Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Wirtschaft, Gesellschaft, Politik – diesen drei Themenfeldern widmen sich die wissenschaftlichen Arbeiten am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Im Sinne anwendungsoffener Grundlagenforschung soll eine empirisch fundierte Theorie der sozialen und politischen Grundlagen moderner Wirtschaftsordnungen entwickelt werden, wobei sich die Forscherinnen und Forscher insbesondere für die Zusammenhänge zwischen ökonomischem, sozialem und politischem Handeln interessieren. So erforschen sie zum Beispiel, wie Märkte und Wirtschaftsorganisationen in historisch-institutionelle, politische und kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind, wie sie entstehen und wie sich ihre gesellschaftlichen Kontexte verändern.

Kontakt

Paulstr. 3
50676 Köln
Telefon: +49 221 2767-0
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Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):
IMPRS on the Social and Political Constitution of the Economy

Abteilung Die Politische Ökonomie von Wachstumsmodellen mehr
Abteilung Soziologie des Marktes mehr
Was unsere Güter wertvoll macht
In unserer Wirtschaftsordnung wird die Symbolbedeutung der Waren zunehmend Grundlage für die Nachfrage mehr
Viermal erfolgreich
Jeweils zwei Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten am 19. März 2018 den Leibniz-Preis in Berlin mehr
Nur wer wählt, zählt?
Die politischen Entscheidungen des Bundestags sind systematisch zulasten der Armen verzerrt mehr
„Europa ist eine Wette…“
…und die kann schiefgehen. Fritz W. Scharpf, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, übt fundamentale Kritik an der Währungsunion. Und skizziert im Interview einen möglichen Ausweg. mehr
Töten für den Lifestyle
In Südafrika werden jeden Tag drei Nashörner getötet, ihr Horn auf dem internationalen Markt illegal verkauft mehr
Max-Planck-Wissenschaftler kooperieren mit Partnern in mehr als 110 Ländern dieser Erde. Hier schreiben sie über persönliche Erlebnisse und Eindrücke. Marcin Serafin studierte an der Universität in Warschau Soziologie. Für seine Doktorarbeit ging er an eine Max Planck Research School und genoss dort die Möglichkeit, sich komplett auf diese Aufgabe zu konzentrieren – das sei ein großer Unterschied zu den Arbeitsbedingungen eines Doktoranden in Polen.
Die Abgrenzung ist alles andere als einfach: Seit 2012 widmet sich das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln dem Themenfeld „Illegale Märkte“. Doch nicht überall sind Herstellung, Vertrieb und Konsum gleichermaßen kriminell wie bei Drogen oder Kinderpornografie. Wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden um Direktor Jens Beckert forschen zu Produktfälschungen in Argentinien, zum Abbau und Handel mit Diamanten in Sierra Leone, zum Handel mit Rhinozeroshorn und zu Finanzmarktkriminalität – ein Blick auf ein innovatives, wirtschaftssoziologisches Projekt.
Im Rahmen der internationalen Ausweitung von Finanzmärkten hatten Mikrokredite die Hoffnung geweckt, die Armut im „globalen Süden“ einzudämmen und Frauen zu emanzipieren. Doch leider ist keine positive Wirkung der Mikrofinanz nachzuweisen, im Gegenteil: Die Disziplinierung der Armen und die Abschöpfung von Mehrwert haben zugenommen. Zudem hat der Mikrofinanzsektor eine Reihe verheerender Krisen ausgelöst. Unser Autor erklärt, warum wir nicht mit mehr Schulden mehr soziale Gerechtigkeit schaffen werden.
Interview mit Wolfgang Streeck, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, über das Spannungsverhältnis von demokratischer Politik und kapitalistischer Wirtschaft.
Begräbniswald statt Friedhof, Urne statt Eichensarg oder ein Grabstein „Made in India“ – die Bestattungskultur in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten vielfältig geworden. Standesgemäß gediegene Beerdigungen nach althergebrachtem Muster sind aus der Mode gekommen.
Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Ökonomisierung ist ein historischer Basisprozess, der die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Staat, Gesellschaft und Individuen seit den 1970er-Jahren tiefgreifend veränderte. Privatwirtschaftliche Akteure gewannen an politischer Macht und jenseits der Wirtschaft breiteten sich ökonomische Kategorien, Selbstverständnisse, Zielsetzungen und Instrumente aus. Nur wenn wir derartige historische Basisprozesse kennen, können wir die treibenden Kräfte der Gegenwart verstehen und ermessen, welche Möglichkeiten es gibt, zukünftige Entwicklungen zu beeinflussen.

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Das Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung kann auf eine lange Tradition der Forschung über die europäische Integration und über die europäischen Währungsordnungen zurückblicken. Die Europaforschung am MPIfG verbindet die Analyse von Mehrebenensystemen mit den Einsichten der Vergleichenden Politischen Ökonomie in die Eigenlogiken der Produktions- und Verteilungsregime, die in der EU und der Eurozone zu finden sind. Wie lässt sich auf dieser Basis die Eurokrise beurteilen und welche Lösungsansätze lassen sich ableiten? mehr
2008 implodierte der Markt für verbriefte Wertpapiere US-amerikanischer Hypothekendarlehen. Die notwendigen Wertberichtigungen und fällige Zahlungen aus Kreditversicherungen erschütterten das Finanzsystem. Warum erkannten Ökonomen die Vorzeichen der dann einsetzenden weltweiten Finanzkrise nicht? Die Rationalitätsannahmen der ökonomischen Theorie scheitern an der Komplexität der Wirklichkeit. Erwartungen lassen sich nicht als rational verstehen, sondern sind kontingente Imaginationen der Zukunft. Solche „fiktionalen“ Erwartungen spielen eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Dynamik. mehr
Niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank, massenweise Kreditangebote im Internet, Null-Prozent-Finanzierungen im Handel: Für Privatpersonen war es selten so leicht, einen Kredit aufzunehmen. Warnungen vor einem Konsumrausch und möglichen Kreditblasen ignorieren jedoch die Komplexität des Phänomens. Eine Politische Ökonomie der Privatverschuldung schafft Abhilfe. mehr

Der Kurze Marsch in den Kapitalismus

2014 ten Brink, Tobias
Sozialwissenschaften
China hat in den vergangenen vierzig Jahren in einer rasanten Aufholjagd zu den Industrienationen aufgeschlossen. Heute ist die Volksrepublik die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Wie kam es zu diesem Wirtschaftsboom, und welche Faktoren können zur Destabilisierung des chinesischen Erfolgsmodells führen? mehr
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