MaxPlanckForschung Heft SP/2014

Digitale Welten

Der digitale Zauberlehrling
Vor zwei Jahren ging eine Meldung durch die Medien: Ein Rechner hatte das knifflige Wissensquiz Jeopardy im US-amerikanischen Fernsehen gewonnen. Das wirft Fragen auf: Was können Computer wissen? Wie setzen sie dieses Wissen fĂŒr Sprachverstehen und Dialoge mit Menschen ein? Und: Was lĂ€sst sich dagegen tun, wenn Maschinen ĂŒber einen Nutzer Fakten sammeln, die nicht zu dessen Bestem sind?

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Das Echo des digitalen Gezwitschers
Twitter, Facebook & Co. – soziale Medien beherrschen zunehmend das Internet. Wie aber breiten sich Nachrichten über diese neuen Plattformen aus? Welche Rolle spielt dabei eine kleine Clique von Super-Einflussreichen? Und inwiefern sind die alten Massenmedien auch online ganz vorn mit dabei? Diese Fragen beschĂ€ftigen Krishna Gummadi am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Saarbrücken.

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Der Daten-Schutzmantel
Daten sind der Rohstoff der Informationsgesellschaft. Oft genug aber geraten Unternehmen, die nicht auf umfassende Datenanalysen verzichten wollen, in Konflikt mit dem Datenschutz. Paul Francis, Direktor am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Kaiserslautern, sucht einen Ausgleich zwischen den gegenlĂ€ufigen Interessen. Sein Unternehmen Aircloak spielt dabei eine wichtige Rolle.

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Mit Sicherheit pĂŒnktlich
Wenn ein Computer eine Webseite extrem langsam aufbaut, ist das vielleicht Ă€rgerlich, aber nicht mehr. Wenn jedoch die Elektronik im Auto oder in Flugzeugen nicht absolut pĂŒnktlich Befehle verarbeitet, dann kann das lebensgefĂ€hrlich werden. Unter welchen Bedingungen die dort gefragten Echtzeitsysteme zuverlĂ€ssig funktionieren, untersuchen Björn Brandenburg und sein Team am Max-Planck-Institut fĂŒr Softwaresysteme in Kaiserslautern und SaarbrĂŒcken.

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Ein Weg aus dem inneren GefÀngnis
Die LĂ€hmung beginnt schleichend, doch mit der Zeit erfasst sie den ganzen Körper. Irgendwann können Menschen, die an amyotropher Lateralsklerose erkranken, keinen Muskel mehr bewegen und auch nicht mehr mit ihrer Außenwelt kommunizieren. Forscher um Moritz Grosse-Wentrup suchen am TĂŒbinger Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme nach Wegen, die Betroffenen aus ihrer Isolation zu befreien, indem sie dem Computer beibringen, Gedanken zu lesen.

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Dialog der Maschinen
Damit es im Straßenverkehr sicherer zugeht oder Strom aus regenerativen Quellen optimal genutzt werden kann, sind cyberphysikalische Systeme gefragt. Sie verbinden Fahrzeuge mit Sensoren, die den Verkehr beobachten, und schicken etwa bei Gefahr Bremsbefehle an Autos. Oder sie verteilen den Strom aus vielen Kraftwerken möglichst effizient an die Verbraucher. Rupak Majumdar, Direktor am Max-Planck-Institut fĂŒr Softwaresysteme in Kaiserslautern, entwickelt mathematische Methoden, um die ZuverlĂ€ssigkeit der vernetzten Systeme zu garantieren.

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Bilder nehmen Formen an
Menschen reicht ein zweidimensionales Foto oder ein Film, um ein Gesicht oder einen Körper auch in 3-D zu erfassen. Diese FĂ€higkeit bringen Forscher um Thorsten ThormĂ€hlen am Max-Planck-Institut fĂŒr Informatik in Saarbrücken Computern bei und schaffen so neue Möglichkeiten, Bilder und Filme zu bearbeiten. Auch Anwendungen gibt es schon: einen 3-D-Schminkratgeber und ein Programm, mit dem sich menschliche Körper in Filmen manipulieren lassen.

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Bordcomputer mit 7. Sinn
Notbremssysteme verhindern heute schon manchen Unfall im Verkehr, einen richtigen Überblick über das Geschehen auf der Straße haben elektronische Assistenten aber noch nicht. Das will Bernt Schiele, Direktor am Max-Planck-Institut fĂŒr Informatik in SaarbrĂŒcken Ă€ndern. Er bringt Computern bei, die Wege von Fahrzeugen und FußgĂ€ngern vorauszuahnen.

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Spione im Dienst der Sicherheit
Ob E-Mail-Verkehr oder Onlinebanking, unser Alltag am Computer steckt voller Fallen. Michael Backes, Fellow am Max-Planck-Institut fĂŒr Softwaresysteme in SaarbrĂŒcken, kĂŒmmert sich um solche SicherheitslĂŒcken. Dabei arbeiten er und sein Team mit erstaunlichen Methoden.
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