Sind Fakten in einer von Populismus und Krisen gebeutelten und durch neue Medien beschleunigten Gesellschaft noch etwas wert? Olaf Kramer beschreibt die unterschiedlichen Positionen von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft im polarisierten Diskurs und warum Wissenschaft heute anders kommuniziert werden muss.
Um ein Haar wäre Luisa Pallares Juristin geworden. Aber sie hat sich dann doch für eine Laufbahn als Biologin entschieden. So kann sie sich mit grundlegenden Fragen der Evolution und Genetik beschäftigen. Seit 2022 leitet sie eine Forschungsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft in Tübingen.
Welche Umgebungen helfen uns, entspannt, leistungsfähig und gesund zu sein? Das untersuchen Simone Kühn und ihr Team am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin im Rahmen eines noch jungen Forschungsfeldes, den Umweltneurowissenschaften. Sie messen Stressreaktionen, testen die kognitive Leistungsfähigkeit, scannen Gehirne und befragen Testpersonen. So wollen sie herausfinden, wie unsere Umgebung uns beeinflusst.
Psychiatrische Erkrankungen kündigen sich häufig bereits mit subtilen Veränderungen im Körper an, bevor erste äußerliche Symptome auftreten. Die in den medizinischen Untersuchungsdaten verborgenen Hinweise sind jedoch mit herkömmlichen Analysen nicht zu entdecken. Nikolaos Koutsouleris am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München setzt daher auf künstliche Intelligenz. Zusammen mit einem internationalen Forschungsteam entwickelt er ein digitales Abbild des menschlichen Gehirns. Es soll dabei helfen, psychiatrische Erkrankungen früher zu erkennen und zielgerichteter zu behandeln.
Windräder können sich gegenseitig den Wind klauen. Denn direkt hinter einem Windrad ist die Luftströmung turbulent und enthält weniger Energie. Das wird bei der Planung von Windparks zwar bereits berücksichtigt, doch neue Erkenntnisse wie die von Claudia Brunners Team am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen könnten helfen, die Verluste weiter zu minimieren. Die Untersuchungen knüpfen an die Anfänge der Strömungsforschung in Göttingen an, die zur Gründung des Instituts vor 100 Jahren führten.
Satte Farben, extrem scharfe Bilder, niedriger Energieverbrauch: Organische Leuchtdioden haben in mobilen und hochwertigen TV-Geräten neue Standards gesetzt. Doch die Technik ist noch nicht perfekt. Probleme bereiten vor allem die blau leuchtenden OLEDs. An ihrer Verbesserung forscht ein Team um Paul Blom, Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, und um den Gruppenleiter Gert-Jan Wetzelaer. Ihr Ziel: hocheffiziente, druckbare OLEDs.
Max-Planck-Forschende kooperieren mit Partnern in mehr als 120 Ländern. Hier schreiben sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Nathalie Feiner vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön ist für zwei Monate ans Mittelmeer gereist. Sie untersucht Mauereidechsen, die auf vielen Inseln des toskanischen Archipels vorkommen. Auf der Suche nach unerforschten Populationen lässt sich die reptilienbegeisterte Biologin selbst von Quallen nicht aufhalten.