Begeistert durch die Forschung

Der Max-Planck-Gesellschaft bescheinigt Reinhard Pöllath gerne einen "Ruf wie Donnerhall". Dabei geht ihm selbst der beste Ruf voraus, und er setzt ihn unermüdlich für die Wissenschaft ein. Sein Engagement, seine Umsicht, seine Kontakte sind grundlegend für den Erfolg der Max-Planck-Förderstiftung (MPF), deren Gründung er 2005 zusammen mit Stefan von Holtzbrinck ermöglichte.

Er ist der Motor der Stiftung, beharrlich und ideenreich treibt er ihre Arbeit voran. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Unternehmer Hermann Neuhaus sein millionenschweres Vermächtnis der Max-Planck-Förderstiftung anvertraute – Basis für die erfolgreiche Arbeit der Stiftung.

Doch damit nicht genug: Mit seiner Begeisterung für die Wissenschaft reißt er andere mit und gewinnt weitere bedeutende Mäzene. Einziger Satzungszweck der Max-Planck-Förderstiftung ist, die Max-Planck-Gesellschaft zu fördern und so deren wissenschaftliche Autonomie und Innovationskraft zu sichern. Aus der Max-Planck-Förderstiftung und ihren vier Treuhandstiftungen werden wissenschaftliche Projekte von Max-Planck-Forschern finanziert. Schnell und flexibel springt die Stiftung ein, wenn es notwendig ist. „Nix zu danken. MPG ist unser einziger Daseinszweck“, heißt es bescheiden bei RP, wie er überall genannt wird.

Nix zu danken. MPG ist unser einziger Daseinszweck.

- Reinhard Pöllath

Reinhard Pöllath, gebürtig aus Marktredwitz in Oberfranken, ist bei allem Erfolg als gefragter Wirtschaftsanwalt bodenständig geblieben. Seine Eltern führten eine Schreinerei, die sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie befand. Pöllath studierte Jura, qualifizierte sich als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und absolvierte an der Harvard Law School seinen Master-Studiengang. 1997 gründete er die Kanzlei P+P Pöllath + Partners, die in München, Berlin und Frankfurt vertreten ist. Pöllath spezialisierte sich auf die Beratung von Familienunternehmen, Unternehmenskauf, Nachfolge und Ver-mögen, internationales und deutsches Steuerrecht, Stiftungen und Trusts sowie Pro-Bono-Aktivitäten.

Die Liste der Menschen, die ihm vertrauen, sucht in Deutschland ihresgleichen: seien es die Familien Quandt, Otto oder Herz, die Firmen Beiersdorf, Escada oder Erben der WAZ-Gruppe – diese und noch viele mehr schätzen ihn als Fachmann und Ratgeber mit gesundem Menschenverstand. So wundert es nicht, dass Pöllath durch sein breites Netzwerk Freunde für die Max-Planck-Förderstiftung finden konnte. Er schafft ein regionales Netzwerk von Unterstützern, mit seinem Gesicht verbindet man die Stiftung.

Dabei ist dies nicht sein einziges sozial- und gesellschaftspolitisches Engagement: Pöllath ist Gründer und Förderer der Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe (Vergabe von Mikrokrediten), der Stiftung ex Oriente (Förderung von internationalen Beziehungen zwischen Deutschland, Osteuropa sowie Ostasien, insbesondere China), der Korea-Stiftung (für die Annäherung von Menschen über kulturelle, politische und gesellschaftliche Grenzen hinweg). Er engagiert sich ferner für die Beiersdorf-Unna-Stiftung und ist Mitglied des Vorstands der Stiftung Nobelpreisträgertreffen Lindau. Anlässlich seines 60. Geburtstages erreichte die Max-Planck-Gesellschaft bei der International Astronomical Union, dass der Asteroid 7448 nach Reinhard Pöllath benannt wurde: Er wurde am Tag vor seiner Geburt entdeckt.

hy/tk

Zur Redakteursansicht