Ausgezeichnete Personalpolitik

Die Max-Planck-Gesellschaft wurde erneut als Organisation mit familienbewusster Kultur zertifiziert

1. Juli 2019

Die Max-Planck-Gesellschaft ist am 25. Juni 2019 in Berlin erneut für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden. Nach einem 2018 durchgeführten Auditverfahren und der Verständigung auf eine „Selbstverpflichtung Audit“ erhielt sie 2019 bereits zum fünften Mal das Zertifikat von der berufundfamilie Service GmbH. Bei der feierlichen Verleihung, zu der auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey als Schirmherrin über das audit anwesend war, erhielten insgesamt 325 Arbeitgeber, 171 Unternehmen, 131 Institutionen und 23 Hochschulen die Auszeichnung.

Seit 2006 zertifiziert: Martha Rossmayer (vierte von links) nahm aus den Händen von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey für die Max-Planck-Gesellschaft das Zertifikat der berufundfamilie Service GmbH in Empfang. Mit dabei: deren Geschäftsführer Oliver Schmitz (rechts).

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich dem Audit zum fünften Mal in Folge gestellt hat – als komplette Wissenschaftsorganisation mit all ihren Instituten. Damit hat sie nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal. Kriterien für das Audit sind etwa der Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen sowie die systematische Weiterentwicklung von Angeboten oder Programmen. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH alle drei Jahre geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum Audit. Das aktuelle Zertifikat gilt bis 2021.

Damit das Zertifikat gültig bleibt, können nach drei Jahren in einer weiteren Re-Auditierung (Dialogverfahren) weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden, um den hohen Entwicklungsstand der familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik zu pflegen und zu optimieren. Die Max-Planck-Gesellschaft und ihre Institute haben sich verpflichtet, die Angebote zur Chancengleichheit und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterzuentwickeln. Ein Ziel ist dabei, die Arbeitskultur an den 86 Max-Planck-Instituten gender- und diversitygerechter zu gestalten. Weitere Maßnahmen sind die Präsidentenkommission „Chancen“ unter Max-Planck-Vizepräsidentin Angela Friederici, die den Themen interne und externe Aufmerksamkeit verschafft. Ein Talent Gender und Diversity Board, das Entscheidungsgremien in der Max-Planck-Gesellschaft durch interne und externe Expertise bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von gezielten Maßnahmen unterstützen soll. Auch die Zentrale Gleichstellungbeauftragte, die sektionsspezifischen und örtlichen Gleichstellungsbeauftragten sowie der Gesamtbetriebsrat sind in diese Prozesse mit eingebunden.

Einen Schub für die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Chancengerechtigkeit bringt die 2018 gegründete Abteilung „Personalentwicklung & Chancen“. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem der Ausbau des Dual Career Service, um weiterhin im internationalen Wettbewerb um Spitzenwissenschaftler*innen konkurrenzfähig zu bleiben; die Angebote zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Kooperation der Max-Planck-Institute durch externe lokale Bündnissen zu erweitern oder auch verstärkt flexible Arbeitsformen zu fördern und ermöglichen.

Die Max-Planck-Gesellschaft setzt ganz bewusst auf eine familienfreundliche Personalpolitik, um für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auch potenzielle neue Beschäftigte weiterhin ein Top-Arbeitgeber zu bleiben.

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