Ausgezeichnete Personalpolitik

Max-Planck-Gesellschaft wirbt nach Zertifizierung weiter mit Logo für familienbewusste Organisationskultur

24. Juni 2016

Die Max-Planck-Gesellschaft ist am 23. Juni in Berlin für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden. Nach einem Auditverfahren und der Verständigung auf eine Zielvereinbarung erhielt sie bereits zum vierten Mal seit dem Jahr 2006 das Zertifikat von der berufundfamilie Service GmbH. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung, zu der auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anwesend war, erhielten insgesamt 163 Unternehmen, 110 Institutionen und 24 Hochschulen die Auszeichnung.

Seit 2006 zertifiziert: Martha Rossmayer (zweite von links) nahm für die Max-Planck-Gesellschaft das Zertifikat der berufundfamilie Service GmbH in Empfang. Mit dabei: deren geschäftsführer Oliver Schmitz (rechts) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (links).

Die Max-Planck-Gesellschaft war von Anfang an als komplette Wissenschaftsorganisation mit all ihren Instituten zertifiziert und damit Vorreiterin. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das Audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum Audit.

Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden, damit das Zertifikat gültig bleibt. Die Max-Planck-Gesellschaft und ihre Institute mit rund 22.000 Beschäftigten sind nun zunächst berechtigt, das entsprechende Logo bis 2019 weiter zu verwenden. Man hat sich verpflichtet, die Angebote zur Chancengleichheit und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterzuentwickeln und strebt unter anderem an, die Arbeitskultur an den 83 Max-Planck-Instituten gender- und diversitygerecht auszugestalten. Dazu wurde eigens eine Kommission Chancengleichheit unter der Leitung von Max-Planck-Vizepräsidentin Angela Friederici eingerichtet, die dem Thema intern und extern Aufmerksamkeit verschaffen möchte. 

Flankierend ist eine Fülle möglicher Maßnahmen im Gespräch, die unter anderem die örtlichen Gleichstellungsbeauftragten an den Max-Planck-Instituten bei der Umsetzung familienbewusster Politik stärken soll. Auch in den wissenschaftlichen Sektionen der Max-Planck-Gesellschaft soll die Förderung der Chancengleichheit weiterhin regelmäßig auf der Tagesordnung stehen. Die Ausweitung von Mentoring sowie die Beratung zur Pflege von älteren Angehörigen und  Kooperationen mit internationalen Schulen im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sind weitere Ansatzpunkte für Veränderungen. Sichtbar gemacht werden sollen die individuell in den Max-Planck-Einrichtungen anzupassenden Aktivitäten rund um familienbewusste Personalpolitik im Karrierebereich auf den institutseigenen Webseiten.

sb

Zur Redakteursansicht