Ansprechpartner

Prof. Dr. Matthias Mann
Proteomics und Signaltransduktion
Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
E-Mail: mmann@biochem.mpg.de

Anja Konschak
Press and Public Relations
Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
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E-Mail: konschak@biochem.mpg.de

Aktuelles

Proteomik – auf dem Weg zur Krebsprotein-Bibliothek

Zehn Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes befindet sich die Wissenschaft vor einem neuen Meilenstein. Nun stehen die Gen-Produkte auf dem Programm: die Proteine. Nach den rund 21000 Genen rechnen die Wissenschaftler um Matthias Mann vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried mit etwa 12000 Proteinen, die in den Zellen des Menschen produziert werden. Ein gewaltiger Datenberg, zumal die Forscher im Gegensatz zur Analyse des Genoms nicht nur alle Proteine in den Zellen identifizieren wollen. Damit sie die Abläufe in einer Zelle verstehen können, müssen sie auch wissen, in welchen Mengen Proteine vorkommen und wie sie in den Zellen noch verändert werden. [mehr]

Preise

Matthias Mann erhält Leibniz-Preis

Neue Methoden zur Analyse von Proteinen ausgezeichnet

8. Dezember 2011

Proteine sind die molekularen Baustoffe und Maschinen der Zelle und an praktisch allen Lebensprozessen beteiligt. Für seine Entwicklung von Verfahren zur Analyse von Proteinen mit Hilfe der Massenspektrometrie wird Matthias Mann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in Martinsried, mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2012 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro verbunden und wird am 27. Februar 2012 in Berlin überreicht.

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Matthias Mann ist Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München.
© Max-Planck-Institut für Biochemie

„Ohne die nun mit dem Leibniz-Preis ausgezeichneten Arbeiten von Matthias Mann wäre die moderne Biologie im Grunde nicht möglich“, so die Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Biochemiker hat die „large scale proteomics“ und damit die Erfassung aller Proteine von biologischen Systemen entscheidend geprägt. Sein größter Verdienst ist die Übertragung der aus der Physik stammenden Verfahren der Massenspektrometrie auf molekularbiologische Fragestellungen.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2012 geht an insgesamt zwei Wissenschaftlerinnen und neun Wissenschaftler. Sie sind aus 131 Vorschlägen ausgewählt worden. Er zeichnet hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus und gilt als wichtigster Wissenschaftspreis in Deutschland.

AK/BA