Weiterführende Informationen

Leitlinien für den Wissens- und Technologietransfer

Um Konflikte zwischen den Interessen der Max-Planck-Gesellschaft und dem am Wissens- und Technologietransfer beteiligten Wissenschaftler zu vermeiden und eingetretene Konflikte möglichst sachgerecht zu behandeln, wurden folgende Leitlinien aufgestellt: [mehr]

Erfinder-Leitfaden

Im Rahmen der Aufgabenstellung der Max-Planck-Gesellschaft entstehen auch Forschungsergebnisse, die sich für eine wirtschaftliche Verwertung eignen. Zur Überführung dieser Erkenntnisse in den industriellen Bereich betreibt die MPG einen aktiven Technologie-Transfer. [mehr]

Ausgründungsleitfaden

Wissenstransfer aus der Grundlagenforschung kann auch über Unternehmensausgründungen erfolgen. Seit 1990 haben sich 90 Firmen auf der Basis von Technologien aus der Max-Planck-Gesellschaft ausgegründet. [mehr]

Wissenstransfer

Technologietransfer

Technologietransfer

Max-Planck-Institute betreiben "die wissenschaftliche Forschung frei und unabhängig", für ihre Ergebnisse gilt ein allgemeines Veröffentlichungsgebot. Darüber hinaus betreibt die Max-Planck-Gesellschaft eine aktive Patent- und Lizenzpolitik und einen offensiven Technologietransfer.

In Max-Planck-Instituten entsteht im Zuge ihrer Forschung in beträchtlichem Umfang auch neues technisches Wissen, das unmittelbar oder potentiell zu neuen Produkten oder zu vorteilhaften industriellen Verfahren führen kann. So sind aus Forschungsergebnissen von Max-Planck-Instituten u.a. in der Chemie, Biotechnologie, Pharmazeutik, Medizintechnik, Festköperphysik sowie zur Herstellung neuer Materialien Technologien von weltweiter Bedeutung hervorgegangen.

Der Technologietransfer in die Wirtschaft vollzieht sich auf unterschiedlichen Wegen:

  • über die direkte Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft und aus öffentlichen Institutionen,
  • über die Verwertung von Patenten und Lizenzen sowie
  • über Unternehmensausgründungen und Beteiligungen.

Das Aufsuchen, die Sicherung und die Pflege sowie der Transfer dieser Technologien erfordern besondere Erfahrungen und Kenntnisse. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält hierzu die "Max-Planck-Innovation GmbH" als ihre Technologietransfer-Tochter. Seit ihrer Neuorganisation im Jahr 1979 hat Max-Planck-Innovation an die 3.200 Erfindungen begleitet, mehr als 1.900 Verwertungsverträge abgeschlossen und seit 1990 knapp 90 Ausgründungen betreut, in denen mehr als 2.400 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Der Verwertungserlös aus Erfindungen betrug insgesamt ca. 200 Millionen Euro. Mit dieser Bilanz zählt Max-Planck-Innovation weltweit zu den führenden Technologie-Transfer-Einrichtungen. Die Max-Planck-Innovation GmbH schließt durchschnittlich rund 80 Lizenzverträge pro Jahr ab, in etwa zu gleichen Teilen mit inländischen und ausländischen Firmen. Im Jahr 2009 wurden 13,3 Millionen Euro an Lizenzumsätzen erzielt.

Ausgründungen

Neben der aktiven Suche und Sicherung patentierbaren Wissens und dessen Transfer an interessierte Wirtschaftsunternehmen ermutigt die Max-Planck-Gesellschaft ihre Wissenschaftler, eigene technologieorientierte Unternehmen zu gründen. Soweit es ihr Status als öffentlich-finanzierte, gemeinnützige Forschungsorganisation erlaubt, fördert die Max-Planck-Gesellschaft diese Art des Technologietransfers, in dem sie

  • Wissenschaftlern Nebentätigkeiten erlaubt, soweit dies arbeitsrechtlich möglich ist und nicht mit den Interessen des Instituts bzw. der Max-Planck-Gesellschaft kollidiert;
  • den Wissenschaftlern zeitlich begrenzte Rückkehrrechte an die Institute einräumt;
  • Gerätschaften zum Zeitwert überlässt;
  • die vorübergehende Vermietung von Räumlichkeiten im Institut ermöglicht;
  • Infrastrukturleistungen, wie Werkstattbenutzung und Rechenzeiten etc., zur Verfügung stellt;
  • Kenntnisse von Material- und Kontrolltechniken überlässt und Materialien und Proben bereitstellt;
  • zustimmt, dass Max-Planck-Institute und neugegründete Unternehmen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen;
  • Beratungs- und Kooperationsverträge von Wissenschaftlern (über die Garching Innovation GmbH) zu den neu gegründeten Firmen vermittelt;
  • anstelle von Einmalzahlungen für Lizenzen für einen befristeten Zeitraum Beteiligungen an neugegründeten Unternehmen übernimmt.

Bisher sind 90 Unternehmen aus Max-Planck-Instituten hervorgegangen, die Mehrzahl davon im biomedizinischen Bereich.

 

 
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