Max-Planck-Institute im Ausland

8. November 2017

Auslandsinstitute sind nichts Neues: So wurde die Bibliotheca Hertziana in Rom, Italien, bereits 1913 gegründet – seinerzeit als Einrichtung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Das Kunsthistorische Institut in Florenz ist sogar eine der ältesten Einrichtungen zur Erforschung der Kunst- und Architekturgeschichte Italiens. 1897 in privater Initiative durch eine Gruppe unabhängiger Gelehrter gegründet, gehört es allerdings erst seit 2002 zur Max-Planck-Gesellschaft. Wohingegen das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen 1980 aus einer vier Jahre zuvor eingerichteten Projektgruppe hervorging. 2008 wurde das Max Planck Florida Institute auf den Weg gebracht. Im Juni 2012 wurde das Max Planck Institute Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law in Luxemburg gegründet.

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Die Einrichtung von Max-Planck-Instituten im Ausland ermöglicht der Max-Planck-Gesellschaft, ihr Forschungsportfolio zu erweitern, die Kooperationsmöglichkeiten für ihre Institute im Ausland zu optimieren und exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den jeweiligen Ländern für eine Arbeit an einem Max-Planck-Institut zu gewinnen, die ansonsten nicht den Weg nach Deutschland suchen.

Besonders wichtig: Eine dauerhafte und vollständige Arbeitsfähigkeit des Instituts muss durch die Finanzierung des Sitzlandes garantiert sein. Darüber hinaus übernehmen die Auslandsinstitute sämtliche autonomen Entscheidungsverfahren und -prozesse der Max-Planck-Gesellschaft, insbesondere bei der Auswahl der Forschungsthemen und der Leitungspersönlichkeiten. Sie besitzen also alle Merkmale eines Max-Planck-Instituts.

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