Vita
Jürgen Renn ist Gründungsdirektor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie und leitet die Abteilung Strukturwandel der Technosphäre.
Geboren 1956 in Moers. 1983 Diplom in Physik an der Freien Universität Berlin; 1987 Promotion in Mathematik an der Technischen Universität Berlin. Von 1986 bis 1992 war Jürgen Renn Mitarbeiter und Mitherausgeber der Collected Papers of Albert Einstein; 1989-1992 Assistant, später Associate Professor für Physik, Philosophie, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie an der Boston University; 1993 Simon Silverman-Gastprofessor in Wissenschaftsgeschichte an der Universität Tel Aviv; 1993-1994 Gastprofessor für Philosophie an der ETH Zürich. 1994 gründete er das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und leitete bis 2023 die Abteilung Strukturwandel von Wissenssystemen. Seit 1996 Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2005 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina; seit 2006 Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte an der Freien Universität Berlin.
2018 wurde er zum Fellow der American Association for the Advancement of Science ernannt. 2019 wurde er zum korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und 2021 zum Foreign Associate in der Klasse für physikalische, mathematische und Naturwissenschaften am Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arte in Venedig gewählt. Seit 2024 ist er Mitglied der Anthropocene Working Group, eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die sich mit der Erforschung des Anthropozäns als geologischer Zeiteinheit befasst. 2025 wurde er in die acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften aufgenommen.
Im Jahr 2022 wurde er zum Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie berufen, das auf einem Konzept basiert, das aus seinen gemeinsam mit einem weltweiten Forschungsnetzwerk durchgeführten Forschungen zum Anthropozän hervorging.