Anerkennung hoch drei für Max-Planck

Forschungsrat ERC vergibt Advanced Grants von jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro

27. April 2021

Von 40 vergebenen Grants für Deutschland freuen sich eine Forscherin und zwei Forscher der Max-Planck-Gesellschaft über die hochdotierte Förderung. In der aktuellen Antragsrunde hat der Europäische Forschungsrat (ERC) 209 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Advanced Grants ausgezeichnet. Bis zu jeweils 2,5 Millionen Euro versetzen sie und ihre Teams in die Lage, ihren als exzellent eingestuften Projektideen nachzugehen.

Freuen sich über Forschungsförderung in Millionenhöhe (im Uhrzeigersinn): Marina Bennati, MPI für biophysikalische Chemie, Didier Stainier, MPI für Herz- und Lungenforschung, und Johann Anton Zensus, MPI für Radioastronomie, sind die Advanced Grantees 2020 der MPG.

Bei der Verleihung sagte Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Bildung, Kultur und Jugend: „Die Vergabe von mehr als 200 ERC Advanced Grants in wissenschaftlichen Schlüsselbereichen wird dazu beitragen, unsere wissenschaftlichen Forschungs- und Innovationskapazitäten zum Nutzen aller EU-Bürgerinnen und -Bürger zu stärken.“ Besonders hob sie den ansteigenden Frauenanteil unter den Grantees hervor: „Ich freue mich auch darüber, dass sich mehr Frauen um diese prestigeträchtigen Finanzhilfen bewerben und sie auch gewinnen."

So ist seit Beginn des Programms Horizont 2020 der Anteil der Frauen unter den Avanced Grantees gestiegen, von etwa 10 Prozent im Jahr 2014 auf über 22 Prozent im Jahr 2020. In der aktuellen Runde hatten Forscherinnen 22 Prozent der Anträge eingereicht; 23 Prozent der Finanzhilfen wurden an Frauen vergeben, darunter auch eine Wissenschaftlerin der Max-Planck-Gesellschaft:

Bereich Lebenswissenschaften 

Bereich Chemie, Physik, Technik 

Im Deutschlandvergleich belegt Max-Planck mit 3 Grants zusammen mit der TU München (3 Grants) den zweiten Platz hinter der Leibniz-Gemeinschaft mit 4 Grants. Danach folgen jeweils die Universität Hamburg, Universität Bochum, die Humboldt-Universität Berlin, Heidelberg und die Universität Köln mit jeweils 2 Grants.

Insgesamt verteilen sich die Förderpreise auf 14 europäische Staaten. Mit 40 bewilligten Grants liegt Deutschland auf Platz zwei – hinter dem Vereinigten Königreich (51 Grants). Danach folgen Frankreich (22 Grants), Niederlande (17 Grants), Schweiz (12) und Österreich (12 Grants).

Über 2.600 Forschungsanträge erreichten den ERC in der jüngsten Runde für Advanced Grants – acht Prozent wurden bewilligt. Alleiniges Auswahlkriterium ist dabei wissenschaftliche Exzellenz. Der ERC stellte dafür 504 Millionen Euro bereit.

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