Ein Diamant für die Wissenschaft

Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz konnte dank der großen Unterstützung des Ehepaars Kalkhof-Rose als langjährige Förderer der Max-Planck-Gesellschaft ein neues Labor einweihen.

In den neuen Räumen des Mainzer Instituts stellt ein Team um die Direktorin Tanja Weil gezielt nanoskopisch kleine Diamantpartikel her. Aufgabe ist, diese speziellen Nanodiamanten unter hohem Druck und hoher Temperatur aus Kohlenstoff bestmöglich zu synthetisieren und zu funktionalisieren - mit dem Ziel, sie in der Medizin in der Therapie und Diagnose von Krebserkrankungen nutzen zu können.

Diese Arbeit am Max-Planck-Institut für Polymerforschung hatte Sibylle Kalkhof-Rose (Jahrgang 1925) so sehr überzeugt, dass sie die Forschung von Tanja Weil seit knapp zwei Jahren finanziell unterstützt. "Die Förderung dieser exzellenten Forschung ist etwas Wunderbares und Besonderes. Dadurch lebt auch das Gedenken an meinen Mann weiter, der sich immer stark für die Wissenschaft in Mainz eingesetzt hatte", sagte Sibylle Kalkhof-Rose. Der Chemiker und Unternehmer Walter Kalkhof-Rose war von 1960 bis 1988 Förderndes Mitglied der MPG und pflegte eine enge Freundschaft zu Gerhard Wegner, emeritierter Gründungsdirektor des MPI für Polymerforschung. Gemeinsam hatten sie sich dafür eingesetzt, dass die Polymerforschung als Max-Planck-Institut in den 1980ern in Mainz etabliert wurde.

Die Förderung dieser exzellenten Forschung ist etwas Wunderbares und Besonderes. Dadurch lebt auch das Gedenken an meinen Mann weiter, der sich immer stark für die Wissenschaft in Mainz eingesetzt hatte.

- Sibylle Kalkhof-Rose

Auch für Sibylle Kalkhof-Rose ist die Wissenschaft eine Herzensangelegenheit. Sie führt die Fördernde Mitgliedschaft ihres Mannes seit seinem Tod 1988 fort. Das hohe Engagement des Ehepaars mündete bereits in eine sechsstellige Förderungssumme, die die Projekte in der MPG und damit auch die wissenschaftliche Arbeit des Mainzer Instituts unterstützt. Das neue Labor, das dem Förderehepaar zu Ehren namentlich gewidmet ist, wurde im Januar eingeweiht. Sibylle Kalkhof-Rose nahm persönlich teil und ließ sich mit sichtlich großer Begeisterung die Forschung mit Nanodiamanten erklären.

Die wissenschaftlichen Arbeiten im Kalkhof-Rose-Labor bleiben spannend: Die Diamantpartikel werden zum Beispiel mit einem Biopolymer beschichtet, das ein Krebsmedikament trägt. Diese Wirkstoff-Nanodiamanten sollen in Tumorgewebe eingeschleust werden, dieses für den Mediziner sichtbar machen und die Krebszellen gleichzeitig gezielt angreifen. Ein innovativer Therapieansatz, den die Mainzer Forscher in den nächsten Jahren weiter voranbringen werden.

KF/je

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