Archiv der Max-Planck-Gesellschaft

Archiv der Max-Planck-Gesellschaft

Das Archiv verwahrt das wissenschaftshistorisch wichtige Schriftgut der 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und zwar nicht nur das seiner Generalverwaltung, sondern ebenso aller Institute und Forschungsstellen. Sein besonderer Schwerpunkt liegt bei den Nachlässen herausragender Persönlichkeiten, die in der KWG/MPG tätig waren. Dieses Archivgut gilt es zu erschließen und dadurch nach Ablauf von Schutzfristen benutzbar zu machen.

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Lesesaal des Archivs der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin.

Das Archiv unterstützt als Dienstleistungsbetrieb seine Besucherinnen und Besucher darin, Wissenschaftsgeschichte zu betreiben sowie Forschungsorganisation und -politik zu analysieren, indem es Dokumente und Auskünfte bereitstellt. Intern arbeitet es als Gedächtnis der Max-Planck-Gesellschaft und recherchiert als Forschungsstätte selbst, um den Präsidenten, die Generalverwaltung und vor allem die Institute im Umgang mit ihrer Geschichte zu beraten. Ebenso arbeitet es an der Vorbereitung von Publikationen und Ausstellungen mit. Das Archiv hilft folglich externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Forschung zu erforschen, und arbeitet selbst vorzugsweise auf dem Gebiet der Personen- und Institutsgeschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft, der Forschungsstrukturen und -disziplinen im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft.

Das Archiv publiziert seine Arbeitsergebnisse in den Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft. Neben diesen Hilfsmitteln für Forscherinnen und Forscher, insbesondere Chroniken, Quelleninventaren, Bibliographien, Mitgliederverzeichnissen oder Bilddokumenten, werden Vorträge in den Dahlemer Archivgesprächen publiziert. Öffentlichkeitsarbeit im Sinne eines Erklärens von erkenntnisorientierter und anwendungsoffener Grundlagenforschung erfolgt ferner durch Vorträge und Kolloquien, durch Archivführungen (gelegentlich ausgedehnt zu wissenschaftshistorischen Spaziergängen durchs deutsche Oxford). Außerdem werden Studenten aller drei Berliner Universitäten in Lehrveranstaltungen in die Techniken der Archivalienauswertung (Historische Hilfswissenschaften der Neuzeit, Archivwissenschaft) und exemplarisch in die Wissenschaftsgeschichte eingeführt.

 

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