Jahrbuch 2014

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Die Gene einer Mutter können das Altern ihres Kindes beschleunigen

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Ross, Jaime M.; Stewart, James B.; Hagström, Erik; Brené, Stefan; Mourier, Arnaud; Coppotelli, Giuseppe; Freyer, Christoph; Lagouge, Marie; Hoffer, Barry J.; Olson, Lars; Winnen, Brit; Larsson, Nils-Göran
Der Alterungsprozess wird durch verschiedene Arten von Zellschäden bestimmt, die die Funktion von Organen beeinträchtigen. Von besonderer Bedeutung für das Altern scheint derjenige Schaden zu sein, der in den „Kraftwerken der Zelle“ auftritt – in den Mitochondrien. Mutationen in der mitochondrialen DNA führen allmählich zu einer Beeinträchtigung der zellulären Energieerzeugung. Der Alterungsprozess beruht nicht nur auf der Ansammlung mitochondrialer DNA-Schäden, die während der Lebenszeit eines Menschen entstehen. Auch die von der Mutter vererbte mitochondriale DNA spielt eine wichtige Rolle. mehr

Hormon-Rezeptoren gegen das Altern

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns Heestand, Bree N.; Shen, Yidong; Liu, Wei; Magner, Daniel B.; Storm, Nadia; Meharg, Caroline; Habermann, Bianca; Wollam, Joshua; Hoppe, Caroline; Li, Dongling; Latza, Christian; Rottiers, Veerle; Hutter, Harald; Winnen, Brit; Antebi, Adam
Weniger Kalorien durch die Nahrung aufzunehmen verlängert die Lebenserwartung vieler Arten. Doch warum eine Diät beispielsweise Fruchtfliegen und Fadenwürmer länger leben lässt, war bislang weitestgehend unbekannt. Forscher des Instituts haben entdeckt, dass bei Fadenwürmern kernständige Rezeptorproteine für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Lebenserwartung verantwortlich sind. Möglicherweise regulieren verwandte Rezeptoren auch die Lebenserwartung beim Menschen. mehr
Eine neue umfassende Datensammlung zu grammatischen Strukturen von 76 Kontaktsprachen gibt Aufschlüsse über die Ursprünge dieser meist in der Kolonialzeit entstandenen Sprachen und über allgemeine Gesetzmäßigkeiten bei der Entstehung von gemischten Sprachen. Die ursprünglichen Sprachen der einheimischen Bevölkerungen in den Kolonialgebieten sind noch in deutlichen grammatischen Spuren zu erkennen. mehr
Das Jahr 2013 stand in enger Verbindung mit dem Vorjahr. Die vorbereiteten Jubiläen wurden gefeiert, der Großteil der zahlreich übernommenen Akten konnte erschlossen werden und steht nun der Forschung zur Verfügung. Das Archiv der MPG wurde vielfach von der Generalverwaltung, den Max-Planck-Instituten und der historischen Forschung als Serviceeinrichtung genutzt. Erste Schritte wurden im Bereich der Digitalen Langzeitarchivierung unternommen. mehr
Einer Forschergruppe unter Beteiligung des MPIA ist mit dem Subaru-Teleskop die Aufnahme eines „Super-Jupiters” gelungen, der den massereichen Stern κ Andromedae umkreist. Der Gasriese hat etwa 13 Jupitermassen, sein Mutterstern 2,5 Sonnenmassen. Alles deutet darauf hin, dass der Planet ähnlich entstanden ist wie normale Planeten mit geringerer Masse: in einer „protoplanetaren Scheibe” aus Gas und Staub, die den neugeborenen Stern umgab. Das macht die Entdeckung zu einem wichtigen Testfall für aktuelle Modelle der Planetenentstehung und ihre Vorhersagen über Planeten um massereiche Sterne. mehr

Gigantisches Schwarzes Loch könnte Modelle der Galaxienentwicklung kippen

Max-Planck-Institut für Astronomie van den Bosch, Remco; Yildirim, Akin; van de Ven, Glenn; van der Wel, Arjen
Eine Gruppe von Astronomen um Remco van den Bosch vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat ein Schwarzes Loch entdeckt, das an den Grundlagen heutiger Modelle der Galaxienentwicklung rüttelt. Mit 17 Milliarden Sonnenmassen ist das Schwarze Loch im Vergleich zur Masse seiner Heimatgalaxie deutlich massereicher, als es diese Modelle vorhersagen. Dies könnte sogar das massereichste bislang bekannte Schwarze Loch überhaupt sein. mehr

Asteroseismologie bei Magnetaren

Max-Planck-Institut für Astrophysik Gabler, Michael; Müller, Ewald; Cerdá-Durán, Pablo; Font, Antonio; Stergioulas, Nikolaos
Seismische Wellen auf der Erde enthalten Informationen über die Struktur unseres Planeten; seismische Schwingungen auf weit entfernten Sternleichen könnten nicht nur etwas über den Stern selbst verraten, sondern auch dazu beitragen, die grundlegenden Bestandteile der Materie besser zu verstehen. Dazu werden die elastischen Scherschwingungen der Kruste und Schwingungen durch das Magnetfeld von Neutronensternen mit starken Magnetfeldern „Magnetare” mit Computermodellen untersucht. Derzeitige Röntgenbeobachtungen können nur durch diese gekoppelten Schwingungen erklärt werden. mehr
Jahrzehntelang standen Theoretiker vor einem Problem: Wie erklärt man die unterschiedlichen chemischen Eigenschaften verschiedener Galaxien in unserer kosmischen Nachbarschaft? Unter der Leitung von MPA-Wissenschaftlern fand ein internationales Team ein in sich schlüssiges Modell, mit dem sie die chemischen Eigenschaften in Übereinstimmung bringen können. Das Modell folgt dem hierarchischen Standardszenario der Strukturbildung mit verschmelzenden Galaxien. Es beweist, dass wir − zumindest in dieser Hinsicht − in unserem Universum das sehen, was wir erwarten. mehr