Forschungsbericht 2008 - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Güter mit negativem Nutzen: Der Lotteriemarkt in Deutschland

Autoren
Beckert, Jens; Lutter, Mark
Abteilungen

Soziologie des Marktes (Prof. Dr. Jens Beckert)
MPI für Gesellschaftsforschung, Köln

Zusammenfassung
Lotteriemärkte sind umsatzstarke Märkte. Da nur weniger als die Hälfte der Einnahmen als Gewinne verteilt werden, haben Lotterielose einen geringeren erwarteten Nutzen als der Kaufpreis des Loses. Warum spielen dennoch Millionen Menschen Woche für Woche ein Spiel, das sie verlieren?

Im Dezember 2007 erlebte Deutschland ein Lotto-Fieber bislang ungekannten Ausmaßes. Nachdem sich innerhalb mehrerer Wochen ein Jackpot von über 45 Millionen Euro aufgebaut hatte, gewannen schließlich drei Tipper den höchsten Lotto-Jackpot, der jemals in der Bundesrepublik ausgespielt wurde. Zuvor wurden mit jeder Auslosung die Schlangen in den Annahmestellen länger, an einigen Orten die Spielscheine knapp. Die Lotteriegesellschaften verzeichneten in diesen Tagen doppelte Umsätze gegenüber dem Normalgeschäft. Für die Medien wurde die Lottoziehung zur Titelgeschichte.

Unter welchen Gesichtspunkten messen Akteure Gütern einen Wert bei und fragen diese nach? Diese Frage ist ein zentrales Forschungsfeld der Wirtschaftssoziologie. Die Nachfrage auf Lotteriemärkten ist dabei besonders interessant für die Untersuchung von Wertbildungsprozessen auf Märkten, da sie eine Paradoxie kennzeichnet: Einerseits erwartet der Spieler mit dem Kauf eines Loses einen Geldgewinn, andererseits liegt der wahrscheinliche Gewinn bei weniger als der Hälfte des Kaufpreises. Die Teilnahme ist ökonomisch also irrational. Wie kommt es auf diesen Märkten dennoch zu Nachfrage?

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Der deutsche Glücksspielmarkt im Überblick. Quelle: SES Research, zitiert nach Financial Times Deutschland vom 30.7.2006.
Der deutsche Glücksspielmarkt im Überblick. Quelle: SES Research, zitiert nach Financial Times Deutschland vom 30.7.2006.

Glücksspiel ist ein Massenphänomen

Die Spieleinsätze der Deutschen schaffen einen gewaltigen Markt. Die gesamte staatlich konzessionierte Glücksspielwirtschaft verzeichnete im Jahr 2005 Einsätze in Höhe von über 30 Milliarden Euro. Damit hat der Glücksspielmarkt nahezu das dreifache Volumen des deutschen Buchmarktes und fast den Umsatz des Bekleidungsmarktes. Die größten Umsatzanteile liegen zu je etwa einem Drittel bei Spielbanken und den Spielangeboten des deutschen Lotto-Toto-Blocks, zu denen auch das Zahlenlotto gehört, sowie bei Geldspielautomaten und Sportwetten (Abb. 1).

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Etwa jeder fünfte Bundesdeutsche über 18 Jahre spielt regelmäßig Lotto. Unter „regelmäßig“ wird eine Teilnahmefrequenz von mindestens einmal im Monat im letzten Jahr verstanden.
Etwa jeder fünfte Bundesdeutsche über 18 Jahre spielt regelmäßig Lotto. Unter „regelmäßig“ wird eine Teilnahmefrequenz von mindestens einmal im Monat im letzten Jahr verstanden.

Das klassische Lotto, also die Wette „6 aus 49“, ist das populärste aller Glücksspiele. Nach den Ergebnissen einer im Rahmen des Forschungsprojektes in Auftrag gegebenen Umfrage spielen etwa 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal im Jahr Lotto (Abb. 2). Etwa jeder fünfte Bundesdeutsche spielt regelmäßig mindestens einmal im Monat, der Großteil davon wöchentlich. Der monatliche Durchschnittseinsatz liegt bei 16,9 Euro und variiert nach Spielhäufigkeit. So setzen Gelegenheitsspieler etwa 6,1 Euro, monatliche Spielteilnehmer etwa 13,2 Euro und regelmäßige Wochenspieler etwa 30,1 Euro im Monat für die Teilnahme am Lottospiel ein. Auf diese Weise gelangen jede Woche etwa 100 Millionen Euro in die Annahmestellen (Abb. 3).

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Der monatliche Durchschnittseinsatz von 16,9 Euro variiert nach Spielfrequenz. Dargestellt sind die 25%-, 50%- und 75%-Perzentile.
Der monatliche Durchschnittseinsatz von 16,9 Euro variiert nach Spielfrequenz. Dargestellt sind die 25%-, 50%- und 75%-Perzentile.

Wie ist die Nachfrage nach einem Gut zu erklären, das zu Verlust führt?

Die Beliebtheit des Lottos lässt sich zunächst auf einige Merkmale des Spiels selbst zurückführen. Es handelt sich beim Lotto – im Gegensatz etwa zu Sportwetten – um ein reines Glücksspiel, das keine besonderen Fertigkeiten, keine besondere Intelligenz sowie keine sozialen oder kulturellen Geschicke erfordert. Auch ist es gut erreichbar: Ein dichtes Netz von Annahmestellen spannt sich über das Bundesgebiet. Zudem handelt es sich im Vergleich zum Glücksspiel in Spielkasinos und Buchmacherbüros um ein sozial niedrigschwelliges Glücksspiel, das heißt, die Spielmöglichkeit ist an Konsumwaren des täglichen Bedarfs gebunden, die Annahmestellen finden sich an Supermärkten und Kiosken. Ferner findet die Ziehung der Lottozahlen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen statt. Eine weitere Besonderheit der Spielgestaltung liegt in der extremen Differenz von Spieleinsatz und Gewinnsumme. Die Hauptgewinne des Lotto liegen stets im mehrfachen Millionenbereich. Darin unterscheidet sich das Spiel von allen anderen Formen des Glücksspiels. Nur das Lotto bietet die minimale Chance auf einen Maximalgewinn, der für den Großteil aller Spieler eine katapultartige Transformation der materiellen Situation bewirken würde.

Auch für die drei Gewinner des Lotto-Rauschs von 2007 wird der Jackpot von 45 Millionen Euro ein Anreiz gewesen sein. Doch die Aussicht auf den Hauptgewinn ist zweifellos gering. Im statistischen Mittel gewinnt ein wöchentliches Los etwa alle 2,7 Millionen Jahre. Warum beteiligen sich dennoch Menschen an dem Spiel? Was genau erklärt die Nachfrage nach einem offensichtlich verlustbringenden Gut wie dem Lottoschein? Ein Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung hat zur Beantwortung dieser Frage vier Erklärungsansätze auf der Basis von Daten aus einer repräsentativen Telefonbefragung getestet. Der erste Erklärungsansatz begründet die Nachfrage nach Lotterielosen mit Fehleinschätzungen der Spieler im Hinblick auf Gewinnwahrscheinlichkeiten. Im zweiten Ansatz wird die Glücksspielteilnahme als wirtschaftlich zweckrationale Investitionsentscheidung rekonstruiert. Theorien des Spannungsmanagements dagegen erklären die Nachfrage nach Lotterielosen aus der relativen Mangelsituation der Spieler im Verhältnis zu ihrem Anspruchsniveau. Eine vierte Theorie betont den Einfluss sozialer Netzwerkstrukturen bei der Beteiligung an der Lotterie.

Lotteriespieler verhalten sich irrational

Der erste Ansatz geht davon aus, dass die Nachfrage nach Lotterielosen ökonomischer Nutzenmaximierung widerspricht und damit ökonomisch irrational ist. Die exakt bestimmbare Renditeerwartung eines Lottoscheins liegt bei etwa der Hälfte des erbrachten Spieleinsatzes. Akteure verfügen im Prinzip über vollständige Informationen zur Berechnung dieses Wertes. Beteiligen sich Akteure dennoch an der Lotterie, so muss der Kauf eines Loses letztlich auf einer falschen Einschätzung der tatsächlichen Gewinnerwartung beruhen. Aus der Kognitionspsychologie ist bekannt, dass Akteure nur begrenzt rational kalkulieren können. Menschen sind beispielsweise nicht in der Lage, bestimmte Wahrscheinlichkeiten adäquat zu beurteilen. Sie neigen stattdessen dazu, seltene Ereignisse in ihrer Wahrscheinlichkeit zu überschätzen, häufig auftretende Ereignisse dagegen zu unterschätzen. Diese Urteilsverzerrung verstärkt sich in dem Maße, in dem seltenen Ereignissen unverhältnismäßig große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein Beispiel dafür ist die mediale Aufmerksamkeit für Lotteriegewinner. Von den Erfahrungen der allwöchentlichen, millionenfachen Nichtgewinner wird hingegen nicht berichtet. Die verstärkte Wahrnehmung von Geschichten über Lottogewinner führt demnach dazu, dass die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit falsch eingeschätzt wird.

Die Daten aus der Befragung bestätigen diese Theorie. Es zeigt sich, dass Lottospieler, die übermäßig positive Einschätzungen der Gewinnwahrscheinlichkeiten haben, in der Tat häufiger und regelmäßiger spielen. Jedoch lassen sich nur bei 8 Prozent der Lotteriespieler überschätzte Gewinnerwartungen feststellen. Die Mehrheit der Spieler ist sich der extremen Unwahrscheinlichkeit des Lotteriegewinns bewusst. Die Theorie erklärt also lediglich einen kleinen Teil der Spielbeteiligung.

Lotteriespiel als rationale Investition

Der zweite Ansatz versucht die Nachfrage im Lotteriemarkt als wirtschaftlich zweckrationales Handeln zu verstehen. Für fast alle Menschen ist das Lotteriespiel die einzige Möglichkeit, mit legalen Mitteln zu großem Wohlstand zu gelangen. Konsumenten, so die Annahme, haben zunächst Bedürfnisse nach Gütern des Grundbedarfs wie Essen, Kleidung, Unterkunft und einigen weiteren Konsumartikeln. Wenn diese Bedürfnisse befriedigt sind, ist der Nutzen weiterer Güter gleicher Art niedrig. Noch ein Hemd oder ein weiterer Kinobesuch steigern das Nutzenniveau nicht mehr. Sehr wohl würde es jedoch durch Güter gesteigert, deren Kosten weit jenseits des verfügbaren Einkommens liegen und die eine grundlegende Änderung des materiellen Status bedeuten würden. Zum Beispiel wird der Nutzen aus einem eigenen Haus auch nicht teilweise erreicht, wenn nur „etwas“ Geld für den Erwerb vorhanden ist.

Die einzige legale Möglichkeit, solche unteilbaren Güter zu erlangen, deren Kosten jenseits eigener Verdienstmöglichkeiten oder zu erwartender Mittel aus Schenkungen oder Erbschaften liegen, besteht in einem Lotteriegewinn. Da die Ausgaben für das Lotterielos nur kleine Teile des Haushaltsbudgets betreffen und die Akteure keinen weiteren Nutzen erzielen würden, wenn sie diesen Budgetanteil in gewöhnliche Konsumgüter investierten, sind sie bereit, für die minimale Chance auf einen maximalen Gewinn die unfairen Bedingungen des Spiels in Kauf zu nehmen. Unter diesen Annahmen verletzt der Kauf von Lotterielosen nicht die Maximierungsannahme der ökonomischen Theorie: Es bestehen keine oder nur sehr geringe Opportunitätskosten bei den Käufern der Lose, sofern nur ein geringfügiger Teil des Einkommens dafür ausgegeben wird.

Betrachtet man die empirische Verteilung der monatlichen Ausgaben für Lotterielose als Anteil am verfügbaren Nettoeinkommen, so zeigt sich, dass zwar etwa 60 Prozent der Spieler nur einen unbedeutenden Teil ihres Einkommens, der bei unter einem Prozent liegt, für Lotterielose ausgeben. Doch betrachten nur 29 Prozent der Spieler dieses Geld als triviales „Spielgeld“ und nur 9 Prozent als „gut angelegtes“ Geld. Für die Mehrzahl der Spieler müssen offenbar andere Beweggründe als der reine Investivcharakter des Spiels ausschlaggebend sein.

Lotteriespiel als Spannungsmanagement

Der dritte Ansatz erklärt die Nachfrage aus dem subjektiv erlebten Missverhältnis von erstrebtem und tatsächlichem Status. Funktionalistischen Theorien zufolge dient die Glücksspielteilnahme der Kanalisation von Spannungszuständen, die das Individuum in der modernen kapitalistischen Gesellschaft erfährt. So zeichnen sich kapitalistische Gesellschaften einerseits durch disziplinierende Anforderungen wie kontrollierte Ordnung, Routinen und Berechenbarkeit aus, andererseits fordern sie Individuen auf, Risiken einzugehen und unternehmerisch zu handeln. Zudem besteht ein Spannungsverhältnis zwischen einer gesellschaftlich geforderten Wertorientierung – erfolgreich zu sein – und einer zwischen den Gesellschaftsmitgliedern ungleich verteilten Verfügbarkeit der dafür einzusetzenden Mittel. Das Lotteriespiel stellt nun eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit der Entladung solch strukturell induzierter Spannungen dar. Das Glücksspiel hält die Hoffnung bereit, den auferlegten materiellen und sozialen Statusschranken zu entkommen, und kompensiert damit das Gefühl, vom Erfolg abgehängt und vom Wohlstand entkoppelt zu sein.

Die empirische Prüfung im Rahmen des Projekts zeigt, dass die Theorie des Lottospiels als Spannungsmanagement zwar nicht die Teilnahmehäufigkeit, wohl aber die Höhe der Spieleinsätze vorhersagt. So steigt etwa der für das Spielen aufgewendete Anteil des Einkommens einerseits mit sinkendem Einkommen, geringer formaler Bildung und niedrigem Berufsprestige, und andererseits mit dem Grad subjektiv erlebter Eintönigkeit im Berufs- und Alltagsleben, Gefühlen des Benachteiligtseins oder dem Wunsch, die eigene materielle Situation zu verbessern. Spieler kanalisieren ihre Spannungszustände nicht in bedachter, regelmäßiger Spielbeteiligung, sondern impulsiv in Form hoher Spieleinsätze. Doch auch hier gilt, dass die Theorie nur das Verhalten eines Teils der Spieler erklärt. Denn viele Spieler empfinden die Spannungszustände nicht, die Grundlage der Theorie sind. Umgekehrt beteiligen sich nicht alle Menschen, die Spannungszustände erleben, an der Lotterie – eine Kanalisation ist auch durch andere Aktivitäten wie Risikosport oder Videospiele denkbar.

Lotteriespiel als soziales Ereignis

Eine vierte Erklärung des Nachfrageverhaltens führt die Spielmotivation auf den Einfluss sozialer Netzwerke zurück und verweist damit auf die Bedeutung sozialstruktureller Einbettung für das Zustandekommen von Märkten. Etwa ein Viertel der Lotteriespieler in Deutschland teilt sich den Tippschein mit Verwandten, Freunden, Nachbarn oder Arbeitskollegen. Die Gemeinschaft motiviert den Einzelnen möglicherweise, sich am Spiel zu beteiligen. Die Gruppenmitglieder erfahren Geselligkeit und geteilte emotionale Erlebnisse, darüber hinaus stabilisieren sich soziale Kontakte. Diese Effekte ermutigen dann auch solche Personen zur Spielteilnahme, die sich allein nicht am Spiel beteiligen würden. So ist der Manager nicht etwa deswegen Mitglied der betrieblichen Tippgemeinschaft, weil er einen Gewinn erwartet, sondern aufgrund der sozialintegrativen Folgen für das Betriebsklima.

Diese Theorie wird in zweierlei Hinsicht bekräftigt. Zum einen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit regelmäßiger Spielteilnahme signifikant durch die Anzahl der engen Beziehungen, die eine Person zu anderen Lotteriespielern unterhält. Mit jeder weiteren engen Bekanntschaft steigt die Wahrscheinlichkeit um etwa 50 Prozent. Zum anderen spielen Personen in Tippgemeinschaften etwa um das dreieinhalbfache häufiger regelmäßig Lotto als Spieler, die allein spielen. Gleichzeitig verringert das Gemeinschaftsspiel signifikant das Risiko des hohen relativen Spieleinsatzes, was auf den mildernd-restriktiven Einfluss von Gruppennormen auf ihre Mitglieder verweist, die überstürztes Spiel – etwa aus virulent werdenden Spannungszuständen – abzufedern scheinen. Das Umfeld der Spieler erweist sich folglich als bedeutsamer Einflussfaktor zur Erklärung der Lotterielosnachfrage.

Lotteriespiel als „Baugenehmigung für Luftschlösser“

Keiner der vier Ansätze bezieht systematisch eine weitere Qualität von Lotterielosen ein, die für die Spielbeteiligung jedoch von großer Bedeutung ist. Mit dem Los erwirbt der Käufer eine minimale Chance auf einen Gewinn, der ihm unerreichbaren Reichtum bringen würde. Diese Möglichkeit, und ist sie noch so unwahrscheinlich, stellt eine zentrale Attraktion des Lotteriespiels dar. Sie ermöglicht den Spielteilnehmern nämlich das angenehme Eintauchen in Phantasiewelten. 62,5 Prozent der Lottospieler hängen regelmäßig solchen Tagträumen nach. Der Lottoschein ist eine „Baugenehmigung für Luftschlösser“. Hierin liegt auch eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung des Lotteriespiels: Das Eintauchen in Traumwelten ist einerseits eine soziale Praxis, mit der sich die Spieler an mit dem Lotteriegewinn assoziierte materielle Werte anbinden. Andererseits verkörpert das Lotterielos das Versprechen, dass großer Wohlstand letztlich für alle erreichbar ist. Das Lotteriespiel hat somit eine sozialintegrative Funktion.

Dass aufgrund von Tagträumen jedes Jahr allein in Deutschland Milliarden für ein Produkt ausgegeben werden, bei dem allein der Staat und die Annahmestellen sichere Gewinner sind, macht Wirtschaftssoziologen hellhörig. Denn gilt nicht für viele Konsumprodukte, dass die Vorstellung ihres Besitzes solche Tagträume hervorruft und genau diese Phantasien den Kauf motivieren? Liegt hierin möglicherweise die Grundlage für die Erklärung von Nachfrageverhalten weit über das Lotteriespiel hinaus?

Originalveröffentlichungen

1.
J. Beckert, M. Lutter:
Wer spielt, hat schon verloren? Zur Erklärung des Nachfrageverhaltens auf dem Lottomarkt.
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 59(2), 241–271 (2007).
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