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Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in  städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit  hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit  einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in  Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der  Bewohner beeinträchtigen.

Atemlos in der Großstadt

22. September 2011

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. [mehr]
Indiens  Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes,  schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend  ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10  Lebensjahre und mehr.

Demografie der Ungleichheit

21. September 2011

Indiens Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes, schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10 Lebensjahre und mehr. [mehr]
Gefühle sind universell – könnte man meinen. Doch Wissenschaftler um Margrit Pernau am Berliner Max-Planck- Institut für Bildungsforschung bezweifeln das. Am Beispiel Indien untersucht die Gruppe, wie sehr das kulturelle Umfeld Emotionen im Laufe der Geschichte geprägt hat.

Schreiben Gefühle Geschichte?

21. September 2011

Gefühle sind universell – könnte man meinen. Doch Wissenschaftler um Margrit Pernau am Berliner Max-Planck- Institut für Bildungsforschung bezweifeln das. Am Beispiel Indien untersucht die Gruppe, wie sehr das kulturelle Umfeld Emotionen im Laufe der Geschichte geprägt hat. [mehr]

Kulturwissenschaften

Gesundheit in Indien - Heilen mit Amulett und Antibiotikum

In Indien existieren traditionelle und moderne Heilmethoden parallel zueinander. Beide Ansätze sollen sich sinnvoll ergänzen

21. September 2011

Eigentlich gehören Gabriele Alex und Vibha Joshi Parkin zu verschiedenen Abteilungen am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Doch die beiden Wissenschaftlerinnen befassen sich mit den vielfältigen Heilmethoden und Traditionen in der indischen Gesellschaft. Aus unterschiedlicher Perspektive zeigen sie, dass vermeintliche Gegensätze in der Praxis doch nicht so unvereinbar sind.

Text: Birgit Fenzel


<br>Wer in Indien krank wird, kann unter einer Vielzahl von Therapiemethoden auswählen und auf die Künste eines Schulmediziners ebenso vertrauen wie auf die eines Heilers.<br>
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Wer in Indien krank wird, kann unter einer Vielzahl von Therapiemethoden auswählen und auf die Künste eines Schulmediziners ebenso vertrauen wie auf die eines Heilers.
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Ein Kranker in Indien hat im Fall der Qual die Wahl zwischen westlich geprägter Biomedizin und einer Reihe einheimischer Heilmethoden. So kann er sein Leiden mit ayurvedischen Ölungen, Nasenduschen oder Einläufen kurieren, sein Glück mit Globuli aus der klassischen Homöopathie oder Kräutersalben aus der Naturheilkunde versuchen. Vielleicht möchte er aber auch mithilfe einer von einem Siddha-Arzt bestimmten Therapie die aus der Balance geratenen Energien seines Körpers durch Erbrechen, Abführen oder warme Wickel wieder harmonisieren.

Der Patient kann zudem einen Spezialisten für Unani aufsuchen, der in Anlehnung an die griechische Säftelehre das aus dem Gleichgewicht geratene richtige Verhältnis von Blut, Schleim, schwarzer und gelber Galle wieder herbeiführt. Für besonders böse Fälle bieten Spezialisten ihre Dienste an, die eher ins Metaphysische reichen.

Ob bei einem Beinbruch eher der Chirurg konsultiert wird oder doch der Bannzauber eines Geistheilers gefragt ist, hängt nach Beobachtung der Ethnologin Gabriele Alex stark davon ab, welche Ursache für die Erkrankung angenommen wird, wie weit die jeweiligen Gesundheitsangebote vom Wohnort entfernt sind, und vor allem vom sozioökonomischen Status. „Im Grunde ist es nicht anders als bei uns, wo man versucht, bestimmte Unpässlichkeiten mit Hausmitteln zu kurieren, und erst bei ernsthafteren Erkrankungen zum Arzt geht.“

Wie freizügig viele Inder bei der Behandlung von Krankheiten Elemente aus verschiedenen Religionen mit moderner und traditioneller Medizin kombinieren, hat die Anthropologin Vibha Joshi Parkin bei den Angami im Nordosten Indiens beobachtet, die bei der Behandlung von Krankheiten je nach Gebrauch christliche, animistische oder andere religiöse Elemente mischen. Anders als Gabriele Alex, die sich als Mitarbeiterin der Gruppe um Steven Vertovec vor allem mit Fragen soziokultureller Vielfalt beschäftigt, gehört Joshi Parkin zur Abteilung von Peter van de Veer, die sich für Aspekte religiöser Pluralität interessiert.

 
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