Jahrbuch 2012

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Eine der bemerkenswertesten menschlichen Fähigkeiten ist es, gemeinsam an Problemen oder Aufgaben zu arbeiten, die allein nicht zu bewältigen wären. Studien zur frühen Entstehung dieser kooperativen Fähigkeiten bei Kleinkindern zeigen, dass diese bereits über ein arttypisches Können und Wollen der geteilten Intentionalität verfügen. Sie umfasst die Fähigkeit, Ziele und Aufmerksamkeit gemeinsam mit anderen zu entwickeln und die gemeinschaftliche Motivation, anderen zu helfen und mit ihnen zu teilen. mehr
Zum 100-jährigen Jubiläum der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft 2011 hat das Archiv ihre Gesamtchronik als Ergebnis langjähriger Quellenarbeit vorgelegt. Der zweite und dritte Teil sind in Vorbereitung. Der zweite Teil bietet ausgewählte wichtige Quellen zur Geschichte der Doppelgesellschaft aus den Beständen ihres Archivs. Die Nachschlagewerke sollen Interessierten helfen, sich in dieser gemeinnützigen, in ständiger Veränderung begriffenen Forschungsorganisation und durch mehr als 30 Nobelpreise gewürdigten Entdeckungen zurechtzufinden. mehr

Das unruhige Innenleben eines jungen Sternhaufens

Max-Planck-Institut für Astronomie Rochau, Boyke; Brandner, Wolfgang; Gennaro, Mario; Gouliermis, Dimitrios; Da Rio, Nicola; da Rio, Natalia; Henning, Thomas
Der Bewegungszustand der Mitglieder eines nur eine Million Jahre alten Sternhaufens in der Milchstraße wurde ermittelt. Der Haufen steht im Zentrum des leuchtenden Gasnebels NGC 3603 und ist einer der massereichsten seiner Art. Zur Bestimmung der Geschwindigkeiten der einzelnen Sterne verglichen die Forscher Beobachtungen des Weltraumteleskops Hubble, die zehn Jahre auseinander liegen. Der Vergleich lieferte Bewegungen von Hunderten von Sternen und zeigt, dass die Haufenmitglieder noch keinen langfristig stabilen Gleichgewichtszustand erreicht haben. mehr
Spiralgalaxien wie unsere Milchstraße können wachsen, indem sie sich kleinere Zwerggalaxien einverleiben. Dabei werden die Zwerggalaxien durch Gravitationskräfte zerissen und um die Spiralgalaxie herum entstehen surreal anmutende Ranken und Sternströme. Nun konnte eine neue Himmelsdurchmusterung solche Verschmelzungsspuren erstmals an Galaxien außerhalb unserer kosmischen Nachbarschaft nachweisen. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, das heutige Bild von der Entstehung von Spiralgalaxien auf die Probe zu stellen. mehr
Bis heute haben Astronomen mehr als 500 „Exoplaneten“ gefunden, also Planeten, die um andere Sterne kreisen. Darunter gibt es eine Gruppe besonders großer Planeten, deren Bahn um ihren Stern sehr eng ist, die sogenannten „heißen Jupiter“. Die Masse dieser Planeten ist ähnlich der unseres Jupiters, sie sind allerdings oft viel größer, was darauf hinweist, dass sie im Inneren viel heißer sind. mehr
Das Lambda CDM-Modell der kosmologischen Strukturentwicklung kann viele Beobachtungen im Universum sehr erfolgreich erklären. Allerdings bleibt die Natur des wichtigsten Bestandteils dieses Modells, die sogenannte Dunkle Energie, weiterhin rätselhaft. Wissenschaftler am MPI für Astrophysik haben kürzlich die größte Computersimulation durchgeführt, die je zur Strukturbildung im Kosmos gemacht wurde. Zusammen mit neuen Beobachtungskampagnen könnte dies dazu beitragen, die Eigenschaften der Dunklen Energie besser zu verstehen und so eines der wichtigsten Rätsel der modernen Kosmologie zu lösen. mehr
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