Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Alle Menschen altern – genauso wie nahezu alle anderen lebenden Organismen. Ein Grund dafür ist, dass in jeder Zelle die Erbsubstanz DNA im Laufe der Zeit immer stärker geschädigt wird. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns erforschen, wie Zellen im Laufe ihres Lebens altern, welche Gene daran beteiligt sind und welche Rolle Umweltfaktoren spielen.

Mithilfe molekularbiologischer und gentechnischer Methoden klären die Forscher die grundlegenden Prozesse anhand sogenannter Modellorganismen auf, wie der Maus, der Fruchtfliege oder dem Fadenwurm. Diese Tiere sind dazu besonders gut geeignet, denn ihre Gene sind bekannt und sie haben eine relativ kurze Lebenserwartung. So weiß man, dass beim Fadenwurm rund 100 Gene die Lebenserwartung beeinflussen und zudem der Insulin-Signalweg an der Zellalterung beteiligt ist. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass ähnliche Vorgänge auch beim Menschen das Altern und die Lebensspanne beeinflussen. Langfristig soll ihre Grundlagenforschung dazu beitragen, dass Menschen gesünder alt werden können.

Kontakt

Joseph-Stelzmann-Str. 9b
50931 Köln
Telefon: +49 221 37970-0
Fax: +49 221 37970-800

Promotionsmöglichkeiten

Dieses Institut hat eine International Max Planck Research School (IMPRS):

IMPRS on Ageing

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur individuellen Promotion bei den Direktoren und Forschungsgruppenleitern.

Abteilung Molekulare Genetik des Alterns

mehr

Abteilung Biologische Mechanismen des Alterns

mehr
Gentherapie bei mitochondrialen Erkrankungen

Forscher lindern bei Mäusen Symptome einer Erkrankung, die beim Menschen zu Muskel- und Herzproblemen führt

mehr
Auf die Größe kommt es an

Alle Zellen im Körper haben die grundlegende Fähigkeit sich vor Infektionen zu schützen. Wie dieses als angeborene Immunantwort bezeichnete Phänomen genau funktioniert, ist allerdings noch nicht gut verstanden. Kürzlich fanden Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns und der Universität zu Köln heraus, dass die Größe des Nukleolus eine wichtige Rolle beim Schutz der Zellen vor Infektionen spielt

mehr
Neues Verfahren testet Wirkung von Medikamenten

Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung könnten Entwicklung von Medikamenten erleichtern

mehr
Gedränge in der Haut

Stammzellen verhalten sich unterschiedlich – je nachdem, wie eng es in ihrer Umgebung ist

mehr

Verschiedene Gewebe reagieren unterschiedlich auf Behandlungen, die die Gesundheit im Alter verbessern

mehr

Das Leben ist kurz, das gilt erst recht für den Killifisch Nothobranchius furzeri: Er hat nur wenige Monate, dann ist seine Uhr abgelaufen. In dieser Zeit durchlebt er alle Phasen von der Larve bis zum Fischgreis. Seine für Wirbeltiere ungewöhnlich kurze Lebenserwartung fasziniert Dario Valenzano vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln schon lange. Innerhalb von zehn Jahren hat er den Fisch zu einem Modellorganismus für die Alternsforschung gemacht.

Momentan sind keine Angebote vorhanden.

Mikroorganismen im Darm sind Schlüsselregulatoren für die Lebenserwartung ihres Wirts

2018 Valenzano, Dario Riccardo

Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Zellbiologie

Mikroorganismen im Darm beeinflussen die Gesundheit des Wirts. Aus dem Gleichgewicht geratene Mikrobengemeinschaften im Darm sind mit verschiedenen Krankheiten assoziiert. Die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora kann zur Heilung von akuten und lebensgefährlichen Infektionen beitragen. Aktuelle Forschungsarbeiten mit dem Türkisen Prachtgrundkärpfling, dem sogenannten Killifisch (Nothobranchius furzeri), als Modellorganismus zeigen, dass die Darmmikroben aus jungen Fischen den allgemeinen Gesundheitszustand und sogar die Lebenserwartung gesund alternder Artgenossen beeinflussen.

mehr

Das Altern ist kein zufälliger Verfall, sondern wird durch metabolische und genetische Prozesse reguliert. Einzelne Genmutationen können die Lebenserwartung von Organismen deutlich erhöhen. So kann die Biologie des Alterns in Hefezellen, Fadenwürmern und auch in Mäusen untersucht werden. Genveränderungen, die das Altern verlangsamen, schützen vor altersassoziierten Krankheiten wie Neurodegeneration, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Ein Verständnis der molekularen Mechanismen der Langlebigkeit eröffnet Ansatzpunkte für Therapien oder zur Vorbeugung dieser schweren Krankheiten.

mehr

Erforschung der Regulation adulter Stammzellen am Beispiel der Haut

2016 Wickström, Sara A.

Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie Genetik Zellbiologie

Wie sich komplexe, aber stereotype Gewebe durch lokales Wachstum, Differenzierung und Regeneration formen, ist eine in der Biologie ungeklärte Frage. Um diese Zusammenhänge aufzuklären, muss man verstehen, wie die Verhaltensweisen von Einzelzellen auf Populationsebene koordiniert werden und die Populationsdynamik an die Gewebearchitektur gekoppelt ist. Die Aufklärung solcher Regulationsprinzipien wird die Entwicklung von Stammzellen-Therapien und wirksamen Behandlungsansätzen zur Verlangsamung von Alterungsprozessen und Vermeidung altersabhängiger Krankheiten wie Krebs weiter voranbringen.

mehr

Ein natürlich vorkommendes Zuckerderivat verlängert die gesunde Lebensspanne

2015 Denzel, Martin S.; Winnen, Brit; Antebi, Adam

Entwicklungsbiologie Genetik Strukturbiologie Zellbiologie

Während des Alterns neigen Proteine im menschlichen Körper zur Aggregation, werden klebrig und verklumpen. Ab einem bestimmten Punkt wird diese Proteinaggregation schädlich und auch Nervenzellen werden in Mitleidenschaft gezogen - was zu neurodegenerativen Erkrankungen führen kann. Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, dass ein körpereigenes Molekül die Abwehrmechanismen gegen neurodegenerative Erkrankungen stärken könnte. Wird der Fadenwurm Caenorhabditis elegans mit dieser Substanz gefüttert, bewirkt dies den Abbau der Proteinaggregate bei gleichzeitiger Verlängerung der Lebensdauer.

mehr

Ist die altersbedingte Abnahme der Schlafqualität reversibel?

2015 Metaxakis, Athanasios; Tain, Luke Stephen; Grönke, Sebastian; Hendrich, Oliver; Hinze, Yvonne; Birras, Ulrike; Partridge, Linda

Entwicklungsbiologie Genetik Strukturbiologie Zellbiologie

Schlaf ist wesentlich für die menschliche Gesundheit. Aber mit zunehmendem Alter nimmt bei vielen Menschen die Schlafqualität ab, was wiederum die Lebensqualität beeinträchtigt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns haben am Beispiel der Taufliege (Drosophila melanogaster) untersucht, wie der Alterungsprozess den Schlaf beeinträchtigen kann. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine altersbedingte Verschlechterung verhindert werden kann und vielleicht sogar umkehrbar ist.

mehr
Zur Redakteursansicht