Jahrbuch 2013

Filterung nach Instituten

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Vererbungsprozesse mitochondrialer Krankheiten aufdecken

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Freyer, Christoph; Cree, Lynsey M.; Mourier, Arnaud; Stewart, James B.; Koolmeister, Camilla; Milenkovic, Dusanka; Wai, Timothy; Hagström, Erik; Chatzidaki, Emmanouella E.; Wiesner, Rudolph; Samuels, David C.; Larsson, Nils-Göran; Chinnery, Patrick F.
Wenn Mitochondrien nicht richtig funktionieren, kann das für die betreffende Person Stoffwechselstörungen bedeuten, da Mutationen der mitochondrialen DNA (mtDNA) Muskelschwäche, neurodegenerative Erkrankungen, Herzprobleme und Diabetes verursachen können. Zudem werden Mitochondrien mit dem Alterungsprozess in Verbindung gebracht. In der hier vorgestellten Studie zeigen Wissenschaftler der Abteilung Mitochondriale Biologie, dass innerfamiliäre Unterschiede im Mutationsgrad mitochondrialer Gene sogar schon weitgehend vor der Geburt der Mutter selbst bestimmt werden. mehr
Lebensformen entwickeln sich durch sukzessive Lebensphasen. Gene und Umwelt bestimmen ihre Lebensdauer. Über die molekularen Mechanismen, die die Regulation der Lebensphasen mit der Kontrolle über die Lebensdauer verbinden, war bislang wenig bekannt. Am Beispiel des Rundwurms Caenorhabditis elegans konnte nun gezeigt werden, dass die Lebensspanne von Vielzellern über Elemente einer „Entwicklungsuhr“ an die Keimdrüsen gekoppelt ist. Dabei bewirkt ein Signal aus dem Fortpflanzungssystem, dass der gleiche molekulare Schalter zum Einsatz kommt wie bei der zeitlichen Steuerung der Larvenstadien. mehr
Die Erforschung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Verhalten und in der Physiologie von Menschen und Menschenaffen verhilft zu einem immer besseren Verständnis der menschlichen Evolution. Forscher der Abteilung Primatologie am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchen anhand von Verhaltensbeobachtungen und der Messung physiologischer Parameter im Urin frei lebender Menschenaffen, wie sich Konkurrenz und Kooperation auf die Exkretion verschiedener Hormone auswirken. mehr
In den Jahren nach der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1910/11 wurden ihre ersten Institute eingerichtet oder in die Gesellschaft aufgenommen. Das Archiv der MPG steht mit seiner Quellenüberlieferung zur Geschichte der Gesellschaft, ihrer Institute und Mitglieder den Instituten als Partner für Jubiläen zur Verfügung und publiziert in seinen Veröffentlichungsreihen entsprechende Darstellungen. Vorausetzungen sind kontinuierliche Übernahme, dauerhafter Erhalt und Erschließung von Archivbeständen, ein komfortabler Zugang zu den Quellen und kompetente Beratungstätigkeit der Archivare. mehr
Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben zum ersten Mal die Ausrichtung der magnetischen Felder in riesigen Wolken aus Gas und Staub in einer fernen Galaxie gemessen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Magnetfelder eine entscheidende Rolle bei der Lenkung von Materie spielen, um dichte Wolken zu bilden, und damit die Bühne für die Geburt neuer Sterne. mehr

In welchen Galaxien existieren im frühen Universum Schwarze Löcher?

Max-Planck-Institut für Astronomie Jahnke, Knud; Inskip, Katherine J.; Rix, Hans-Walter; van de Ven, Glenn
Mithilfe neuester Technologie und anspruchsvollen Datenanalysewerkzeugen hat ein Team des MPI für Astronomie eine neue leistungsstarke Technik entwickelt, mit der sich die Masse einer Galaxie in einer Entfernung von rund neun Milliarden Lichtjahren zur Erde ermitteln lässt, in der sich ein aktives, extrem massereiches zentrales Schwarzes Loch befindet. Diese bahnbrechende Methode verspricht einen neuen Ansatz zur Erforschung der gemeinsamen Entwicklung von Galaxien und ihren zentralen Schwarzen Löchern, die typischerweise auf Massebestimmungen beruht. mehr
Bei der Kollision von Neutronensternen, den extrem kompakten Überresten ausgebrannter und kollabierter Sterne, entsteht aus zwei leichten Sternen ein schwerer. Das neu geborene Schwergewicht vibriert heftig und sendet dabei charakteristische Raumzeit-Schwingungen aus. Modellrechnungen am Max-Planck-Institut für Astrophysik zeigen nun, wie solche Signale genutzt werden können, um die Größe von Neutronensternen zu bestimmen und damit mehr über das exotische Innenleben dieser Objekte zu erfahren. mehr
Die bekannten Millennium-Simulationen erscheinen nun in einem ganz neuen Licht: Das Millennium-Observatorium-Projekt vereint die detaillierten Vorhersagen kosmologischer Simulationen mit einem virtuellen Observatorium um synthetische astronomische Beobachtungen zu erzeugen. Astronomen können mit diesen virtuellen Beobachtungen die rein theoretischen Daten in exakt der gleichen Art und Weise analysieren wie reine Beobachtungsdaten. Das Team erwartet, dass die Vorzüge dieser Herangehensweise die Kollaboration zwischen theoretischen und beobachtenden Astronomen bereichern wird. mehr