Die Gründung der heutigen Max-Planck-Gesellschaft

1948

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Foto: Gründung der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen, Archiv der Max-Planck-Gesesellschaft.
Foto: Gründung der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen, Archiv der Max-Planck-Gesesellschaft.

Das „Kameradschaftshaus“ der Aerodynamischen Versuchsanstalt der KWG (AVA) in Göttingen wurde am 26. Februar 1948 zur Wiege der modernen MPG. Zwei Tage vorher war die erste, nur in der britischen Zone gültige Max-Planck-Gesellschaft aufgelöst worden, um der Neugründung Platz zu machen. Das Amt des Präsidenten übernahm der Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn. Göttingen bildete in dieser Zeit ein Zentrum von Forschung und Verwaltung der KWG: Schon in den letzten Kriegsjahren waren vier Institute und die Generalverwaltung in ehemalige Räume der AVA nach Göttingen ausgelagert worden. Die AVA hatte sich, massiv finanziell gefördert durch den NS-Staat, seit 1933 zu einer militärisch bedeutenden Großforschungseinrichtung entwickelt. Sie wurden deshalb nach 1945 in großen Teilen demontiert, so dass Räume frei wurden. Die MPG wurde wegen des Besatzungszustands jedoch zunächst nur für die britische und amerikanische Zone gegründet. In ihnen befanden sich 29 Institute der KWG, die nun in die neue Gesellschaft eingingen. Erst nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 traten auch die fünf Institute der französischen Zone bei. Das alte Kameradschaftshaus dient heute den Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation als Kantine.

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