Entlassung jüdischer Wissenschaftler aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten

1933

Foto: Gedenktafeln für während des "Dritten Reichs" vertriebene Wissenschaftler im MPI für medizinische Forschung Heidelberg, Foto: David Ausserhofer.

Im Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Innerhalb weniger Wochen verwandelte die NSDAP mit breiter Unterstützung der Bevölkerung Deutschland in einen antisemitischen „Führerstaat“, der seine Gegner radikal verfolgte. Im April 1933 wurde das „Gesetz zur Wiedereinführung des Berufsbeamtentums“ erlassen als Grundlage, Mitarbeiter mit jüdischem Familienhintergrund aus staatlichen Stellen zu vertreiben. Auch in der KWG begann eine Entlassungswelle nachdem Plancks Audienz bei Hitler gescheitert war. Insgesamt entließ die KWG 126 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 104 Wissenschaftler. Einige von ihnen konnten ihre Karrieren im Ausland fortsetzen, andere verloren durch die Emigration ihre Existenzgrundlage und scheiterten bei dem Versuch im Ausland Fuß zu fassen. Vier der Vertriebenen wurden in Konzentrationslagern ermordet.

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