Sechs ERC Consolidator Grants für Max-Planck
Erfolgreichste deutsche Einrichtung – europaweit auf Platz fünf
Auf den Punkt gebracht
- Sechs Wissenschaftler*innen der Max-Planck-Gesellschaft erhalten in diesem Jahr einen ERC Consolidator Grant.
- Die Projekte stammen unter anderem aus den Bereichen Astronomie, Materialforschung, Teilchen- und Gravitationsphysik sowie Kognitions- und Neurowissenschaften. Die CPTS-Sektion ist dabei besonders erfolgreich: Fünf der sechs Grants entfallen auf sie.
- Europaweit wurden 349 von 3121 eingereichten Anträgen bewilligt – die Max-Planck-Gesellschaft belegt im Ranking der gastgebenden Einrichtungen Platz fünf.
Die meisten geförderten Vorhaben kommen aus dem Vereinigten Königreich (66 Grants), gefolgt von Deutschland (58), den Niederlanden (40), Spanien (26) sowie der Schweiz und Frankreich (jeweils 25). Angeführt wird das Ranking der Host Institutions vom französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS) mit 13 Grants, gefolgt von der University of Oxford mit 11 Grants. Dahinter folgen die Universität Zürich, die Universiteit van Amsterdam und die University of Cambridge. Wie im Vorjahr gingen 38 Prozent der Grants an Wissenschaftlerinnen.
Die folgenden sechs Max-Planck-Forschenden werden in den kommenden fünf Jahren mit bis zwei Millionen Euro gefördert:
Chemie, Physik, Technik (CPTS)
- Paul Mollière, MPI für Astronomie – entwickelt neue Modelle und Analyseverfahren, um die dreidimensionen Strukturen und Dynamiken in Exoplanetenatmosphären aus Beobachtungsdaten zu rekonstruieren.
- Yu Ogawa, MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung – erforscht, wie Pflanzen Zellulose auf molekularer Ebene herstellen, um diesen Prozess im Labor nachzubilden.
- Karoline Schäffner, MPI für Physik — arbeitet an neuartigen Nachweistechniken für das Dunkle Materie-Experiment COSINUS.
- Marius Wiesemann, MPI für Physik — befasst sich mit innovativen Berechnungsmethoden, mit denen sich Teilchenkollisionen mit hoher Präzision simulieren lassen.
- Miguel Zumalacarregui, MPI für Gravitationsphysik — will die Theorie und die Werkzeuge entwickeln, die für die Analyse von abgelenkten Gravitationswellen und die Auswertung ihrer vielfältigen wellenoptischen Eigenschaften erforderlich sind.
Geistes- und Sozialwissenschaften (GSHS):
- Lars Meyer, MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften — erforscht neuronale Mechanismen der Sprachverarbeitung.
Hintergrund: ERC Consolidator Grants
Die ERC Consolidator Grants richten sich an Forschende, deren Promotion sieben bis zwölf Jahre zurückliegt. Die Förderung beträgt bis zu zwei Millionen Euro für maximal fünf Jahre. Insgesamt wurden in dieser Ausschreibungsrunde 728 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat vergeben.












