Sandra Tranquilli
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Sandra Jacob
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Stephen Sautner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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8. Dezember 2011
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„Zum Schutz der natürlichen Ressourcen, insbesondere zur Bekämpfung des Rückgangs der Wildtierbestände, ist es zwingend nötig, effektive Maßnahmen umzusetzen“, ist Sandra Tranquilli vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie überzeugt. Wie erfolgreich verschiedene Schutzaktivitäten sind und wie sie sich über einen großen räumlichen und zeitlichen Rahmen hinweg auswirken, wurde bisher kaum beziffert. „Ein quantitativer Vergleich ist jedoch wichtig, um Natur- und Artenschutzstrategien gezielt zu unterstützen. Er wird im Hinblick auf den rasanten Rückgang vieler afrikanischer Menschenaffenpopulationen dringend benötigt“.
Ihre Studie fokussierte auf vier verschiedene Schutzaktivitäten für den gesamten afrikanischen Kontinent und deren relative Bedeutung: den Einsatz von Strafverfolgungsbehörden (Wildhüter, Nationalpark-Agenten), den Tourismus, der Forschung und der Unterstützung durch Nichtregierungsorganisationen (NROs). Die Auswirkung dieser Maßnahmen wurde in 109 afrikanischen Verwaltungsdistrikten für den Schutz von Schimpansen, Bonobos und Gorillas, die in 16 ost- west- und zentralafrikanischen Ländern leben, über 20 Jahre (1990-2009) hinweg untersucht. Ergänzend dazu hat die Langzeitstudie auch Umweltbedingungen und den Einfluss des Menschen sowie aktuelle Statusmeldungen zur Situation der Menschenaffen miteingeschlossen.
Demnach verringern langfristig angelegte Schutzaktivitäten die Wahrscheinlichkeit, dass Menschenaffen aussterben - je länger die Maßnahmen andauern, umso weniger wahrscheinlich sterben sie aus. „Die Ergebnisse erbringen den quantitativen Beweis, dass das Risiko für Menschenaffen dort am höchsten ist, wo Wildhüter- und Polizeipräsenz fehlen“, sagt Sandra Tranquilli. „Tourismus, Forschung und die Präsenz von und Unterstützung durch Nichtregierungsorganisationen vor Ort haben aber ebenfalls einen messbaren positiven Einfluss.“