
Vermögen und Erbschaft
Reichtum in Deutschland ist stark konzentriert – und oft tief in der Geschichte verwurzelt. Erbschaften sind ein wesentlicher Bestandteil davon. Ihre Besteuerung steht vor der nächsten Reform. Dabei bringt die Erbschaftsteuer – genauer die Erbschaft- und Schenkungsteuer – fiskalisch kaum etwas ein, in der Debatte um soziale Gerechtigkeit und Steuerreformen birgt sie Empörung und politisches Konfliktpotenzial. Max-Planck-Forschende aus den Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zeigen in diesem Themendossier, welche Bedeutung privates Vermögen hat und nach welchen Prinzipien vererbt und besteuert wird – oder werden könnte.
Erbschaftsteuer - Warten auf Karlsruhe
Die Besteuerung von Erbschaften und/oder Vermögen ist eine viel diskutierte Frage im Steuerrecht und birgt politischen Zündstoff. Wichtige Reformimpulse setzt seit jeher das Bundesverfassungsgericht mit seinen Entscheidungen. Mitte Oktober 2026 verhandelt das Gericht in Karlsruhe zwei Fälle, die das Thema wieder ins Blickfeld rücken.
Erben und Pflichtteil - was ist noch zeitgemäß?
Das deutsche Erbrecht stammt aus einer Zeit, in der die Vorstellungen von Familie und Gesellschaft sowie die Bedingungen für finanzielle Unabhängigkeit andere waren als heute. Wie sich das Recht, das seit 1900 gilt, mit modernen Lebensrealitäten und Familienbildern in Einklang bringen lässt, erforschen die Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.
Plädoyer für eine Reform des deutschen Erbrechts
Vermögen - eine Frage der Verteilung
Das Gut fließt wie das Blut - diese alte Regel des deutschen Erbrechts prägt auch die Nachlassplanung vieler Familien in Deutschland. Forschende am Max-Planck-Institut für demografische Forschung sowie ein Team um Direktor Jens Beckert am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung widmet sich den Ursprüngen und Verteilung von Vermögen in Deutschland.






