MaxPlanckForschung 3/2025

Zur Sache

Bildung kann das Rentensystem stabilisieren
Um den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen, wurde seitens der Politik bisher vor allem darauf gesetzt, die Geburtenrate zu steigern. Leider ohne nennenswerten Erfolg. Auch die Forschung hat bisher keine Antwort auf die Frage, wie man Menschen dazu bewegen kann, mehr Kinder zu bekommen. Es gibt aber eine andere Stellschraube, mit der man die negativen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Renten begrenzen kann: eine bessere Bildung.

Besuch bei

Besuch bei Dennis Gaitsgory
Auf höchstem Niveau Mathematik zu betreiben, das ist mehr Berufung als Beruf. Dennis Gaitsgory ist jahrzehntelang seiner mathematischen Intuition gefolgt und hat gemeinsam mit Kollegen die geometrische Langlands-Vermutung bewiesen – eine immense wissenschaftliche Leistung, für die er nun mit dem Breakthrough Prize in Mathematics ausgezeichnet wurde.

Umwelt & Klima

Appgeblüht
Gänseblümchen, Butterblume, Löwenzahn. Sehr viel weiter reicht die botanische Artenkenntnis vieler Menschen heute nicht mehr. Doch eine App schafft Abhilfe. Flora Incognita liefert innerhalb von Sekunden den korrekten Namen nahezu jeder Pflanze, auf die man in Mitteleuropa treffen kann. Jana Wäldchen vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena ist an der Entwicklung der KI-gestützten App maßgeblich beteiligt, mit der sich auch wichtige Daten zum Zustand der Natur gewinnen lassen.

Kultur & Gesellschaft

Die Zukunft im Visier
Was führt zu kriminellem Verhalten? Am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg untersucht ein Team, wie virtuelle Realität dabei helfen kann, Straftaten zu verhindern. Seine Erkenntnis: Der Blick in die Zukunft entscheidet.

Physik & Astronomie

Seltene Erde
Gibt es in den Weiten des Weltalls einen Planeten wie unseren – nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu heiß, nicht zu kalt, aus Gestein und mit einer Atmosphäre, die Leben ermöglicht? Laura Kreidberg und ihr Team am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg suchen mit dem James Webb-Weltraumteleskop nach einer zweiten Erde. Am überraschendsten ist, was sie dabei nicht finden.

Material & Technik

Avatare auf Augenhöhe
Konferenzen und geschäftliche Besprechungen verursachen beträchtliche CO2-Emissionen, wenn die Teilnehmenden per Flugzeug anreisen. Digitale Konferenzen mit realistischen Avataren im virtuellen Raum könnten da Abhilfe schaffen. Damit dies mit einem Headset im Homeoffice klappt, perfektionieren Forschende des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken die digitale Vermessung von Menschen und trainieren damit eine künstliche Intelligenz.

Post aus

Post aus Ouagadougou, Burkina Faso
Max-Planck-Forscher arbeiten mit Partnern in mehr als 120 Ländern zusammen. Hier berichten sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Jason Hendry, Malariaforscher am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, berichtet über eine zweiwöchige Reise nach Burkina Faso. Er sucht mit Forschenden des Institut de Recherche en Sciences de la Santé (IRSS) nach Wegen, um die Ausbreitung von Malariaerregern zu verhindern, die gegen Medikamente resistent sind.
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