Gefühle führten zum Erfolg

Max-Planck-Forschungspreis 2007 geht an Ray Dolan und Hans-Christian Pape

20. November 2007

Für ihre Forschungen über Gefühle erhielten der britische Wissenschaftler Ray Dolan und sein deutscher Kollege Hans-Christian Pape von Bundesforschungsministerin Annette Schavan den mit je 750.000 Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreis 2007.

Von links nach rechts: Wolfgang Frühwald, Ray Dolan, Annette Schavan, Hans-Christian Pape und Peter Gruss bei der Verleihung des mit je 750.000 Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreises 2007.

Ray Dolan arbeitet als Professor für Neuropsychiatrie am University College London und gilt als einer der Pioniere der modernen Neuroverhaltensforschung, die mit bildgebenden Verfahren kognitive Abläufe im Gehirn und ihr Zusammenspiel mit Emotionen und Verhalten untersucht. Hans-Christian Pape ist Direktor des Instituts für Physiologie I an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und zählt zu den Spitzenforschern auf dem Gebiet der neurophysiologischen Verhaltensgrundlagen. So hat er molekulare und zelluläre Grundlagen von Furcht und Furchtgedächtnis sowie die Prozesse der Regulierung von Wachzustand und Schlaf bei Tieren erforscht.

Der Max-Planck-Forschungspreis, der internationale Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft, finanziert sich aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Er fördert deutsche und ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus besonders zukunftsträchtigen Fachdisziplinen. Ausgezeichnet werden jeweils ein in Deutschland und ein im Ausland tätiger Forscher, die bereits internationale Anerkennung gewonnen haben und von denen im Rahmen internationaler Kooperationen weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen zu erwarten sind. Der Preis wird im jährlichen Wechsel jeweils in einem Teilgebiet der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Lebenswissenschaften oder der Geisteswissenschaften ausgeschrieben.

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