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Fördererportrait

Die Ernst Haage-Stiftung ist benannt nach dem 1968 verstorbenen Mülheimer Unternehmer, der durch seine wissenschaftlich-technischen Instrumente und Bauteile eng mit der Forschung der Mülheimer Max-Planck-Institute verbunden war. Das Unternehmen wurde 1932 gegründet. Hier wurden Produkte wie Hochdruck-Kessel gebaut, Ventile und Messgeräte für Forschung und Produktion entwickelt und produziert. Kunden sind die Chemie- und Pharmazieunternehmen, Raffinerien, die Papierindustrie, Laboratorien und Forschungsinstitute.

Der mit 7.500 Euro dotierte Ernst Haage-Preis förderte insbesondere den Nachwuchs. Er zeichnet junge Wissenschaftler und Auszubildende für herausragende Leistungen aus. Mit dem Preis sollen exzellente grundlegende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der chemischen Energiekonversion gewürdigt werden.

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Portrait des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion

Mülheim an der Ruhr ist längst ein Wissenschaftsstandort auf höchstem Niveau in Deutschland. Dies belegt auch die Vielzahl an ausgezeichneten und renommierten Wissenschaftlern, die am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion forschen. Das Institut ist ein junges, zukunftsfähiges Institut, das gerade am Anfang steht. Jedoch bedeutet die Neugründung des Instituts nicht, dass es noch keine Fußstapfen in der Wissenschaftswelt hinterlassen hätte. Vielmehr kann es auf eine forschungs- und erfolgreiche Vergangenheit aufbauen. Was als unabhängige Abteilung des Max-Planck-Institutes für Kohlenforschung begann, ist in nur wenigen Jahren zum eigenständigen MPI mit eigenem Forschungsfokus gewachsen. [mehr]

Projektportrait

Der richtige Riecher für junge Talente

Als kleines Mädchen tobte Ursula Bonnen auf dem Gelände des damaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr herum. Sie lief mit jungen Doktoren um die Wette, die sie später in ihrem Elternhaus als Manager wieder traf  – ihr Vater pflegte diese Kontakte, aus denen er Anregung und Motivation für sein Unternehmen bezog. Dort wurden die Instrumente und Apparate konstruiert, mit denen die Wissenschaftler ihre neuen Ideen weiterentwickeln konnten.

„Das hat mein Leben geprägt“, sagt die fast 87-jährige heute. Und sie hat daraus eine Verpflichtung abgeleitet. Sie gründete eine Stiftung, der sie den Namen ihres Vaters Ernst Haage gab. Seitdem werden jedes Jahr junge Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Forschungsgebiet des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion in Mülheim ausgezeichnet und insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert. „Es macht mich sehr glücklich, dass ich meinem Vater mit diesem Preis ein würdiges Denkmal setzen konnte“, freut sich Ursula Bonnen. Um Bedeutung und Sichtbarkeit des Preises sicherzustellen, hat sich das Stiftungskuratorium immer wieder Gedanken gemacht. Seit 2012 wird deshalb der Preis in drei Kategorien verliehen:

  • In der Kategorie "Ernst Haage-Preis für herausragende Forschungsleistungen" wird der Preis deutschlandweit ausgeschrieben. Nominiert werden können promovierte Wissenschaftler der deutschen Forschungseinrichtungen/Universitäten, die in der Regel nicht älter als 40 Jahre alt sein sollen und noch nicht in einem unbefristeten Anstellungsverhältnis stehen.
  • In der Kategorie "Ernst Haage-Preis für Doktoranden" werden Wissenschaftler ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr am Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion mit herausragenden Leistungen promoviert haben.
  • Aber nicht nur der wissenschaftliche Nachwuchs wird für seine Leistungen honoriert, vielmehr werden auch überdurchschnittliche Ausbildungsleistungen der Auszubildenden gewürdigt. Seit 2009 vergibt die Stiftung deshalb den Auszubildenden-Preis.

Gerade  auch im letztgenannten Bereich hat die Stiftung oft eine glückliche Hand bewiesen: der in im Jahr 2010 ausgezeichneter Physiklaborant Mario Dunsch war kurze Zeit später Prüfungsbester der IHK und schließlich als Landesbester geehrt. Heute studiert er Physik an der Universität Bochum. Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Dezember im Rahmen eines Festaktes am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr statt.

 
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