Japan

Japan

Enge Verbündete in der Spitzenforschung

Japan genießt als Forschungsstandort sehr hohes Ansehen und ist seit langem ein starker und zuverlässiger Partner der Max-Planck-Gesellschaft. Die bilateralen Kooperationen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Und sie werden durch gemeinsame Initiativen in der Grundlagenforschung weiter ausgebaut, beispielsweise durch die Einrichtung von Max Planck Centern und Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Japan investiert weltweit mit am meisten in Forschung und Entwicklung: Beim Vergleich der Bruttoinlandsprodukte liegt das Land auf Rang drei hinter den USA und China. Über einen Kooperationsvertrag bestehen besonders intensive Beziehungen mit der führenden japanischen Forschungseinrichtung RIKEN, die 1917 nach dem Vorbild der damaligen Kaiser Wilhelm Gesellschaft, der Vorgängerin der Max-Planck-Gesellschaft, gegründet wurde.

Kooperation mit RIKEN

Die Max-Planck-Gesellschaft ist seit über 30 Jahren durch einen Kooperationsvertrag mit der führenden japanischen Forschungseinrichtung RIKEN verbunden. Der aus dem Jahr 1984 stammende Vertrag wurde 2010 von den damaligen Präsidenten Peter Gruss und Ryōji Noyori erneuert. Sie verstärkten damit die erfolgreichen und vertrauensvollen Beziehungen zwischen den beiden Organisationen, die gezielt auf strategisch wichtigen Gebieten kooperieren.

Zeremonie zur Eröffnung der 100-Jahr-Feier RIKENs in Tokyo mit rund 600 Gästen. Ansprache RIKEN-Präsident Matsumoto, rechts das Kaiserpaar und die vier Ehrengäste (v.l.n.r.: MEXT Minister Matsuno, Minister for Special Missions Tsuruho, Max-Planck-Präsident Martin Stratmann, Japan Business Federation Vice Chairman Uchiyamada).

Drei Max Planck Center in Japan

Max Planck-RIKEN Center for Systems Chemical Biology

2011 wurde das Max Planck-RIKEN Center for Systems Chemical Biology gegründet. Das Gründungsteam des Centers bilden die Max-Planck-Direktoren Herbert Waldmann (Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie) und Peter Seeberger (Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung) sowie die beiden führenden RIKEN-Forscher Hiroyuki Osada und Naoyuki Taniguchi (RIKEN-Advanced Science Institute, Antibiotic Lab). [Mehr]

Max Planck-UBC-UTokyo Centre for Quantum Materials

Beitritt der University of Tokyo zum Max Planck-UBC-UTokyo Centre for Quantum Materials im April 2019.
Das Max Planck-UBC-UTokyo Centre for Quantum Materials wurde ursprünglich als Kooperation zwischen dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Direktor Bernhard Keimer, und der University of British Columbia (Andrea Damascelli) 2012 etabliert. Die University of Tokyo (Atsushi Fujimori) trat im Februar 2017 als dritter Partner bei. [Mehr]

Max Planck-RIKEN-PTB Center for Time, Constants and Fundamental Symmetries

Mit dem 2019 eingerichteten Max Planck-RIKEN-PTB Center for Time, Constants and Fundamental Symmetries hat die Max-Planck-Gesellschaft zum ersten Mal ein Center gegründet, das nicht nur einen ausländischen Partner, die japanische Forschungsorganisation RIKEN, sondern zugleich einen deutschen Partner, die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt (PTB), einbezieht. [Mehr]

Kooperation mit der University of Tokyo

Seit mehreren Jahren verstärkt die Max-Planck-Gesellschaft die Zusammenarbeit mit japanischen Top-Universitäten, die in der direkten Projektkooperation der Max-Planck-Institute zunehmend an Bedeutung gewinnen. Seit April 2019 unterhält die Max-Planck ein Abkommen mit der University of Tokyo, dessen besonderer Fokus auf wechselseitiger Mobilität und Nachwuchsgewinnung liegt. Vereinbarungen mit weiteren japanischen Top-Hochschulen sind in Vorbereitung.

Zur Redakteursansicht