Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie sind Forscher den zellulären und molekularen Vorgängen auf der Spur, die komplexe Lebensprozesse steuern. Im Grenzgebiet von Biologie, Chemie und Physik entwickeln die Wissenschaftler immer ausgeklügeltere Verfahren, um Einblicke in die Welt der Moleküle zu erlangen. Mit hochauflösenden Mikroskopen, Kernspinresonanz-Spektrometern, Elektronenmikroskopen und Höchstleistungscomputern untersuchen sie Zellen, Organellen und Proteine. Dabei gilt es, den Tricks auf die Schliche zu kommen, mit denen Zellen und Biomoleküle ihre vielfältigen Funktionen erfüllen – sei es Signale zu verarbeiten, molekulare Fracht zu transportieren oder Baupläne für die Produktion der Proteine zu erstellen. Darüber hinaus wird erforscht, wie Gene Entwicklung und Verhalten steuern, beispielsweise wie sich aus einer einzigen Eizelle ein komplexer Organismus entwickelt oder wie unsere innere Uhr „tickt“.

Kontakt

Am Faßberg 11
37077 Göttingen
Telefon: +49 551 201-1211
Fax: +49 551 201-1222

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat mehrere International Max Planck Research Schools (IMPRS):

IMPRS for Physics of Biological and Complex Systems
IMPRS for Molecular Biology
IMPRS for Neurosciences
IMPRS for Genome Science

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Auflösungsweltrekord in der Kryo-Elektronenmikroskopie

Neue Technik von Göttinger Max-Planck-Forschern macht erstmals mit Kryo-Elektronenmikroskopie einzelne Atome in einem Protein sichtbar

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NMR-Spektrometer der Superlative

Eines der drei stärksten hochauflösenden 1,2-GHz- NMR-Spektrometer weltweit steht nun in Göttingen

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„Jetzt kann ich eine Forscherkarriere in Deutschland planen"

Chun So vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie wird mit dem Otto Hahn Award ausgezeichnet. Ein Interview mit dem Nachwuchswissenschaftler

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<p>Wie das Coronavirus sein Erbgut vermehrt</p>

Max-Planck-Forscher entschlüsseln die Struktur der viralen Kopiermaschine

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Kontrolle der Fettsäure-Synthase

Keine andere Infektionskrankheit tötet mehr Menschen als die Tuberkulose. Sie wird durch Mykobakterien ausgelöst. Um die Erreger zu bekämpfen, ist die Fettsäure-Fabrik des Bakteriums ein wichtiger Ansatzpunkt. Das Team um Holger Stark und Ashwin Chari hat jetzt erstmals ein Protein entdeckt, das die Arbeit der FAS reguliert. Dies eröffnet in der Medizin neue Möglichkeiten, Wirkstoffe insbesondere gegen Tuberkulose zu entwickeln. Für die Biotechnologie bietet es Chancen für maßgeschneiderte Fettsäure-Synthasen.

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Dass Ärzte heute viele Krankheiten besser diagnostizieren können als vor 30 Jahren, verdanken sie und ihre Patienten der Magnetresonanztomografie – und nicht zuletzt Jens Frahm. Die Forschung des Direktors der gemeinnützigen Biomedizinischen NMR Forschungs GmbH am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat die Aufnahmen aus dem Körper entscheidend vereinfacht. Inzwischen hat das Göttinger Team den Bildern sogar das Laufen beigebracht.

Den Transport einzelner Proteine oder winzige Membranbläschen in lebenden Zellen, die Synapsen von Neuronen oder das Skelett von Tumorzellen in allen Details – das alles können STED-Mikroskope sichtbar machen. Die Technik erfunden hat Stefan Hell, Direktor an den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie in Göttingen und für medizinische Forschung in Heidelberg. Inzwischen vertreibt das Spin-off Abberior Instruments die Fluoreszenzmikroskope mit der besten Auflösung am Markt. Und immer wieder verschieben Forschende des Instituts und auch des Unternehmens die Grenzen des Sichtbaren.

Die Geschichte der Firma Evotec zeigt, dass Biotechnologie made in Germany weltweit Maßstäbe setzen kann. Die Max-Planck-Gesellschaft zählt zu den Gründern des Unternehmens und prägt es bis heute.

Eizellen und Spermien sind während ihrer Entwicklung sehr empfindlich. Wenn beispielsweise das Erbgut nicht korrekt auf die einzelnen Keimzellen verteilt wird, sind die daraus hervorgehenden Embryonen oft nicht lebensfähig oder weisen schwere Defekte auf. Melina Schuh vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen will herausfinden, warum der Reifeprozess einer Eizelle so fehleranfällig ist. Ihre Erkenntnisse könnten eines Tages ungewollt kinderlos gebliebenen Paaren helfen.

Dass Ärzte heute viele Krankheiten besser diagnostizieren können als vor 30 Jahren, verdanken sie und ihre Patienten der Magnetresonanztomografie – und nicht zuletzt Jens Frahm. Die Forschung des Direktors der gemeinnützigen Biomedizinischen NMR Forschungs GmbH am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat die Aufnahmen aus dem Körper entscheidend vereinfacht. Jetzt bringt das Göttinger Team den Bildern sogar das Laufen bei.

Wie unterschiedlich die innere Uhr von Menschen ticken kann, dafür ist Ludwig II. von Bayern ein eindrucksvolles Beispiel: Historischen Quellen zufolge ging der Monarch üblicherweise nachts seinen Regierungsgeschäften nach, den Tag dagegen verschlief er weitgehend. Ob der Märchenkönig unter einer Störung litt, die seinen Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinandergebracht hat, darüber kann zwar auch Gregor Eichele nur spekulieren. Zusammen mit seinem Team am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat er aber viele neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie die natürlichen Taktgeber unseres Körpers funktionieren.

Im Kampf gegen Hirntumore entwickeln Forscher eine neue Strategie: Sie markieren Krebszellen mit fluoreszierenden Nanopartikeln.

Leitung des IT & Elektronik Service (m/w/d)

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen 2. November 2020

Einkäufer*in

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen 2. November 2020

Neue Einblicke in die Struktur und Funktion des humanen Spleißosoms

2019 Stark, Holger; Lührmann, Reinhard

Strukturbiologie Zellbiologie

Eukaryotische prä-mRNA enthält nicht kodierende Regionen (Introns), die entfernt werden müssen, bevor die mRNA für die Proteinherstellung verwendet werden kann. Dieser Prozess wird im Zellkern durch Spleißosomen katalysiert, große molekulare Maschinen, die aus vielen Proteinen und kleinen RNAs bestehen. Mithilfe der Cryo-Elektronenmikroskopie konnten hoch aufgelöste 3D-Strukturen vom humanen Spleißosom in verschiedenen Phasen des Spleiß-Prozesses erstellt werden. Dadurch konnten wir neue Erkenntnisse über die Funktion und Dynamik dieser Maschine und den Mechanismus der Spleißreaktion gewinnen.

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Ein Schalter für menschliche Gene

2018 Cramer, Patrick

Strukturbiologie Zellbiologie

Gene müssen aktiviert werden, um die Erbinformation in Zellen zu nutzen. Die Aktivierung der Gene erfolgt während eines Kopiervorgangs, der sogenannten Transkription, bei der eine Kopie der DNA in Form von RNA erstellt wird. Neueste Studien beschreiben nun einen Schalter für die Transkription, mit dessen Hilfe die Kopiermaschine RNA-Polymerase II am Beginn eines Gens reguliert wird. Diese Einsichten konnten nur und ausschließlich dank einer Kombination von experimentellen und computerbasierten Methoden erhalten werden.

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Molekulare Auflösung in der optischen Mikroskopie

2017 Hell, Stefan W.

Chemie Strukturbiologie Zellbiologie

Erstmals wurde experimentell nachgewiesen, dass die ultimative Auflösungsgrenze in der Fluoreszenzmikroskopie – die Molekülgröße selbst – auch praktisch erreicht werden kann. Das MINFLUX Konzept schlägt ein neues Kapitel auf und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten in der optischen Analyse von molekularen Systemen.

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Hin zu disease modifying therapies von neurodegenerativen Erkrankungen

2016 Ryazanov, Sergey;  Leonov, Andrei; Griesinger, Christian

Neurobiologie Strukturbiologie Zellbiologie

Neurodegenerative Erkrankungen gehen mit der Aggregation von meist intrinsisch ungefalteten Proteinen einher. Aufgrund der Kenntnis der Strukturbiologie dieser Proteine war es möglich, Oligomere als attraktives Target für disease modifying therapies zu identifizieren und mit anle138b eine Substanz zu finden, die die erforderlichen Eigenschaften zur Beeinflussung der Aggregation hat und oral bioverfügbar ist.

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Der schlafende Wurm

2016 Bringmann, Henrik

Neurobiologie Zellbiologie

Wie und warum wir schlafen ist immer noch ein Rätsel. Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit. Doch wir wissen nicht, wie der Schlaf seine regenerierenden Kräfte entfaltet. Die Forschungsgruppe Schlaf und Wachsein widmet sich diesen grundlegenden Fragen. Untersucht wird zurzeit der Schlaf in einem, molekularbiologisch betrachtet, sehr einfachen Modellorganismus: dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Die Forscher konnten zeigen, dass nur ein einzelnes Neuron für das Schlafen dieser Würmer notwendig ist und das Einschlafen von einem definierten molekularen Mechanismus kontrolliert wird.

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