Die Gedenkfeier für Fritz Haber

1935

Foto: Fritz Haber, Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.

Der Chemiker und Nobelpreisträger Fritz Haber war für seine Zeitgenossen einer der wichtigsten Protagonisten der deutschen Forschung. 1933 legte er angesichts der antisemitischen Agitation nach 20jähriger Direktorentätigkeit unter Protest sein Amt als Institutsdirektor nieder und starb als gebrochener Mann 1934 in Basel. Ein Jahr später veranstaltete die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Chemischen und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft im Harnack-Haus eine Gedenkveranstaltung zu Ehren Habers. Die Nationalsozialisten bestellten Präsident Planck ins Ministerium. Minister Rust traute sich jedoch nicht, die Veranstaltung zu verbieten, untersagte aber allen Professoren und Beamten die Teilnahme. An ihrer Stelle erschienen deren Ehefrauen, ausländische Diplomaten, Journalisten und Fördernde Mitglieder der Gesellschaft.

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