Mentoring und Karriereentwicklung

Starthilfe und Vernetzung im Team

Wie Wissenschaftlerinnen auf ihrem Karriereweg unterstützt werden

Wie sieht mein weiterer Karriereweg aus? Mentorinnen helfen weiter. Bild vergrößern
Wie sieht mein weiterer Karriereweg aus? Mentorinnen helfen weiter.

Erfolg ist nicht nur eine Frage des Fleißes, der Qualifikation oder der Leistung. Das erfahren auch Wissenschaftlerinnen in ihrem Berufsleben und so sind sie – genau wie in der Wirtschaft – in leitenden Funktionen noch immer deutlich unterrepräsentiert. Stolpersteine auf dem Weg stellen sich oftmals als geschlechtsspezifische Vorurteile, Wertungen, überholte Rollenzuschreibungen und wenig durchschaubare Strukturen dar. Auch haben Frauen weniger Zugang zu informellen Netzen, die den Berufseinstieg und die Karriere erleichtern. Das Minerva-FemmeNet der Max-Planck-Gesellschaft und andere Programme wollen dem entgegenwirken.

Das Minerva-FemmeNet

Positive Leitbilder – auch aus dem Ausland

Minerva-FemmeNet ist ein Netzwerk für Wissenschaftlerinnen aller Forschungsrichtungen und unterschiedlichster Hierarchiestufen in der Max-Planck-Gesellschaft. Es will die Erfahrungen kompetenter Wissenschaftlerinnen – darunter auch ehemaliger Institutsangehörige – in Form von Mentoring-Patenschaften an den weiblichen Nachwuchs weitergeben. Mehr als 300 Mentorinnen aus Deutschland, England, Frankreich, Spanien, den USA und Japan stehen ehrenamtlich zur Verfügung und beraten knapp 400 Mentees in allen Fragen rund um Berufsplanung und Work-Life-Balance. Dies geschieht überwiegend in Tandem-Teams.

Sign Up! Careerbuilding

Seminare für Führungskräfte

Die Max-Planck-Gesellschaft hat mit der Organisation EAF Berlin - einem Netzwerk zur Beratung von Wirtschaft und Politik bei der Förderung von Chancengleichheit, Vielfalt und Work-Life-Balance - das Programm „Sign up! Careerbuilding“ entwickelt. Nach drei erfolgreichen Zyklen startete im Herbst 2016 eine 4. Auflage des Programms, das sich an exzellente weibliche Postdocs aus Max-Planck-Instituten wendet, die in einem kompetetiven Verfahren ausgewählt werden.

Das Programm umfasst drei Module. Die Postdoktorandinnen sollen Führungskompetenzen trainieren und werden auf Führungsaufgaben in der Wissenschaft vorbereitet und durch ein explizit karriereorientiertes Netzwerk gestärkt. Ziel ist es, sie in ihrer Orientierungsphase zur wissenschaftlichen Laufbahn zu fördern, zu motivieren und die individuelle Karriereplanung zu unterstützen, kurz: Es sollen Handlungsstrategien für den beruflichen Aufstieg aufgezeigt werden.

Elisabeth-Schiemann-Kolleg

Forum speziell für Naturwissenschaftlerinnen

Auch das Schiemann-Kolleg will Frauen helfen, sich erfolgreich in der Wissenschaft zu etablieren. Es richtet sich jedoch ausschließlich an exzellente Wissenschaftlerinnen der Max-Planck-Gesellschaft mit eigener Forschungserfahrung im Bereich Chemie, Physik, Mathematik, Computerwissenschaft oder in einer technischen Disziplin. Im Idealfall sind sie am Ende der Postdoc-Phase, betreuen als Gruppenleiterin bereits Doktoranden oder sind als Juniorprofessorin auf dem Weg zur Habilitation. Die wesentlichen Programmbausteine sind Mentoring, Netzwerkbildung, wissenschaftlicher Austausch und regelmäßige Plenartreffen. Mentoring erfolgt durch One-to-one-Mentoring (Tandembildung) und/oder durch Gruppen-Mentoring.

Karrierewege flexibel gestalten

Veranstaltungstage und Beratungsgespräche für Postdocs

Welche Karrierewege können Frauen und Männer in Wissenschaft und Industrie einschlagen? Zwei Mal (2015 mit der TU München und 2016 mit der Universität Göttingen) wurden bislang eintägige Karriereveranstaltungen für jeweils 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten. Postdocs erhalten hier Informationen über Karrierewege und werden bei der Planung weiterer Karriereschritte gefördert – unabhängig davon, ob der Weg in die Wissenschaft oder auch in die Wirtschaft oder die Industrie führt.

Die Leitlinien der Max-Planck-Gesellschaft für die Postdoc-Phase sehen außerdem verpflichtende Beratungsgespräche zur Karrierentwicklung vor. Details finden sie hier.

 
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