Lernen im Labor

Lernen im Labor

Untersuchen, analysieren, pipettieren und interpretieren: Laborantinnen und Laboranten sind ganz nah dran an der Forschung - quasi die linke Hand der naturwissenschaftlich und experimentell arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Fast alle naturwissenschaftlichen Max-Planck-Institute verfügen über Labore für die experimentelle Forschung. Ein Großteil von ihnen bildet aus – zur/zum

  • Biologielaborant/-in
  • Chemielaborant/-in
  • Physiklaborant/-in
  • Fotomedienlaborant/-in.

Die Tätigkeiten der unterschiedlichen Laborantinnen und Laboranten macht sich durchaus an den Inhalten der klassischen Schulfächer fest; so haben Biologielaboranten und -laborantinnen vor allem mit lebenden Organismen zu tun: Sie bereiten Untersuchungen an Versuchstieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen vor und führen sie nach Anleitung durch. Unter dem Elektronenmikroskop vergleichen und prüfen sie die Struktur von Viren oder Bakterien. In biochemischen Versuchen setzen sie Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben in chemischen Lösungen an und testen die Reaktionen. Bei Tierversuchen halten sie Versuchstiere bei Eingriffen fest, entnehmen Blut- und Gewebeproben oder spritzen Medikamente.

Chemielaboranten und -laborantinnen stellen chemische Substanzen her, analysieren Stoffe und trennen Stoffgemische. Sie führen Versuchsreihen durch und werten die protokollierten Ergebnisse aus. Wenn sie Strukturen und Eigenschaften von Stoffen untersuchen, wenden sie unterschiedlichste Verfahren an: Sie machen Analysen unter Berücksichtigung von Volumen, Masse, Konzentration, Druck und der Existenz elektrischer oder magnetischer Felder.

Physiklaboranten und -laborantinnen ermitteln durch Versuche oder Messreihen die Eigenschaften von Werkstoffen und Systemen. Die gewonnenen Ergebnisse dokumentieren, analysieren und interpretieren sie und bereiten sie für Physiker/innen oder Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen auf. Zudem warten sie die technischen Versuchs- und Prozessapparaturen und halten sie instand.

Fotomedienlaboranten und -laborantinnen beherrschen das klassische Laborhandwerk ebenso wie die digitale Bildbearbeitung am Computer. Sie lernen Fotos zu entwickeln mithilfe von Entwicklungsmaschinen, an Minilabs oder auch manuell in chemischen Bädern. Sie fertigen auch Reproduktionen an, scannen Bilder oder Dias ein oder fotografieren sie ab und arbeiten dann Korrekturen und Spezialeffekte ein. Oder sie verknüpfen Bild- und Textmaterial am Bildschirm miteinander und drucken es aus.

In diesen Max-Planck-Instituten finden Sie Ausbildungsplätze:

Biologielaborant/in
MPI für Biochemie, Martinsried
MPI für Evolutionsbiologie, Plön
MPI für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg
MPI für Neurobiologie, Martinsried
MPI für molekulare Physiologie, Dortmund
MPI für Psychiatrie, München
MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden

Chemielaborant/in
MPI für Chemische Energiekonversion, Mülheim a.d. Ruhr
MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg
MPI für Eisenforschung, Düsseldorf
Fritz-Haber-Institut, Berlin
MPI für Kohlenforschung, Mülheim a.d. Ruhr
MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam-Golm
MPI für marine Mikrobiologie, Bremen
MPI für terrestrische Mikrobiologie, Marburg

Physiklaborant/in
MPI für Chemische Energiekonversion, Mülheim a.d. Ruhr
MPI für Kohlenforschung, Mülheim a.d. Ruhr

Fotomedienlaborant/in
MPI für molekulare Physiologie, Dortmund

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