MaxPlanckForschung 3/2026

Zur Sache

Informationsfreiheit als Garant liberaler Demokratien
Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat Anfang Juli beschlossen, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) grundlegend zu reformieren. Die angekündigten Veränderungen beschränken die Auskunftsrechte von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Bundesinstitutionen weitgehend. Das Autorenteam führt aus, dass dies einer Abschaffung der Informationsfreiheit nahekommt und sich dadurch die im europäischen und internationalen Vergleich bereits jetzt defizitäre Rechtslage in Deutschland weiter verschlechtert.

Besuch bei

Besuch bei Natalia Borrego
Sind soziale Spezies intelligenter? Und wie genau organisieren Raubtiere ihr Zusammenleben in Gruppen? Solchen Fragen geht die Löwenforscherin Natalia Borrega am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz nach. Um ihren Wissensdurst zu stillen, legt die Amerikanerin den Großkatzen GPS-Halsbänder um – und bereist den afrikanischen Kontinent, um vor Ort allerlei über deren Sozialverhalten herauszufinden.

Biologie und Medizin

Ein bisschen Frieden
Als „Die Hippies unter den Menschenaffen“ (Die Welt) und „Affen im Garten der Lüste“ (Süddeutsche Zeitung) sind Bonobos schon bezeichnet worden, weil sie so friedfertig scheinen und Sex zur Lösung von Konflikten einsetzen. Barbara Fruth und ihr Team vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz erforschen seit vielen Jahren das Sozialleben der Menschenaffen. Dabei haben sie entdeckt, dass es auch bei den Bonobos zu Ausbrüchen von Gewalt kommen kann.

Biologie und Medizin

Mechanik des Lebens
Am Anfang ist das Leben äußerst empfindlich. Schon die Kräfte, die während der Entwicklung eines Embryos wirken, können die präzise Koordination bei der Formgebung gefährden. In einem interdisziplinären Team haben Matthias Häring und Fred Wolf, Wissenschaftler an der Georg-August-Universität Göttingen und am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, untersucht, wie Gewebe in einem Embryo mit mechanischen Kräften umgeht. Eine wichtige Rolle spielen dabei Mechanismen, die in der Biologie vom Hörsinn bekannt sind.

Material und Technik

Geballte Ladung
Leistungsfähige und kostengünstige Stromspeicher sind entscheidend, damit die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen wie Windkraft und Photovoltaik umgestellt werden kann. Daher sind Batterien Gegenstand der Hightech-Strategie der Bundesregierung, und weltweit – auch an verschiedenen Max-Planck-Instituten – versuchen Forschende, mehr aus Batterien herauszuholen und ganz neue Konzepte zu entwickeln.

Kultur und Gesellschaft

Film-Arbeit
Filme erzählen nicht nur Geschichten, sie spiegeln auch gesellschaftliche Vorstellungen von Wirklichkeit. Wie Frauen bei der Arbeit auf der Leinwand inszeniert werden, erforscht Tanja Michalsky mit ihrem Team an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom. Wie sich gesellschaftliche Vorstellungen und Machtverhältnisse dabei selbst in kleinsten Details zeigen? Ein Blick hinter die Kulissen.

Post aus

Post aus Gunjur, Gambia
Max-Planck-Forschende kooperieren mit Partnern in mehr als 120 Ländern. Hier schreiben sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Giacomo Costalunga, Doktorand am Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz in Seewiesen, reist jedes Jahr nach Westafrika, wo er das Gesangsverhalten von Nachtigallen studiert. Im Rahmen des Bridging-Minds-Förderprogramms hat er dort auch eine Summer School zur experimentellen Bioakustik für afrikanische Studierende mitorganisiert.
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