Jahrbuch 2016

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Wie sich komplexe, aber stereotype Gewebe durch lokales Wachstum, Differenzierung und Regeneration formen, ist eine in der Biologie ungeklärte Frage. Um diese Zusammenhänge aufzuklären, muss man verstehen, wie die Verhaltensweisen von Einzelzellen auf Populationsebene koordiniert werden und die Populationsdynamik an die Gewebearchitektur gekoppelt ist. Die Aufklärung solcher Regulationsprinzipien wird die Entwicklung von Stammzellen-Therapien und wirksamen Behandlungsansätzen zur Verlangsamung von Alterungsprozessen und Vermeidung altersabhängiger Krankheiten wie Krebs weiter voranbringen. mehr
Der Mikronährstoff Selen ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung. Als die Menschen vor etwa 60.000 Jahren aus Afrika auswanderten, siedelten sie sich in Regionen mit sehr unterschiedlichen Selenniveaus an. Forscher der Abteilung für Evolutionäre Genetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie haben Belege dafür gefunden, dass menschliche Populationen, die in Räumen mit unzureichenden Mengen an Selen in der Nahrung leben, Anzeichen von Anpassung in Genen aufweisen, die Selen benötigen oder regulieren. mehr
Das Jahr 2015 brachte gravierende personelle Veränderung und zugleich eine Verjüngung im archivfachlichen Bereich mit sich. Die Neubesetzung der Hälfte der Archivarsstellen (Stellvertretung und Archivar des gehobenen Dienstes) erwies sich als Chance, Zuständigkeiten zu verändern und interne Abläufe zeitgemäß zu organisieren. mehr

Erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs liefert den fernsten Wetterbericht aller Zeiten

Max-Planck-Institut für Astronomie Crossfield, Ian; Biller, Beth; Schlieder, Joshua; Deacon, Niall; Bonnefoy, Mickaël; Buenzli, Esther; Henning, Thomas; Brandner, Wolfgang; Goldman, Bertrand; Kopytova, Taisiy; Mancini, Luigi; Cicer, Simon; Bailer-Jones, Coryn A. L.
Astronomen haben die erste Detailuntersuchung von Atmosphäreneigenschaften eines Braunen Zwergs (Mittelding zwischen Stern und Planet) veröffentlicht: die erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs überhaupt – das Analogon einer Wetterkarte – sowie Messungen, die Atmosphäreneigenschaften in unterschiedlichen Höhenlagen erfassen. Die Ergebnisse läuten eine neue Ära der Erforschung Brauner Zwerge ein, in der Astronomen Modelle für die Wolkenbildung auf diesen Gebilden (und später auch auf riesigen Gasplaneten) anhand von Beobachtungen überprüfen können. mehr
Ein Astronomenteam unter der Leitung von Khee-Gan Lee vom MPI für Astronomie hat die erste dreidimensionale Karte aus der stürmischen Jugend unseres Universums rekonstruiert: aus einer Zeit ganze drei Milliarden Jahre nach dem Urknall. Die Forscher verwendeten eine neue Technik analog zur Computertomographie der Mediziner: Mithilfe des Lichts entfernter Hintergrundgalaxien durchleuchteten sie den Kosmos und rekonstruierten seine 3D-Struktur. Die so geschaffene Karte zeigt einen Ausschnitt aus dem „kosmischen Netz” aus dunkler Materie und Gas, das die größten Strukturen im Universum bildet. mehr
Neueste Computersimulationen in drei Dimensionen nähern sich einer Antwort auf die jahrzehntealte Frage wie massereiche Sterne als Supernovae explodieren. Bereits Mitte der 1960er Jahre wurde vorgeschlagen, dass Neutrinos dabei eine zentrale Rolle spielen, weil der neu entstehende Neutronenstern im Zentrum eines sterbenden Sterns diese in riesiger Zahl abstrahlt. Doch erst jetzt, mit den stärksten verfügbaren Supercomputern, konnten die Wissenschaftler zeigen, dass dieser neutrinogetriebene Explosionsmechanismus tatsächlich funktioniert. mehr

Was die Röntgenemission von Galaxien und Galaxienhaufen verrät

Max-Planck-Institut für Astrophysik Anderson, Michael E.; Gaspari, Massimo; White, Simon D. M.; Wang, Wenting; Dai, Xinyu
Durch die Kombination der Daten von 250.000 einzelnen Objekten ist es einem vom Max-Planck-Institut für Astrophysik geleiteten Wissenschaftlerteam zum ersten Mal gelungen, die Röntgenemission einheitlich für Objekte zu messen, deren Massen von Milchstraßen-ähnlichen Objekten bis hin zu mächtigen Galaxienhaufen reichen. Die Ergebnisse sind überraschend einfach und geben neue Einsichten, wie die gewöhnliche Materie heute im Universum verteilt ist und wie diese Verteilung durch den Energieeintrag von galaktischen Kernen beeinflusst wird. mehr
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