
Max-Planck-Institute betreiben "die wissenschaftliche Forschung frei und unabhängig", für ihre Ergebnisse gilt ein allgemeines Veröffentlichungsgebot. Darüber hinaus betreibt die Max-Planck-Gesellschaft eine aktive Patent- und Lizenzpolitik und einen offensiven Technologietransfer.
In Max-Planck-Instituten entsteht im Zuge ihrer Forschung in beträchtlichem Umfang auch neues technisches Wissen, das unmittelbar oder potentiell zu neuen Produkten oder zu vorteilhaften industriellen Verfahren führen kann. So sind aus Forschungsergebnissen von Max-Planck-Instituten u.a. in der Chemie, Biotechnologie, Pharmazeutik, Medizintechnik, Festköperphysik sowie zur Herstellung neuer Materialien Technologien von weltweiter Bedeutung hervorgegangen.
Der Technologietransfer in die Wirtschaft vollzieht sich auf unterschiedlichen Wegen:
Das Aufsuchen, die Sicherung und die Pflege sowie der Transfer dieser Technologien erfordern besondere Erfahrungen und Kenntnisse. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält hierzu die "Max-Planck-Innovation GmbH" als ihre Technologietransfer-Tochter. Seit ihrer Neuorganisation im Jahr 1979 hat Max-Planck-Innovation an die 3.200 Erfindungen begleitet, mehr als 1.900 Verwertungsverträge abgeschlossen und seit 1990 knapp 90 Ausgründungen betreut, in denen mehr als 2.400 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Der Verwertungserlös aus Erfindungen betrug insgesamt ca. 200 Millionen Euro. Mit dieser Bilanz zählt Max-Planck-Innovation weltweit zu den führenden Technologie-Transfer-Einrichtungen. Die Max-Planck-Innovation GmbH schließt durchschnittlich rund 80 Lizenzverträge pro Jahr ab, in etwa zu gleichen Teilen mit inländischen und ausländischen Firmen. Im Jahr 2009 wurden 13,3 Millionen Euro an Lizenzumsätzen erzielt.
Neben der aktiven Suche und Sicherung patentierbaren Wissens und dessen Transfer an interessierte Wirtschaftsunternehmen ermutigt die Max-Planck-Gesellschaft ihre Wissenschaftler, eigene technologieorientierte Unternehmen zu gründen. Soweit es ihr Status als öffentlich-finanzierte, gemeinnützige Forschungsorganisation erlaubt, fördert die Max-Planck-Gesellschaft diese Art des Technologietransfers, in dem sie
Bisher sind 90 Unternehmen aus Max-Planck-Instituten hervorgegangen, die Mehrzahl davon im biomedizinischen Bereich.