Hierarchien werden flacher. Strukturreform und kollegiale Leitung

1973

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Original 1510749043
Foto: Reger Austausch einiger MPI-Direktoren in München, © Blachian/MPG.
Foto: Reger Austausch einiger MPI-Direktoren in München, © Blachian/MPG.

Die Strukturreform von 1973 brachte ein größeres Mitbestimmungsrecht der Mitarbeiter und setzte die Änderungen der Satzung, die schon 1964 stattgefunden hatte, durch. Sukzessive wurde die neue Klausel nun auch in den Satzungen der Institute verankert. Sie erhob die Abteilungsleiter zu Direktoren, was ihrer wissenschaftlichen Leistung entspricht. Strukturell fand die MPG damit zu einer mehr demokratisch ausgerichteten Form, denn die Abteilungsdirektoren eines Instituts sind seitdem gleichgestellt und wechseln sich in der Geschäftsführung des Instituts in regelmäßigem Turnus ab. Die Änderung brachte damit eine administrative Korrektur des Harnack-Prinzips, das als wichtigster Grundsatz der Gesellschaft gelten darf und noch aus der Gründungszeit der KWG stammt: Es bestimmt die Förderung besonders kreativer und innovativer Forscher und ihrer auch quer zum etablierten Forschungskanon liegenden Ideen.

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