Positiver Trend bei der Berufung von Wissenschaftlerinnen hält an
Die Max-Planck-Gesellschaft unternimmt vielfältige Anstrengungen, um mehr Chancengleichheit zu erreichen und dabei insbesondere mehr Frauen in wissenschaftliche Leitungspositionen zu berufen
Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich selbst hohe Ziele gesteckt: Bis 2030 soll der Anteil von Wissenschaftlerinnen in Führungspositionen jährlich um einen Prozentpunkt steigen. Darüber hinaus soll durch Neuberufungen sichergestellt werden, dass es an allen Max-Planck-Instituten zukünftig mindestens eine Direktorin gibt.
Die Zahlen für 2025 können sich sehen lassen: Auf der Ebene der Direktorinnen (W3) sowie der unabhängigen Forschungsgruppenleiterinnen (W2) werden die Ziele deutlich übertroffen. So konnte der Frauenanteil auf der W3-Ebene auf 26,1 Prozent und damit deutlich über die avisierten 22,8 Prozent gesteigert werden. Und auch für die unabhängigen Forschungsgruppenleiterinnen wurde mit einem Wert von 43,7 Prozent das selbst gesteckte Ziel von 41,3 Prozent übertroffen.
Mindestens eine Direktorin an jedem Institut
Auch dem Ziel, bis 2030 an jedem Max-Planck-Institut mindestens eine Direktorin zu haben, kommt die Max-Planck-Gesellschaft näher. Ende 2025 war dies bereits bei 68 Prozent aller Max-Planck-Institute der Fall. Das ist ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Oder um es in der Besetzungsquote für 2025 auszudrücken: Von neun berufenen Direktoren und Direktorinnen waren vier weiblich und fünf männlich, was eine Quote von 44,4 Prozent bedeutet. Die Besetzungsquote gibt an, in welchem Verhältnis die offenen Positionen mit Frauen besetzt werden konnten.
Mit einem Wissenschaftlerinnen-Anteil von 36 Prozent auf W2/W3-Ebene liegt Max-Planck mittlerweile auf dem ersten Platz bei den deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen und auch über dem Schnitt der Universitäten.
Auf der Gruppenleitungsebene unter W2 war 2025 ein Anstieg des Frauenanteils um 1,2 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent zu verzeichnen. Hier gibt es noch etwas Luft nach oben – die avisierte Marke liegt bei 27,1 Prozent.
Bei den Nachwuchswissenschaftlerinnen ist der Frauenanteil seit Jahren relativ konstant und zeigt nur geringfügige Veränderungen: 2025 gab es bei den Doktorandinnen einen Aufwuchs von 42,4 Prozent (2024) auf 43,1 Prozent (2025), bei den Postdoktorandinnen entwickelte von 35 Prozent (2024) auf 36,6 Prozent (2025).
Ein zentrales Programm, um den Frauenanteil auf der wissenschaftlichen Führungsebene zu steigern, ist das Lise-Meitner-Exzellenzprogramms (LME) ein. Insgesamt wurden über 40 exzellente Wissenschaftlerinnen berufen. Aus deren Reihen konnten bislang zwei Max-Planck-Direktorinnen berufen sowie sieben, nach positiver Tenure Track-Evaluation, als unabhängige Forschungsgruppenleiterinnen verstetigt werden.













