MaxPlanckForschung 2/2026

Zur Sache

Die vielen Krisen der Demokratie
Die Zahl der Menschen, die in liberalen Demokratien leben, nimmt ab. Und der Zustand der verbleibenden Demokratien ist fragil, nicht zuletzt weil viele Bürgerinnen und Bürger die Politik und die Parteien kritisch sehen. Steffen Mau, Direktor am Max-Planck-Institut für Politik und Sozialwissenschaft in Göttingen, analysiert die vielfältigen Gründe dafür und gibt Hinweise, wie Demokratien ihre Attraktivität bewahren oder zurückerlangen können.

Besuch bei

Besuch bei Peter Falkai
Als Student wollte Peter Falkai den menschlichen Geist erforschen. Als Wissenschaftler hat er sich dann der Erforschung einer Erkrankung des Geistes verschrieben: der Schizophrenie. Dabei lässt er sich nur selten aus der Ruhe bringen. Seit 2024 ist er Ärztlicher Leiter der Forschungsklinik sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.

Physik und Astronomie

Wenn die Sonne ernst macht
Polarlichter sind die schöne Seite des Weltraumwetters. Doch es gibt im Sonnensystem auch Unwetter. Die Sonne kann Teilchenstürme entfesseln, die auf der Erde erhebliche Schäden an technischer Infrastruktur verursachen. Fachleute des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung wollen auch mithilfe neuer Teleskope besser verstehen, warum unser Stern alle elf Jahre besonders aktiv ist. Ihr Ziel ist nicht zuletzt, Sonnenstürme frühzeitig vorherzusagen.

Material und Technik

"Die Grundlagen der KI-Systeme sind wackelig"
KI-Agenten haben sich rasant entwickelt und sind inzwischen erstaunlich gut, etwa in der Kommunikation oder Softwareprogrammierung. Krishna Gummadi, Direktor am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Saarbrücken, erläutert, was KI-Agenten ausmacht, und äußert sich zu den Vorteilen, die sie für den Menschen haben, sowie zu den Risiken, die sie für die Gesellschaft darstellen.

Biologie und Medizin

Schrecklicher Cocktail
Manche Fadenwürmer machen sich das molekulare Waffenarsenal von Bakterien zunutze und töten und konservieren damit ihre Beute. Helge Bode und sein Team am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg haben die Abwehrstoffe der Mikroben analysiert und dabei viele Anwendungsmöglichkeiten für die Substanzen entdeckt: Als umweltverträgliche Pflanzenschutzmittel oder Schreckstoffe könnten sie etwa Felder vor Schädlingen schützen oder Malariamücken fernhalten.

Kultur und Gesellschaft

Recht ungewöhnlich
Ist der Pflichtteil bei einer Erbschaft noch zeitgemäß, wer haftet für Klimaschäden, und braucht das Recht Skandale, um sich weiterzuentwickeln? Forschende am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht denken das Recht voraus – wie einst Institutsgründer Ernst Rabel vor 100 Jahren.

Post aus

Post aus Buchara, Usbekistan
Max-Planck-Forschende kooperieren mit Partnern in mehr als 120 Ländern. Hier schreiben sie über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Basira Mir Makhamad vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena reist für ihre Forschung regelmäßig nach Zentralasien. Anhand von Pflanzensamen, die sie an archäologischen Ausgrabungsstätten entlang der Seidenstraße findet, rekonstruiert die gebürtige Kirgisin die Entwicklung der Landwirtschaft und die Ernährungsgewohnheiten ihrer Vorfahren.
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