Fall der Mauer und Sofortprogramm für Wissenschaftler in Ostdeutschland

1989

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Foto: Reliefabbildung des geteilten Deutschland, Wikicommons.
Foto: Reliefabbildung des geteilten Deutschland, Wikicommons.

Als am 9. November 1989 die Mauer fiel, hatte das auch Folgen für das deutsche Wissenschaftssystem. Die MPG startete ein Sofortprogramm, um zeitlich befristete Forschungsstellen einzurichten und den Austausch von Wissenschaftlern anzuregen. Ein halbes Jahr nach dem Mauerfall traf sich der „Wissenschaftsgipfel“ der beiden deutschen Staaten in Bonn. Gekommen waren der Forschungsminister der BRD Heinz Riesenhuber und sein Amtskollege aus der DDR Frank Terpe. Sie berieten über die Zukunft des Wissenschaftsbetriebs in einem gesamtdeutschen Staat mit dem Ergebnis in Zukunft eine „einheitlich Forschungslandschaft“ aufzubauen „mit den Elementen, die die Bundesrepublik Deutschland heute kennzeichnen“. Die MPG begann daraufhin mit der Gründung neuer Institute im Ostteil Deutschlands. Der Großteil der Forschungseinrichtungen der DDR wurde in der Folge des Einigungsprozesses Teil der Leibniz-Gemeinschaft. Die Grundsätze des Wissenschaftsgipfels wurden auch im deutschen Einigungsvertrag festgeschrieben, der am 3.10.1990 in Kraft trat.

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