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Schlagzeilen über jugendliche Gewalttäter scheinen nahezulegen: Die Jugend wird immer brutaler. Tatsächlich begehen Jugendliche mehr Straftaten als Erwachsene. Doch entgegen dem weit verbreiteten Gefühl der Bedrohung, sind heutige Teenager gesetzestreuer als frühere Generationen. Es lohnt sich daher, auf die Zahlen und Fakten hinter den Schlagzeilen zu schauen.

Faktencheck Jugendkriminalität

27. März 2017

Schlagzeilen über jugendliche Gewalttäter scheinen nahezulegen: Die Jugend wird immer brutaler. Tatsächlich begehen Jugendliche mehr Straftaten als Erwachsene. Doch entgegen dem weit verbreiteten Gefühl der Bedrohung, sind heutige Teenager gesetzestreuer als frühere Generationen. Es lohnt sich daher, auf die Zahlen und Fakten hinter den Schlagzeilen zu schauen. [mehr]
Ein 19-Jähriger, der einen Neunjährigen tötet, Amokläufe in Einkaufszentren, Jugendliche, die in Gruppen Passanten in Berliner U-Bahnhöfen in Lebensgefahr bringen. Das Bild, das uns viele Medien von Jugendlichen zeigen, ist oft alarmierend. Dabei ist die Entwicklung der Jugendkriminalität in Deutschland positiv / Eine Nachberichterstattung zum Max-Planck-Forum am 28. März in Berlin

Die Jugend von heute

Ein 19-Jähriger, der einen Neunjährigen tötet, Amokläufe in Einkaufszentren, Jugendliche, die in Gruppen Passanten in Berliner U-Bahnhöfen in Lebensgefahr bringen. Das Bild, das uns viele Medien von Jugendlichen zeigen, ist oft alarmierend. Dabei ist die Entwicklung der Jugendkriminalität in Deutschland positiv / Eine Nachberichterstattung zum Max-Planck-Forum am 28. März in Berlin [mehr]

Max-Planck-Forum Berlin

9110 1487592080

Wächst die Gewalt? Jugendkriminalität im öffentlichen Raum

  • Datum: 28.03.2017
  • Uhrzeit: 19:00
  • Ort: BBAW, Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin-Mitte
  • Raum: Leibniz-Saal
  • Gastgeber: Max-Planck-Gesellschaft
  • Kontakt: mpgberlin@gv.mpg.de
No-go-Areas gibt es in Deutschland zwar noch nicht, doch die zunehmende Gewaltbereitschaft im öffentlichen Raum gibt Anlass zu Sorge. Neue Studien über Polizei und Jugendliche in Deutschland und Frankreich geben Impulse für die aktuelle Debatte.

Wenn Jugendliche kriminell werden, verunsichert das die Öffentlichkeit besonders. Und es scheint, dass deren Straftaten immer brutaler und radikaler werden. No-go-Areas – rechtsfreie Räume, die die Polizei nicht mehr kontrollieren kann – gibt es in Deutschland jedoch nicht. Selbst Problemviertel wie Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln sind nicht mit den Pariser Vorstädten zu vergleichen, wo Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Jugendlichen häufig in Gewalt eskalieren, woraufhin die Probleme der Vorstädte eher noch zunehmen.

Angesichts der Bereitschaft junger Menschen, sich zu radikalisieren, sorgt sich die deutsche Öffentlichkeit jedoch über die Zukunft. Ob die Polizei die innere Sicherheit garantieren kann, gehört aktuell zu den drängendsten Fragen im Land. 

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht widmet sich seit vielen Jahren der Sicherheit und Kriminalität in Deutschland. Bisherige Forschungsergebnisse, wie die deutsch-französische Studie POLIS über Polizei und Jugendliche in multiethnischen Gesellschaften, legen den Schluss nahe, dass die auf Kommunikation und Deeskalation angelegte Strategie der deutschen Polizei langfristig erfolgreich ist. Doch reicht das aus? Und welche Berechtigung haben die derzeit lauter werdenden Klagen über Unsicherheit im öffentlichen Raum wirklich?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Dietrich Oberwittler, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg/Br.

Prof. Dr. Thomas Bliesener, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., Hannover

Prof. Dr. Rita Haverkamp, Stiftungsprofessorin Kriminalprävention und Risikomanagement, Eberhard Karls Universität Tübingen

Norbert Wolf, Vorsitzender der Fachkommission Kriminalpolizei der Deutschen Polizeigewerkschaft und Landesfachkoordinator Kriminalistik/Kriminaltechnik an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Moderation: Nana Brink, Deutschlandradio

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: mpgberlin@gv.mpg.de

 
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