Jahrbuch 2011

Filterung nach Instituten

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Der menschliche Körper besteht zu mehr als 90 Prozent aus Bakterienzellen. Die Untersuchung der genetischen Variation in Bakterien hat Erkenntnisse über die menschliche Populationsgeschichte, die aus Studien zur genetischen Diversität gewonnen wurden, bestätigt und darüber hinausgehende Erkenntnisse erbracht. Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie beschreiben die Variation im Mikrobiom des menschlichen Speichels, bestimmen die Faktoren, die das Speichel-Mikrobiom eines Individuums beeinflussen, und identifizieren spezielle Bakterienspezies im menschlichen Speichel. mehr

Öffentlichkeitsarbeit und Benutzung

Archiv der MPG Beck, Lorenz
Die Aktivitäten des Archivs waren durch Maßnahmen zum Ausbau des Archivgebäudes eingeschränkt. Erhebliche Aufwendungen erforderte die Unterstützung von Aktivitäten der MPG und anderer Einrichtungen im Jubiläumsjahr und im Berliner Wissenschaftsjahr 2010 und waren in Vorbereitung der eigenen Jubiläumspublikationen notwendig. Trotzdem erholte sich die Benutzung der Archivbestände gegenüber 2009 und waren die übrigen Archivaufgaben fast in gewohntem Maße zu erbringen. Dazu gehören die Ergänzung der Archivbestände und die Aufarbeitung dieser Zugänge ebenso wie bestandserhaltende Maßnahmen. mehr
Im Jubiläumsjahr 2011 der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft wird das Archiv die Gesamtchronik zu 100 Jahren Geschichte der beiden Forschungsgesellschaften vorlegen. Der Band ergänzt somit auf der Basis langjähriger Quellenarbeit die bisher vom Archiv herausgebrachten Chronikpublikationen und sonstigen Aktivitäten und Veröffentlichungen im Jubiläumsjahr. Es folgen ein Band „Dokumente zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft 1911–2011“ und das „Handbuch zur Institutsgeschichte“. Die drei Bände bieten Daten, Dokumente und Entwicklungen als Grundlage für weitere Forschung. mehr

Erste direkte Abbildung eines kühlen Planeten bei einem sonnenähnlichen Stern

Max-Planck-Institut für Astronomie Thalmann, Christian; Carson, Joseph; Janson, Markus; Goto, Miwa; Egner, Sebastian; Feldt, Markus; Henning, Thomas; Klahr, Hubert; Mordasini, Christoph
Die ersten Bilder von HiCIAO, dem weltweit neuesten Instrument zur Suche nach extrasolaren Planeten, haben bei dem Stern GJ 758 zur Entdeckung seines lichtschwachen Begleiters G 758 B geführt. Möglicherweise ist dies die erste direkte Beobachtung eines kühlen extrasolaren Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern umläuft. Die geschätzte Masse von GJ 758 B beträgt 10 bis 40 Jupitermassen. Mit einer Temperatur von 600 Kelvin (330 Grad Celsius) ist er der kälteste – und in dieser Hinsicht den Planeten des Sonnensystem ähnlichste – jemals direkt abgebildete Begleiter eines sonnenähnlichen Sterns. mehr

Die Bedeutung der Zusammenstöße von Galaxien für die Sternentstehung im Kosmos

Max-Planck-Institut für Astronomie Robaina, Aday R.; Bell, Erik; Skelton, Rosalind; Gallazzi, Anna; Jahnke, Knud; Meisenheimer, Klaus; Skibba, Ramin
Wenn große Galaxien einander nahe kommen, können die dabei auftretenden Gezeitenkräfte heftige Sternbildungsaktivität auslösen. Insgesamt aber spielt dieser Prozess für die Bildung neuer Sterne keine große Rolle: Wie eine internationale Studie unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astronomie gezeigt hat, wurde in massereichen Galaxien während der letzten acht Milliarden Jahre (bei Rotverschiebungen z < 1) die Bildung von weniger als zehn Prozent aller neuen Sterne unmittelbar durch gravitative Wechselwirkung ausgelöst – ein wichtiger Befund für die Theorie der Galaxienentwicklung. mehr
Neue, am Max-Planck-Institut für Astrophysik entwickelte Modelle verändern unsere Sichtweise auf die Entwicklung der Milchstraße. Wissenschaftler des Instituts bestimmen die Parameter von rund 16.000 Sternen in der Umgebung der Sonne neu. Die Daten bestätigen Vorhersagen des am Institut entwickelten Modells und geben Einblick in die Physik galaktischer Scheiben, in die Vergangenheit unserer Galaxie und die Herkunft unserer Sonne. mehr
Die Planck Surveyor Satellitenmission zur Untersuchung des Urknalls vor 14 Mill. Jahren durch die Vermessung des kosmischen Mikrowellenhintergrunds hat bereits in ihrem ersten Betriebsjahr zu beeindruckenden Ergebnissen geführt: ein Katalog von 15.000 Himmelsobjekten, 25 Fachartikel, sowie die bisher genaueste Vermessung des fernen Infrarothintergrundes, welcher die Sternenbildung im frühen Universum anzeigt. Das MPI für Astrophysik hat Software-Komponenten für Planck entwickelt und beteiligt sich an der wissenschaftlichen Auswertung der Missionsdaten. mehr
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