Die MS Wissenschaft legt ab

Das Ausstellungsschiff widmet sich dem Thema des Wissenschaftsjahres „Medizin der Zukunft“
 

7. Mai 2026

Auf den Punkt gebracht

  • MS Wissenschaft: Das Ausstellungsschiff startet am 7. Mai in Berlin mit einer Mitmach-Ausstellung zum Thema „Medizin der Zukunft“ und tourt bis zum 30. September durch 36 Städte in Deutschland, Polen und Österreich.
  • Exponate: Insgesamt 29 Exponate von deutschen Forschungseinrichtungen zeigen, wie neue Technologien, insbesondere künstliche Intelligenz, die Medizin verändern werden.
  • Max-Planck-Institute: Drei Max-Planck-Institute präsentieren innovative Projekte, wie den Elderbot zur Unterstützung älterer Menschen und die Spiele-App BrainExplorer zur Erforschung von Hirnfunktionen.

„Leinen los für die Zukunft“ heißt es auch in diesem Jahr, wenn die MS Wissenschaft wieder zu ihrer Tour startet. An Bord hat das umgebaute Binnenschiff eine Mitmach-Ausstellung zum Thema „Medizin der Zukunft“, die am 7. Mai von Forschungsministerin Dorothee Bär in Berlin eröffnet wurde und in den nächsten Monaten 36 Städte in Deutschland, Polen und Österreich ansteuern wird. Abschluss ist am 30. September in Wien. Die Schau greift das Thema des diesjährigen Wissenschaftsjahrs auf, das die deutschen Forschungseinrichtungen auf Initiative des Forschungsministeriums in ganz Deutschland gemeinsam gestalten.

29 Exponate haben die deutschen Forschungseinrichtungen in diesem Jahr für die gemeinsame Ausstellung entwickelt. Beteiligt sind Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und DFG-geförderte Projekte, sowie zahlreiche Hochschulen. Die Ausstellung zeigt, dass in der Medizin neue Technologien eine wichtige Rolle spielen werden, allen voran künstliche Intelligenz. Sie wird künftig weder aus dem Operationssaal, noch aus der Orthopädie wegzudenken sein. Die Ausstellung ist „eine interaktive Reise in die Medizin der Zukunft“, pointierte Bundesforschungsministerin Bär und hob die Bedeutung der gendergerechten Medizin hervor, über die man auch in der Ausstellung etwas lernen kann. Außerdem gebe es „beim Thema Prävention viel Luft nach oben“, so die Ministerin. 

Was das konkret heißt, zeigen die interaktiven Exponate unter anderem mit Blick auf Lebensstil, Ernährung und eine gesunde Umgebung. An einem überdimensionalen Brettspiel können Besucher die gesunde Stadt der Zukunft entwerfen, an anderen Stationen kann man Medikamente an einem künstlichen Organ testen oder seinen Herzschlag mit einer Kamera messen und neueste Forschungsmethoden zu Krankheiten wie Demenz, Diabetes oder Endometriose erkunden.

Drei Max-Planck-Institute sind mit an Bord

Zu den Leihgebern gehört auch das Max-Planck-Institut Bildungsforschung, das mit dem Elderbot ein digitales Gegenüber präsentiert, das vor allem älteren Menschen hilft, ihre kommunikative Kompetenz zu trainieren und wieder fit für menschliche Begegnungen zu werden. Viele ältere Menschen trauen sich häufig keine sozialen Kontakte mehr zu. Diese sind jedoch ein wichtiger Faktor, um mental gesund zu bleiben. Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen ist mit der Spiele-App Brain-Exporer dabei. Mit ihr kann jeder beim Gaming seine eigenen Hirnfunktionen testen, zum Beispiel zu Entscheidungsverhalten. Die so gewonnenen Daten helfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Forschung über Gehirn und Lernen. Auch das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie beteiligt sich als Partner einer Forschungskooperation, die neue Methoden entwickelt, Arzneimittel gezielt in den Körper zu bringen und damit deren Effizienz zu erhöhen.

Eine Ausstellung für Schulklassen und Familien

Kuratiert wurde die Ausstellung vom Team der Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD), die von den deutschen Forschungseinrichtungen getragen wird, um die Wissenschaft  an die Öffentlichkeit zu bringen. Peppig und benutzerfreundlich gestaltet von der Leipziger Agentur Kocmos ist die Ausstellung insbesondere für Jugendliche ab 12 Jahre geeignet und richtet sich insbesondere an Schulklassen und Familien. Bis zum 30. September wird das Schiff auf Havel, Oder, Rhein, Donau und anderen Wasserstraßen in Deutschland, Österreich und Polen unterwegs sein und dabei 36 größere und kleinere Städte anlaufen. Die Ausstellung ist täglich von 10  bis 18.30 Uhr geöffnet. Ergänzend gibt es ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm sowie zahlreiche Workshops. Der Eintritt ist frei.

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht