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Max-Planck-Gesellschaft verabschiedet eine Grundsatzerklärung zu Tierversuchen: Sie betont darin die Unverzichtbarkeit von Tierversuchen, bekennt sich aber auch zur besonderen Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers für die Versuchstiere und die mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. © Wolfgang Filser/MPG

Max-Planck-Gesellschaft verabschiedet Grundsatzerklärung zu Tierversuchen

12. Januar 2017

Max-Planck-Gesellschaft verabschiedet eine Grundsatzerklärung zu Tierversuchen: Sie betont darin die Unverzichtbarkeit von Tierversuchen, bekennt sich aber auch zur besonderen Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers für die Versuchstiere und die mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. © Wolfgang Filser/MPG [mehr]
Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung heute und wohl auch in Zukunft unverzichtbar sind, welche Tiere in Versuchen eingesetzt werden und wie die Forscher ihrer Verantwortung gerecht werden – Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier

Tierversuche in der Max-Planck-Gesellschaft

Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung heute und wohl auch in Zukunft unverzichtbar sind, welche Tiere in Versuchen eingesetzt werden und wie die Forscher ihrer Verantwortung gerecht werden – Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier [mehr]

Gesprächsreihe „Forschung an den Grenzen des Wissens“

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Was bedeutet Tierethik in der Grundlagenforschung?

  • Datum: 16.01.2017
  • Uhrzeit: 19:00 - 20:30
  • Vortragender: Prof. em. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, Prof. Dr. Anne Peters, Prof. em. Dr. Wolf Singer
  • Ort: Max-Planck-Gesellschaft, Hofgartenstr. 8, 80539 München
  • Raum: Osthalle
  • Kontakt: forum@gv.mpg.de
Der Tierschutz hat in Deutschland einen hohen, verfassungsrechtlich verankerten Rang: Im Grundgesetz Art. 20 a wird dem Wohl von Tieren ein bedeutender rechtlicher Status eingeräumt, wie er zuvor bereits gesellschaftlich gefordert wurde. Das novellierte deutsche Tierschutzgesetz von 2013 schützt insbesondere Tiere in der Forschung.

Das Tierwohl steht jedoch in Konkurrenz zu anderen Verfassungsrechten. Dazu gehört vor allem die Freiheit der Forschung, die im Grundgesetz Artikel 5, Absatz 3, niedergelegt ist. Denn in der Grundlagenforschung ist zu Beginn eines Projektes oft nicht klar, wohin neue Forschungsideen führen. Manche Ergebnisse, die beispielsweise neue Therapien möglich machen, stellen sich oft viele Jahre später ein. Und manchmal ist das Ergebnis – wenngleich für die Wissenschaft wertvoll – lediglich die Erkenntnis, dass bestimmte Fragestellungen und Ansätze nicht zum Erfolg führen.

Ende November 2016 hat die Max-Planck-Gesellschaft nun ein Grundsatzpapier zu Tierversuchen vorgelegt. Es ist das Ergebnis eines intensiven Diskurses in einer von Wolf Singer geleiteten Kommission und formuliert auf neue Weise die Verantwortung der MPG für die Grundlagenforschung, die in ihren Instituten betrieben wird.

Was folgt daraus für die Max-Planck-Institute, an denen Tierversuche stattfinden? Wie lässt sich das Papier einordnen in den gegenwärtigen rechtlichen und ethischen Diskurs? Darüber diskutieren am 16. Januar 2017 im Max-Planck-Haus in München:

  • Prof. em. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, Emeritus an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • Prof. Dr. Anne Peters, Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg,
  • Prof. em. Dr. Wolf Singer, Emeritus am Max-Planck-Institut für Hirnforschung und Senior Fellow am Ernst-Strüngmann-Institut, Frankfurt

Moderation: Dr. Christina Berndt, Süddeutsche Zeitung

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Anmeldung unter | Eintritt frei

 
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