Das IRAM-Interferometer

In den französischen Alpen, auf dem 2550 Meter hoch gelegenen Plateau de Bure, steht eines der leistungsfähigsten Teleskope für Millimeterstrahlung: das Observatorium des Institut de Radioastronomie Millimétrique, kurz IRAM. In dem deutschfranzösisch-spanischen Gemeinschaftsprojekt sind sechs Radioteleskope, die jeweils einen Durchmesser von 15 Metern haben, zu einem sogenannten Interferometer zusammengeschaltet.

Das IRAM-Interferometer in den französischen Alpen.


Dabei empfängt jede einzelne Teleskopschüssel – aufgrund ihres individuellen Standorts – die Radiowellen aus den Tiefen des Alls zu einem leicht unterschiedlichen Zeitpunkt. Die Signale werden anschließend überlagert, Algorithmen errechnen aus den Differenzen ein hochaufgelöstes Bild des beobachteten Objekts. Astronomen können dadurch tiefer und schärfer ins All blicken als das mit einem einzelnen Teleskop möglich wäre. Bis zum Jahr 2018 soll das Observatorium auf dem Plateau de Bure, das auf deutscher Seite von der Max-Planck-Gesellschaft getragen wird, modernisiert und auf zwölf Teleskope erweitert werden.

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