Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie sind Forscher den zellulären und molekularen Vorgängen auf der Spur, die komplexe Lebensprozesse steuern. Im Grenzgebiet von Biologie, Chemie und Physik entwickeln die Wissenschaftler immer ausgeklügeltere Verfahren, um Einblicke in die Welt der Moleküle zu erlangen. Mit hochauflösenden Mikroskopen, Kernspinresonanz-Spektrometern, Elektronenmikroskopen und Höchstleistungscomputern untersuchen sie Zellen, Organellen und Proteine. Dabei gilt es, den Tricks auf die Schliche zu kommen, mit denen Zellen und Biomoleküle ihre vielfältigen Funktionen erfüllen – sei es Signale zu verarbeiten, molekulare Fracht zu transportieren oder Baupläne für die Produktion der Proteine zu erstellen. Darüber hinaus wird erforscht, wie Gene Entwicklung und Verhalten steuern, beispielsweise wie sich aus einer einzigen Eizelle ein komplexer Organismus entwickelt oder wie unsere innere Uhr „tickt“.

Kontakt

Am Faßberg 11
37077 Göttingen
Telefon: +49 551 201-1211
Fax: +49 551 201-1222

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS for Molecular Biology
IMPRS for Neurosciences
IMPRS for Physics of Biological and Complex Systems
IMPRS for Genome Science

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

„Ich bin überglücklich, im Team von Stefan Hell zu sein“

Jonas Bucevicius vom Max-Planck-Institut for Biophysikalische Chemie wird mit dem „Nobelpreisträger-Stipendium“ von Stefan Hell ausgezeichnet. Der 30-jährige Chemiker aus Litauen ist einer von über 35 ausgezeichneten jungen Wissenschaftlern der MPG, die dieses Jahr für ihre Forschungsleistungen gewürdigt werden.

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Europäischer Erfinderpreis für Jens Frahm

Das Europäische Patentamt (EPA) würdigt den Göttinger Physiker Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie mit dem Europäischen Erfinderpreis für seine bahnbrechenden Weiterentwicklungen in der Magnetresonanztomografie (MRT)

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Echtzeit-Filme aus dem Körper

Jens Frahm ist für den Europäischen Erfinderpreis 2018 nominiert

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Sechs Max-Planck-Wissenschaftler erhalten hohe EU-Förderung

Advanced Grants des ERC mit jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro verliehen

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Weniger Versuchstiere dank sekundärer Nano-Antikörper

Max-Planck-Forscher entwickeln Alternative zu den meistgenutzten Antikörpern und ihrer ethisch umstrittenen Produktion in Versuchstieren

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Eizellen und Spermien sind während ihrer Entwicklung sehr empfindlich. Wenn beispielsweise das Erbgut nicht korrekt auf die einzelnen Keimzellen verteilt wird, sind die daraus hervorgehenden Embryonen oft nicht lebensfähig oder weisen schwere Defekte auf. Melina Schuh vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen will herausfinden, warum der Reifeprozess einer Eizelle so fehleranfällig ist. Ihre Erkenntnisse könnten eines Tages ungewollt kinderlos gebliebenen Paaren helfen.

Dass Ärzte heute viele Krankheiten besser diagnostizieren können als vor 30 Jahren, verdanken sie und ihre Patienten der Magnetresonanztomografie – und nicht zuletzt Jens Frahm. Die Forschung des Direktors der gemeinnützigen Biomedizinischen NMR Forschungs GmbH am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat die Aufnahmen aus dem Körper entscheidend vereinfacht. Jetzt bringt das Göttinger Team den Bildern sogar das Laufen bei.

Wie unterschiedlich die innere Uhr von Menschen ticken kann, dafür ist Ludwig II. von Bayern ein eindrucksvolles Beispiel: Historischen Quellen zufolge ging der Monarch üblicherweise nachts seinen Regierungsgeschäften nach, den Tag dagegen verschlief er weitgehend. Ob der Märchenkönig unter einer Störung litt, die seinen Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinandergebracht hat, darüber kann zwar auch Gregor Eichele nur spekulieren. Zusammen mit seinem Team am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat er aber viele neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie die natürlichen Taktgeber unseres Körpers funktionieren.

Im Kampf gegen Hirntumore entwickeln Forscher eine neue Strategie: Sie markieren Krebszellen mit fluoreszierenden Nanopartikeln.

Zur Person: Stefan Hell

Assistent/-in eines Direktors bzw. Fremdsprachensekretär/-in

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen 20. September 2018

Molekulare Auflösung in der optischen Mikroskopie

2018 Hell, Stefan W.

Chemie Strukturbiologie Zellbiologie

Erstmals wurde experimentell nachgewiesen, dass die ultimative Auflösungsgrenze in der Fluoreszenzmikroskopie – die Molekülgröße selbst – auch praktisch erreicht werden kann. Das MINFLUX Konzept schlägt ein neues Kapitel auf und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten in der optischen Analyse von molekularen Systemen.

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Hin zu disease modifying therapies von neurodegenerativen Erkrankungen

2017 Ryazanov, Sergey;  Leonov, Andrei; Griesinger, Christian

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Neurodegenerative Erkrankungen gehen mit der Aggregation von meist intrinsisch ungefalteten Proteinen einher. Aufgrund der Kenntnis der Strukturbiologie dieser Proteine war es möglich, Oligomere als attraktives Target für disease modifying therapies zu identifizieren und mit anle138b eine Substanz zu finden, die die erforderlichen Eigenschaften zur Beeinflussung der Aggregation hat und oral bioverfügbar ist.

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Der schlafende Wurm

2017 Bringmann, Henrik

Neurobiologie Zellbiologie

Wie und warum wir schlafen ist immer noch ein Rätsel. Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit. Doch wir wissen nicht, wie der Schlaf seine regenerierenden Kräfte entfaltet. Die Forschungsgruppe Schlaf und Wachsein widmet sich diesen grundlegenden Fragen. Untersucht wird zurzeit der Schlaf in einem, molekularbiologisch betrachtet, sehr einfachen Modellorganismus: dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Die Forscher konnten zeigen, dass nur ein einzelnes Neuron für das Schlafen dieser Würmer notwendig ist und das Einschlafen von einem definierten molekularen Mechanismus kontrolliert wird.

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Protonen als sensitive Reporter von molekularen Zusammenhängen

2016 Linser, Rasmus

Chemie Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Neurobiologie Plasmaphysik Quantenphysik Strukturbiologie Teilchenphysik Zellbiologie

Viele Proteine, zu denen Informationen zum Verständnis ihrer biologischen Funktion gewonnen werden sollen, sind herkömmlichen Methoden nicht zugänglich. Die Forschungsgruppe befasst sich daher mit der Entwicklung und Anwendung von kernmagnetischer Resonanzspektroskopie zur Charakterisierung von Struktur und Dynamik von Proteinen der Festphase. Durch Methodenentwicklung in der Festkörper-NMR können bereits bestehende Möglichkeiten zum Verständnis von Proteinen verbessert werden mit dem Erfolg, weitere Proteine unter atomarer Auflösung zu charakterisieren.

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Wie Gene aktiv werden

2016 Cramer, Patrick

Genetik Strukturbiologie Zellbiologie

Um die Erbinformation in lebenden Zellen zu nutzen, müssen Gene aktiviert werden. Die Gen-Aktivierung beginnt mit einem Kopiervorgang, der Transkription, bei dem eine Genkopie in Form von RNA erstellt wird. Der Kopiervorgang und die Kopiermaschinen, als RNA-Polymerasen bezeichnet, konnten nun in atomarem Detail beschrieben werden. Die Forschung wendet sich jetzt den Prozessen zu, die den Kopiervorgang regulieren und so die Genaktivität steuern können.

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