Prof. (ETHZ) Dr.
Gerald H. Haug
Vita
Geboren am 1968 in Karlsruhe. Diplom in Geologie an der Universität Karlsruhe (1992), Promotion an der Universität Kiel (1995). Anschließend Postdoktorandenaufenthalte bis 1996 am Geomar, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, bis 1997 in der Abteilung für Ozeanografie an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver und bis 1998 an der Woods Hole Oceanographic Institution in Massachusetts, USA. Danach für ein weiteres Jahr Wechsel als Research Assistant Professor an die University of Southern California in Los Angeles. Rückkehr nach Europa als Oberassistent an der ETH Zürich (2000-2002). Dort erfolgt 2002 auch die Habilitation in Geowissenschaften. Von 2003 bis 2007 Professur am Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) und der Universität Potsdam; 2007 Wechsel auf die Professur für Klimageologie an der ETH Zürich. Seit 2015 Direktor der Abteilung Klimageochemie und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Er war von 2020 bis 2025 Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.
Forschungsinteressen
Gerald Haug ist Klimaforscher, Geologe und Paläo-Ozeanograph. Er erforscht die Entwicklung des Klimas der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. Dafür untersucht er Sedimentkerne, die aus dem Grund von Ozeanen und Seen herausgebohrt werden. Die verschiedenen Sedimentschichten geben in ihrer chemischen Zusammensetzung Hinweise auf Klimabedingungen zu der Zeit, in der sich die jeweilige Schicht ablagerte. So rekonstruiert Haug historische Klimabedingungen und deren Veränderung.
Ausgewählte Forschungspreise
Gerald H. Haug ist seit 2023 Auswärtiges Mitglied der Royal Society. 2010 erhielt er den Rössler-Preis der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Drei Jahre zuvor, 2007 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geehrt. Bereits 2001 erhielt er den Albert Maucher-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).