Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

1911

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Foto: Konstituierende Sitzung im großen Sitzungssaal der Königlichen Akademie der Künste in Berlin, Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.
Foto: Konstituierende Sitzung im großen Sitzungssaal der Königlichen Akademie der Künste in Berlin, Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.

Am 11. Januar 1911 fand in der Berliner Akademie der Künste die konstituierende Sitzung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft e.V. statt. Anwesend waren 83 stimmberechtigte Mitglieder des neuen Vereins, dessen Gründerliste sich wie ein Auszug aus dem „Who is Who“ der deutschen Industrie und Forschung liest. Schon einige Monate zuvor hatte der Kaiser anlässlich des 100. Geburtstags der Berliner Universität die Gründung angekündigt. Die neue Gesellschaft sollte die Arbeit der Universitäten und Akademien durch naturwissenschaftliche Forschung ergänzen und so Deutschland international konkurrenzfähig halten. Mit Adolf Harnack wurde ein einflussreicher Wissenschaftsmanager und Forscher als Präsident berufen. Der Kaiser selbst fungierte als Schirmherr, was der neuen Einrichtung ein hohes Prestige verlieh und zahlreiche potente Spender anzog, darunter viele aus dem jüdischen Bürgertum. Als Emblem wählte man die Minerva: Die römische Göttin der Wissenschaft verkörpert Weisheit, Tapferkeit und Ausdauer.

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