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Hintergrund

Aus guten Gründen stecken Kunststoffe heute beinahe in allen Dingen, die uns das Leben erleichtern: Computern, Autos und natürlich Verpackungen. Doch weil sie so stabil sind und oft nicht ordentlich entsorgt werden, sammelt sich immer mehr Plastikabfall in den Meeren an. Um das Risiko durch Kunststoffe und mögliche Alternativen zu erforschen, beteiligen Frederik Wurm und seine Mitarbeiter vom Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung am Projekt PlastX.

Plastik – nicht nur Müll

25. April 2017

Aus guten Gründen stecken Kunststoffe heute beinahe in allen Dingen, die uns das Leben erleichtern: Computern, Autos und natürlich Verpackungen. Doch weil sie so stabil sind und oft nicht ordentlich entsorgt werden, sammelt sich immer mehr Plastikabfall in den Meeren an. Um das Risiko durch Kunststoffe und mögliche Alternativen zu erforschen, beteiligen Frederik Wurm und seine Mitarbeiter vom Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung am Projekt PlastX. [mehr]
Könnten Mikroorganismen gegen die Plastikflut im Meer helfen? Ein Beitrag von Friedrich Widdel vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen

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26. April 2017

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Max-Planck-Forum Berlin

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Plastik. Ein Stoff für die Ewigkeit?

  • Datum: 27.04.2017
  • Uhrzeit: 19:00
  • Ort: TAK Theater im Aufbau Haus, Prinzenstr. 85F, 10969 Berlin-Kreuzberg
  • Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft
  • Kontakt: mpgberlin@gv.mpg.de
Plastikmüll ist ein massives Umweltproblem, unter dem vor allem das Ökosystem der Ozeane leidet. Dennoch gibt es bislang wenig gesichertes Wissen über das tatsächliche Ausmaß der Verschmutzung. Ebenso wenig verstanden ist die komplexe Wechselwirkung von Verbraucherverhalten, Markt, Produktion und Recycling in Sachen Plastik. Das Forum diskutiert diese Themen und stellt neue Forschungsansätze zur Lösung des Problems vor.

Mit einem chemischen Experiment, das Karl Ziegler am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim durchführte, begann 1953 das Plastikzeitalter. In einem Weckglas aus der Küche seiner Frau gelang es ihm erstmals, Polyethylen unter Normaldruck zu synthetisieren. Die extreme Haltbarkeit und Flexibilität des neuen Stoffs, gepaart mit geringen Herstellungskosten sorgte für den beispiellosen Siegeszug des Plastik. 1963 erhielt Ziegler zusammen mit Giulio Natta den Nobelpreis.

Die Euphorie ist inzwischen verflogen, denn die Langlebigkeit von Kunststoffprodukten macht diese zu einem massiven Umweltproblem. Mikropartikel von Plastik finden sich inzwischen sogar in der Tiefsee, Plastikmüll bedroht Tiere und das Ökosystem der Ozeane. Dennoch ist das Wissen über die Ausmaße von Plastikmüll in der Umwelt gering. Gleiches gilt für das Verständnis des komplexen Geflechts von Verbraucherverhalten, Markt, Plastikproduktion und Entsorgung.

Die neue Forschungsgruppe PlastX bearbeitet das Thema deshalb interdisziplinär. Chemisch ist die Produktion biologisch abbaubare Kunststoffe zwar möglich – doch liegt hier wirklich der Königsweg? Denn es bedarf auch eines gewandelten Verbraucherverhaltens weltweit und neuer Konzepte bei der Organisation des Abfallmanagements. Das Forum stellt die Ansätze der Forschungsgruppe vor. Wie groß ist das Plastikproblem? Und kann Kunststoff in einer Green Economy zukunftsfähig werden?

Es diskutieren:

Dr. habil. Frederik Wurm. Chemiker und Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz

Dr. Johanna Kramm. Humangeographin und Forschungsgruppenleiterin am Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main

Dr. Carolin Völker. Biologin, Umweltforscherin und Forschungsgruppenleiterin am Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main

Moderation: Volkart Wildermuth, Wissenschaftsjournalist

Eintritt frei

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