Daten zeugen von einem beträchtlichen Wasserreservoir im Zentralbereich einer planetenbildenden Scheibe aus Gas und Staub um den jungen Stern PDS 70, wo möglicherweise erdähnliche Planeten entstehen.

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Das exotische Wetter des heißen Jupiter WASP-121 b

2022 Thomas Mikal-Evans

Astronomie Astrophysik

Durch Beobachtungen des Exoplaneten WASP-121 b mit dem Weltraumteleskop Hubble haben wir erstmals die atmosphärischen Bedingungen auf der Nachtseite eines heißen Jupiters im Detail untersucht. Unter Einbeziehung von Messungen der Tagseite ermittelten wir dessen Temperaturschichtung in der Stratosphäre und einen ungewöhnlichen Wasserkreislauf zwischen den beiden Hemisphären. Diese Studie ist ein großer Schritt zur Entschlüsselung der globalen Stoff- und Energiekreisläufe in den Atmosphären von Exoplaneten.

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Rohmaterial für neue Sterne

2021 Syed, Jonas

Astronomie Astrophysik

Aus den Daten der am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) geleiteten THOR-Durchmusterung haben wir in der Milchstraße mit rund 3900 Lichtjahren eine der längsten bekannten Strukturen identifiziert, die fast ausschließlich aus atomarem Wasserstoffgas besteht. Dieses Filament, genannt Maggie, könnte ein Bindeglied in dem Materiekreislauf der Sterne darstellen. Unsere Auswertung deutet darauf hin, dass sich dort lokal das atomare Gas zu molekularem Wasserstoff verbindet. In großen Wolken verdichtet, bilden sich darin letztendlich Sterne.

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Wie man einen Quasar wiegt

2021 Dr. Felix Bosco, Dr. Jörg-Uwe Pott

Astronomie Astrophysik

Wir haben die Leistungsfähigkeit einer neuen Methode zur Bestimmung der Massen von supermassereichen Schwarzen Löchern in Quasaren erstmalig durch Beobachtungen erfolgreich erprobt. Bei dieser Spektroastrometrie misst man Strahlung, die von Gas in der Umgebung der Schwarzen Löcher stammt. Im Vergleich zu anderen Techniken lässt sich die Spektroastrometrie mit modernen Großteleskopen relativ unkompliziert und effizient durchführen. Ihre hohe Empfindlichkeit ermöglicht die Erforschung der Umgebung leuchtkräftiger Quasare und supermassereicher Schwarzer Löcher im frühen Universum. 

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